FEEDBACK  |   ÜBER UNS  |   ALLGEMEINE REISEBEDINGUNGEN  |   ONLINE KATALOG  |   KONTAKT  |   LINKS  |   NEWSLETTER
BESCHREIBUNG DER SEHENSWÜRDIGKEITEN
 
DIE KATHEDRALE VON EDSCHMIATSIN
 
Armenische Kirche ist die erste christliche Kirche in der Welt. Da das Christentum in Armenien früher als in anderen Länder zur Staatsreligion erklärt wurde, gilt die armenisch- apostolische Kirche mit Recht als älteste Schwester unter den christlichen Kirchen.
 
Im Jahre 301 wurde Christentum in Armenien offiziell zur  Staatsreligion erklärt. Die Kathedrale wurde in 303 in Vagharschapat, die damalige Haupstadt, gebaut. In Edschmiatsin ist der Sitz des armenischen Katolikoses (Oberhaupt der armenischen Kirche). Heute ist Edschmiatsin das heilige Zentrum aller Armenier. Hier auf einem Territorium mit 80,000 Quadratmeter befinden sich die Kathedrale Hl. Edschmiatsin und das Museum, die Geistliche Akademie der Hl. Edschmiatsin, die Residenz des Patriarches - Katolikos aller Armenier- Sinode der armenischen Kirche, die Bibliothek und Skriptorium, die Mönchzellen, Redaktion und Drukerei der Zeitschrift Edschmiatsin, das Museum von Alek&Anri Manukian, sonstige Kirchenbauten.
 
Der Überlieferung nach, gerade hier Jesus Christus im Grigorstraum herabstieg und die Stelle für die erste christliche Kirche zeigte. Daraus stammt auch der Name Edschmiatsin: Ort, wo der Eingeborene herabgestiegen ist. Kathedrale wurde mehrmals zerstört und wiederaufgebaut, und darum verliert sie ihre ehemalige Formen. Die Wandmalerei wurde von berühmtem Nagasch Hownatan im XVIII Jh. bemalt, in 1950 restauriert.
 
Im Musum befinden sich die heiligen Reliquien der Kirche. Die bekanntesten von denen sind Speer mit dem eine Rippe Christi durchgebohrt wurde, Ikone mit dem Fragment von Arche Nohas, die Rechte Grigors des Erleuchters als Sinnbild der Macht des Katolokos, kirchliche Waren, Kleidung mit Gold und Perle gestickt, Kreuze, Stühle und Stöcke von Katolikos.
 
Die Geschichte der Entwicklung der nationalen Kultur und Bildung ist eng mit der armenisch- apostolischen Kirche, die immer war und ist heute noch der Hauptfaktor der Vereinigung des armenischen Volkes in der ganzen Welt, verbunden.
 
KIRCHE HEILIGER HRIPSSIMEH

Die Kirche der Hl. Hripssime ist ein Muster der Vollkomenheit der armenischen Kirchenarchirektur.
 
Die Kirche trägt den Namen der Hl. Märtyrerin Hripssime. Der Legende nach, flüchteten in der frühchristlichen Zeit 36 christliche Nonnen vor dem römischen Tyrannen Diokletian nach Armenien, mit der Hoffnung hier die neue Religion zu verbreiten. Diokletian schrieb zu Trdat III: ,,Die sind 36 mit der Äbtissin Gajaneh, die schönste aber Hripssime ist., heirate sie,,. Als der König die schöne Hripsime sah, beschloss er sie zu heiraten. Aber die christliche Nonne wollte nicht einen heidnischen König heiraten. Dann lies der König Hripssime und ihre Freundinen foltern und töten.
 
Auf der Krypta von Hripssime wurde eine kleine Kapella gebaut. Im Jahre 618 errichtete der Katolikos Komitas diesen Meisterwerk der armenischen Baukunst. Die Reliquen der Hl. Hripssime befinden sich in der Krypta.
 
 
TEMPEL VON ZWARTNOTS
Der Tempel von Zwartnots ist ein Meisterwerk der frühmittelalterischen armenischen Architektur. Der Tempel wurde in 642-653 vom armenischen Katolikos Nerseh III, der wegen seiner Bautätigkeit Erbauer genant wurde, gebaut und in 930 von einem sratken Erdbeben zerstört.
 
Nach den ausführlichen Untersuchungen fertigte der berühmte armenische Architekt Toros Toramanjan den Model der Kirche an. Ein anderer Model wurde bei den archäologischen Augrabungen in der alten Hauptstadt Ani gefunden. Dieser Model bestätigte den Model von Toramanjan. Toramanjan nach hatte das Gebäude drei aufeinander folgende und sich verkleinerte Stockwerke. Die wurden mit einer Kuppel gekrönt. 
 
Das war eine neue Art des Tempels mit reicher Dekorierung. Jede Apsiede des ersten Stockwerkes war mit den Fresken bedeckt. Die Hauptornamente waren Weintrauben und Granatäpfel. Auch die Kupel war reich mit den Ornamenten dekoriert. Die runde Fenster hatten dekorierte Umrahmungen.
 
Der Tempel erhob sich auf dem runden Fundament und war sehr effektiv im Vordergrund des Berges Ararat mit dem evig weissen Gipfel. Der Tempel von Zwartnots ist ein wunderschönes Exemplar nicht nur Armeniens, sondern auch der Weltarchitektur.
  
 
 
KIRCHE DER MUTTERGOTTES “KARMRAVOR” in ASCHTARAK
 
Die Region Aragazotn ist für ihre verschiedene kulturelle Denkmäler, darunter auch die Kirche Karmravor, bekannt. Es handelt sich um eine im VII Jahrhundert errichtete Kreuzkuppelkonstruktion mit drei Apsiden auf einem kreuzförmigen Grundriss. Die Kirche hat Ziegeldach, das teilweise renoviert wurde. Von Aussen ist das ein sehr einfacher, prachtloser Bau, obwohl die Innenwände noch die Reste von Fresken tragen.
 
ALTE BRÜCKE IN ASHTARAK
 
Früher, für die Bedienung der Karawanstrassen hatten die Brücken eine bedeutende Rolle. Nach dem ingenieur-baurischem Standpunkt waren die Brücken wichtige Bauten, die manchmal in schwer zugänglichen Orten: über wasserreichen Flussen oder in den tiefen Schluchten, in komplizierten Reliefbedingungen errichtet wurden.
Dank ihrer absoluten Abmessungen, technischem Nivea und vollendeter Konstruktion ist diese alte Brücke von Aschtarak heute noch interessant. Die wurde in 1664 über dem Fluss Kasakh gebaut. Das ist eine dreibögige Brücke, die sehr harmonisch in die Landschaft integriert ist. Die linke Seite der Brücke ist hoch und steinig und die rechte Seite niedrig und flach.
 
 
 
MUGHNI – KIRCHE DES HEILIGEN GEORGS
 
Diese Kirche befindet sich im Dorf Mughni der Region Aragazotn. Das ist einer von den hervorragenden Klosterkomplexen des spätmitellalterischen Armeniens. Der Komplex besteht aus der Kirche und Witschaftsräumen, die mit einer hohen Mauer umgefasst sind. Die Kirche befindet sich gleich in der Mitte des Komplexes. Unter der Kirche befinden sich
die Reliquen des Hl. Georgs.
 
Früher war hier eine einfache Kirche. In 1660-70 wurde der Aufbau der Kirche so wie sie heute aussiht, als eine gewöbte Kirche, vollendet. Die Kirche ist von den Steinen verschiedener Farben gebaut und ist an architektonischen Ornamenten und Fresken reich. Gleizeitig mit der Kirche wurde ein Raum mit dem Dreikuppelglockenturm gebaut.
 
Die beiden Eingänge und Fenster mit reichen Vezierungen tuen sich vor dem einfachen Aussehen der Kirche hervor. Die verschiedene Farben der Steine ziehen auf sich die Aufmerksamkeit. Die Kuppeltrommel und Fronton sind wie ein Schachbrett aus den hellen und dunklen Tufsteine gelegt. Die Kirche und die naheliegende Klosterräume harmonieren mit dem Geist jener architektonischen Periode .
 
SAGHMOSAVANK
 
 Die Geschichte dieser Kirche beginnt im XIII Jh., als auf dem Befehl der Fürsten Fater und Sohn Vatsche und Kurt Vatschutjan aus der Königfamilie, die errichtet wurde. Saghmosavank befindet sich im Dorf Artaschavan in der Region Aragatsotn am Ufer des Flusses Kassach. Der Klosterkomplex besteht aus 2 Kirchen, der Kapelle, der Bibliothek und vielen Kreuzsteinen. 
 
Die Hauptkirche – Zionskirche – wurde in 1215 gebaut. Das ist eine gewölbte Kirche ohne Aussendekorierung. Die Kapelle ist zur Hauptkirche im Westen angebaut. Datum des Bauwerkes ist unbekannt. Durch innere Durchgänge ist die Kappele mit der Kirche des Hl. Zions, der Bibliothek und der Muttergotteskirche verbunden. Von Aussen ist die Kappele sehr einfach, nur das westliche Fronton hat einen sehr schön dekorierten Eingang. Die Muttergotteskirche wurde im Jahre 1235 gebaut und ist der Kappele ähnlich. Die Wände des Hauptaltars tragen noch die Reste der Fresken.
 
Die Bibliothek wurde im Jahre 1255 errichtet. Die befindet sich zwischen der Hauptkirche und der Muttergotteskirche. Einen langen Zeitraum war die Bibliothek der Wohnort für die Studenten, die sich hier mit der Übersetzung von Psalmen und der Aufbewahrung verschiedener Manuskripte beschäftigten. Einmal war Saghmosavank oder Kirche der Psalmen mit der hohen Mauer befestigt, von der Ostseite schützt das Kloster die Schlucht des Flusses Kassach.
 
  
 
HOVHANNAVANK
Diese Kirche befindet sich im Dorf Hovhanavan der Region Aragazotn, wo im V-VI Jh. eine einschiffige Kirche war. Im XIII Jahrhundert wurden hier auf die Initiative der Fürsten Vater und Sohn Vatsche und Kurt Vatschutjan eine Kirche und eine Kappele erbaut. Das älteste Bauwerk von Hovhanavank ist die einschiffige Basilika des Hl. Hovhannes (Johannes der Täufer) mit dem Glockenturm an der Südseite. Die Hauptkirche Kathoghike wurde zwischen 1216-1221 errichtet. Das ist ein gewölbter Kreuzkuppelbau mit zweistockigen Apsiden in allen Ecken und hat eine feine Dekorierung. Die Wand hinter dem Altar ist mit reichen Ornamenten mit einem Reliefgürtel im oben verziert. Sehr reich ist die Tympanon über dem Haupttür, die zur Kappele führt, mit der Darstellung von Christus und ,,kluge und törichte Jangfrauen,,. Die Chatschkars schmücken den Eingagn von der rechten Seite. Der Glockenturm wurde im Jahre 1250 errichtet. Der Turm ist mit Säulen geschmückt, was aber nicht typisch für die Baukunst jener Zeit ist.
 
Durch ein starkes Erbeben im Jahre 1912 wurden die Ostwand und die Kuppel der Kirche zerstört. Aber auch halb-ruiniert fasziniert Hovhannavank ihre Besucher.
 
 
 
 
DAS KLOSTER TEGHER
Das Kloster Tegher liegt am Fuss des Berges Aragaz, im Dorf Tegher auf der rechten Seite der Schlucht des Flusses Archaschjan. Der Klosterkomplex besteht aus der Kirche und dem Glokenturm. Der Komplex wurde im XIII Jahrhundert auf der Stiftung der Fürstin Mamachatun – Frau des Fürsten Vatsche Vatschutian - gebaut. Die Hauptkirche trägt den Namen der Hl. Muttergottes. Das ist ein gewölbter Kreuzkuppelbau mit 4 Apsiden in allen Ecken und paarweise Dreiecknischen an den Innenfrontons, die schmucklos sind.
Der Glockenturm wurde in 1213-1221 gebaut. Er gehört zur Art den Glockentürmen mit vier Säulen, unterscheidet sich aber durch seine ungewöhnliche Geräumligkeit: zwei kleine Kapellen sind an den nordweslichen und südwestlichen Ecken angebaut. Die Eingänge zu den Kapellen befinden sich im Dach, zu dem durch Geheimöffnung in der Decke steigen kann. Im Jahre 1468 war das Kloster mit einer fester Mauer umgefasst, die jetzt teilweise zerstört ist.
 
Die Baukunst des Klosters harmoniert mit der Landschaft.
 
 
 
 
AMBERD
 
Das ist die einzigste Festung des mittelalrerischen Armeniens, die bis unsere Tage erhalten ist. Amberd wurde im X Jh. bei der Regierung der königlichen Familie Bagratuni gebaut. In 1026 wurde in Amberd vom fürst Vahram Pahlavuni eine Kirche errichtet. Die Festung Amberd bestand aus zwei Teile: aus dem Palast und dem Schloss mit den Mauern und zweigeschossigen Türmen. Ausser den sichtbaren Eingänge hatte die Festung auch Geheimtunnels zur Schlucht. Das Schloss hatte ein Wasserversorgungsystem, mit dem speziellen Wasserbecken im Hof für die Wasserversorgung der ganzen Festung und für das Bad, dessen Ruine nicht weit vom Schloss noch zu sehen sind.
 
Die Kirche wurde in der Mitte der Festung errichet. Die gehört zu den Kreuzkuppelbauten und hat eine sehr einfache Dekorierung. Bemerkenswert ist der Haupteingang.
 
Im XIII Jh. wurde die Festung von Mongolen angegriffen, und später im Jahre 1408 zerstört. Aber die Ruinen mit der kleinen Kirche stehen noch auf einem Hang des Berges Aragats.
 
 
ARUTSCH (KARAWANSAREI)
 
In der Periode von XII bis XIV Jh. wurden mit der Entwicklung des Handels sehr viele Karawansareien und Brücken gebaut. Das war ein sehr wichtiger Bau und wurde auf ein bestimmtes Programm realisiert. Die Errichtungen der Karawansareien stifteten entweder der Staat als auch die einzelnen reichen Leute. Die Karawansareien wurden meistens an den Kreuzugen der Handelsstrassen erbaut.
 
Die Karawansaraei in Arutscht ist halb in der Erde begarben und nur die südwestliche Seite ist zu sehen. Das Gebäude hat 6 Bögen und Lichöffnungen in der Decke. Von der Schluchtseite hat die Karawansarei pyramidenförmige Vorsprünge – Mauern, die den Bau einer Festung ähnlich machen.
 
 
 
KATHEDRALE VON ARUTSCH
 
Die Kathedrale befindet sich im Dorf Arutsch der Region Aragazotn in Armenien. Das ist eine Kuppelhalle, die die grösste und gut erhaltene ist. Die Kirche erhebt sich über die Gegend und ist von weitem zu sehen.
 
Die Kathedrale und der Palast, der sich auch hier befindet, wurden im VII Jahrhundert gebaut. Die Haupthalle hat 3 Eingänge – im Süden, im Westen und im Norden, alle mit Säulen dekoriert. Der grosse und breite Hauptaltar hat 3 Fenster: zentrales Fenster an der Fassade und zwei an den Seitennischen.
Vom architektonischen Standpunkt sehenswürdig ist das Ostfronton. Dort sind die Nischen und mitte der Wand gemeinsam mit drei Bögen gewölbt.
 
Die innere Wände der Kathedrale waren mit den Fresken verziert, die Reste von denen noch zu sehen, aber in einer sehr schlechtem Zustand sind. Das Gewölbe über dem Hauptaltar stellt das Thema der hl. Auferstehung dar. Auf einem blauen Hintergund ist Christus zwischen zwei Engel. An der Nordseite des Altars sind 6 stehende Apostel dargestellt. Es gib eine Meinung, dass die andere 6 Apostel an der Südseite und die Muttergottes mit den Engel – zwischen die Fenster waren.
 
Während ihrer Geschichte wurde die Kathedrale mehrmals renoviert, einmal auch zur Festung verwandelt und mit Schutztmauer umgefasst. Auf dem Territorium der Kathedrale liegen auch die Ruinen des Palastes. Von dem Palastsaal, der einmal mit Säulen geschmückt war, sind nur die Stütze der Säulen und zwei Kapitelle geblieben. Der Palast von Arutsch war ein Meisterwerk der Palastbaukunst des mittelalterischen Armeniens.
   KATHEDRALE VON THALIN 
 
Die Kirche befindet sich in der Stadt Thalin der Region Aragazotn in Armenien. Das ist eine Kuppelbasilika mit drei Apsiden und wurde in der zweiten Hälfte des VII Jh gebaut. Der Innenraum ist geräumlich und feierlich und durch Kuppelbögen verteilt. Über dem Hauptaltar befinden sich zwei runde Fenster. Den Innenraum vollenden die hufeisenförmige Apsiden der Seitenaltäre. Jede Apsis hat in der Mitte ein Fenster. Die Innenwände tragen noch die Reste von alten Fresken. In den Nischen, die mit den Säulen und Bögen geschmückt sind, kann man noch die Fresken und Motive von Pflanzen-und Blumenornamente sehen. Ähnliche Ornamente sind auch auf der Kuppel zu sehen. Die Kathedrale hat 5 Eingänge. Architektonische und bildene Mittel harmonieren mit den Ornamenten der Kirche von Thalin. Zusammen schaffen sie dieses wunderschönes und eigenartiges Dekmal. Die Kirche wurde zweimal vom Erdbeben betroffen, die Kuppel ist halb erhalten. 200 m.von der Kirche entfernt befindet sich die Muttergotteskirche. Das ist eine Zentralkuppel-komposition mit drei Apsiden auf dem kreuzförmigen Grundriss und wurde im VII Jh. errichtet. Ihre kreuzförmige Armen sind nicht gleichmässig. Der Westarm ist tiefer und hat Eingänge im Süden und im Fronton. In der Mitte von allen Frontons und bei der Kuppel gibt es Fenster, die mit den Ornamenten verziert sind. Die Kirche ist in einem relativ gutem Zustand.
 
 
 
DIE UNIVERSITÄT VON GLADZOR 
 
Die Universität von Gladzor befindet sich in der Region Wajoz Dzor (Schlucht des Weinens) in Armenien, nicht weit von dem berühmten Kloster Norawank. Das Gebäude der Universität ist nicht erhalten. In den wissenschaftlichen Kreisen herrscht die Meinung, dass die Universität auf dem Territorium der Kirche Thanahat, die schön in den Geschichtsquellen des VII Jh. erwähnt wurde, lag.
 
Im XIII Jh. 7 km südöstlich von dem Dorf Wernaschen wurden die wichtigsten Gebäuden errichtet.
 
Die Universität von Gladzor wurde im Jahre 1282 gegründet und funktionierte bis 1388. Seit den ersten Tagen ihrer Existenz erwarb die Universität einen guten Ruhm und war für ihre Professoren der Theologie, Philosophie, Mathematik, Kunst, Handschrift-abschreibung, Malerei ua bekannt. Hier studierten 350 Mönchen, die später bekannte Gelehrten wurden. In der Universität bewahrte man viele alte Handschrifte auf. Hier gründeten die armenische Maler eine Schule der Miniaturmalerei, die sehr bekannt in mittelalterischen Armenien war.
 
Im Jahre 1982 feierte das armenische Volk das 700-jährigen Jubiläum der Universität von Gladzor. Im Dorf Wernaschen wurde ein Museum der armenischen mittelalterischen Kunst und intellektuellen Erbschaft eröffnet.
 

KLOSTER GNDEVANK
 
Das Kloster Gndevank befindet sich im Dorf Gndevaz, nicht weit vom Kurort Djermuk. Von der Dorfseite kann man das Kloster nicht erreichen. Das Kloster wurde im Jahre 936 gegründet. Die Fürstin von Sjunik Sofia hat gesagt: ,,Wajoz Dzor war ein Ring ohne Edelstein. Ich habe diese Kirche gebaut und sie als Edelstein auf den Ring gesetzt,,. Die Kirche des Hl. Stephanos ist sehr ausdrucksvoll. Mit ihrer idealen Einfachheit, ohne Aussendekor und mit den dreieckförmigen Frontalnischen harmoniert die Kirche mit der malerischen Gegend der Schlucht des Flusses Arpa.
 Im Jahre 999 wurde der Glockenturm, der eine besondere Stelle in der Baukunst des mittelalterischen Armeniens einnimmt, errichtet. Das ist ein gewölbter einschiffiger Bau mit zwei Apsiden. An der linken Seite des Hauptaltars ist ein Fresko mit Darstellung von Hl. Muttergottes mit Christuskind auf den Knien zu sehen. In der Periode des Mittelalters wurde das Territorium des Klosters mit der hohen Mauer mit einem Tor auf der nordwestlichen Ecke, umgezäunt. Der südlichen Wand entlang, von der Innenseite, waren die Wirtschaftsgebäude – Zellen, Refektorium, Küche, Aufbewarungsorte und sonstige Bauten. Wajoz Dzor behält bis heute viele Geheimnisse.
 
 
KLOSTER CHOR VIRAP
 
 
Das Kloster Chor Virab liegt auf einem kleinen Hügel, nicht weit vom Dorf Kleines Wedi der Region Ararat in Armenien. Das Kloster ist das Heiligtum der armenisch-apostolischen Kirche und Wallfahrtsort für Armenier aus der ganzen Welt. Gerade hier entstanden die Quellen des armenischen Christentums.
 
Anfang des ersten Jahrhunderts, als die Hauptstadt von Armenien Artaschat war, befand sich auf diesem Hügel die Zitadelle mit dem Gefängnis, wo die Gefangene eingesperrt wurden. Der Überlieferung nach, gerade in dieses Gefängnis warf der König Trdat Grigor der Erleuchter, der als echter Christ seine Religion in Armenien verbreiten wollte. 15 Jahre verbrachte Grigor im Gefängnis. Mit dieser Legende ist eine andere Legende über Hripssime und ihre Freundinnen – 36 christliche Jungfrauen, verbunden. Im Jahre 300 n.Ch., nachdem, dass die Jungfrauen gefoltert und hingerichtet wurden, erkrank der König sehr stark. Sein Körper nahm die Form eines Wilschweines und eine lange Zeit nannte man ihn König – Schwein. Einmal erschienen im Traum der Schwester des Königes Chosrowducht die Engel und sagten, dass dem König nur der eingesperrte Grigor helfen kann. Der König war in der Verzweiflung und lies Grigor vom Chor Virab befreien. Grigor heilte den König. Nach diesen Ereignissen nahm Trdat das Christentum an und erklärte es offiziell zur Staatsreligion. Später wurde Grigor- Grigor der Erleuchter- der erste armenische Katolikos.
 
 
Im Jahre 642 errichttete Katolikos Nerses III eine Kappele statt des Gefängnisses Chor Virab. Im Jahre 1662 wurde eine Kirche unmittelbar auf dem unterirdischen Raum, wo Grigor 15 Jahre eingesperrt war, gebaut. Ende des XVII Jh. wurde eine Muttergotteskirche, auch die Klostermauer, Refektorium, Gästehaus und sonstige Bauten errichtet.
 
 
Die malerische Silhouette des Klosterkomplexes ist sehr schön mit dem Hintergrund mit biblischem Berg Ararat.
 
 
 
NORAVANK
 
Der Komplex liegt in der Region Wajoz Dzor 5 km von dem Dorf Amagu entfernt, in einer malerischen aber schwer zugänglichen Gegend. Im Jahre 1980 wurde dem Fluss Arpa entlang eine Strasse zum Klosterkomplex gelegt. Die Strasse liegt durch eine ziehmlich enge und sehr schöne Schlucht. Die Felsen hängen von allen Seiten.
 
Im XII-XIII Jh. war Noravank das geistliche Zentrum der Fürsten von Sjunik. Das älteste Bauwerk des Klosters die Karapet-Kirche war stark beschädigt. Im 1221-1227 wurde die Hauptkirche des Komplexes dem Hl. Howhannes (Johannes der Täufer) geweiht erbaut. Früher war hier eine Vorkirche, wurde aber durch Erdbeben zerstört. Im Jahre 1321 wurde die Vorkirche vom bekannten Architeckten und Bildhauer Momik umgebaut. Die Vorkirche ist mit den Reliefdarstellungen ausgeschmückt, auf denen Gottvater, Muttergottes mit dem Jesuskind, andere religiöse Motive und feine Ornamente zu sehen sind. Ein echter Schatz des Komplexes von Noravank ist ein anderes Bauwerk von Momik – zweigeschossige Muttergotteskirche mit der Krypta im ersten Stock und der Kirche im zweiten. Die Kirche vereinigt die Vollkomenheit der Formen und das Reichtum der Ausstattung.
 
Auf dem Territorium des Komplexes sind noch einige Kapellen, Kryptas und wunderschöne Kreuzsteine geblieben. Besonders auffälig sind die, die von Momik sind. Gerade hier, in Noravank, ist der berühmte Bildhauer begraben, auf seinem Grab steht ein einfacher Kreuzstein.
 
 
 
 
ZORATS KARER
 
 Auf einem breiten Plateau im Nordosten von Sisian gibt es eine grosse alte Anlage: 100 riesiege senkrechte Steine, die einen Kres bilden oder verstreut in Entfernung von 3 Hektare liegen. Einige von den Steinen sind über 2 Meter hoch. Auf den spitzen Gipfel von vielen Steinen gibt es gleichmässige Löcher. Die breite, massive Seite sind in der Erde gegraben. Diese Steine waren das älteste Observatorium Armeniens - Kharahundsch oder Zorac Karer, was in der Übersetzung ,,Mächtige Steine,, bedeutet. Ein 28 bis 30 Meter langer Kromlech stellt ein Steinkreis aus dem II Jh. v. Ch. dar. Das war ein Begräbnisstäte und Arena für die entsprechende Rituale. Solche Bauten waren der Sonne geweiht, und ist darum klar, dass gerade hier die Kirche des Hl. Arams, Gott der Sonne, einmal stand. Leider, ist die Kirche nicht erhalten. Heute ist diser Ort von Archäologen sehr beliebt. Das Plateau selbs gehört zur Kupferzeit, etwa V Jh. v. Ch., oder sogar zur Steinzeit. Die Archäologen und Historiker meinen, dass Zorac Karer der Zwilingsbruder von Stonhenge in England ist. Die Übersetzung von Stonhenge ins Armenische bedeutet Kharahundsch.
 
 
 
KLOSTER TATEV
 
 
 
Tatev befindet sich in Sjunik, der grössten Region in Armenien. In Sjunik gibt es hohe Gebirge, tiefe Canons, Wälder und Seen. Das Zentrum ist die Stadt Kapan, die 316 km von Jerewan entfernt ist.   
Tatev, ein Meisterwerk der armenischen Architektur steht im Dorf Tatev. Dieser Komplex besteht aus einer Reihe von alten religiösen Bauten, die in verschiedenen Epochen errichtet wurden.
 
Der Klosterkomplex war umgemauert und von zwei Seiten von tiefen Schluchten des Fluses Vorotan geschützt.
 
Der Kloster Tatev wurde im IX Jh. gegründet. Seine Begründung und weitere Entwicklung sind mit der Periode der Blütezeit von mittelalterischen Armenien, als die Eröffnung der berühmten Universität von Tatev das Kloster zum geistlichen und kulturellen Haupzentrum Armeniens machte, verbunden. Seit XII Jh. war Tatev Sitz für Sjunikbischöfe.
 
Bei der türkisch-seldschukische Invasion verwüstete man das Kloster. Im XVII-XVIII Jh. wurde das Kloster umgemauert und mit anderen Bauten ergänzt.
 
Die Hauptkirche wurde in 895-906 errichtet und ist den Hl. Peter und Paul geweiht. Aber die Fresken mit den malerischen Darstellungen sind leider nicht erhalten. Im Jahre 1285 südlich von der Haupkirche wurde eine andere Kirche Grigor dem Erläuchter geweiht erbaut. Im Jahre 1085 wurde in der südöstlichen Teil der Klostermauer die Muttergotteskirche errichtet. Das war ein eigenartiger Bau, weil auch als Obserwatorium diente.
 
In 1390-1453 erwarb das Kloster einen grossen Ruhm dank seiner Universität, einem von den erfolgsreichsten Instituten des mittelalterischen Armenies, die die Traditionen der Universität von Gladzor fortsetzten. In der Universität von Tatev konnte man Theologie, Philosophie, Matematik, Grammatik ua studieren. Den Studenten wurde auch Abschriftkunst, Malerei, Musik beigebracht. Die Universität besass auch eigenes Skriptorium.
 
Das besondere Sehenswürdigkeit des Klosters ist die schaukelde Stele. Sie wurde im Innenhof nach der Beendung der Errichtung der Hauptkirche im Jahre 906 erbaut und ,,Heilige Dreieinigkeit,, gennant. Die Stele ist 8 Meter hoch und steht in einer achteckigen Grube. Das Schaukeln der Stele hat eine unglaubige Erklärung: das provoziert der Kreuzstein, der auf die Stele gesetz ist.
 
Dank der Renovierung, die in den letzten 30 Jahren durchgeführt wurde, bekam der Klosterkomplex seine ehemalige Pracht und Grösse. Heute funktioniert das Kloster und ist die Residenz des Bischofs von Sjunik.
 
 
 
GARNI
 
 
30 km von Jerewan entfernt, im Dorf Garni, befindet sich eines von den faszinierenden historischen Denkmäler Armeniens, der heidnische Tempel Garni. Der Region Kotajk, wo sich der Tempel befindet, ist für seine historische Denkmäler aus den verschiedenen Perioden bekannt. 
 
Im I Jh. n. Chr. lies Trdat I in der Festung, die auf das dreieckige Plateau lieg, einen wünderschönen Tempel dem Sonnengott Mithra geweiht, errichten. Nach der Christianisierung des Landes zerstörte man den Tempel nicht, weil dort die Sommerrezidenz der armenischen Könige war. Der Tempel wurde im Jahre 1679 durch eis starkes Erdbeben fast ganz zerstört. Die Wiederaufbauarbeiten begannen im Jahre 1966 und dauerten fast 10 Jahre.
 
Der Tempel, gebaut aus dem örtlichen grauen Basalt, ist ein wunderschönes Muster der antiken Baukunst. 6 ionische Säulen stehen an der Fassade und je 8 Säulen an den beiden Seiten. Die ionische Säulen des Tempels, die hoch und schlank sind, haben sehr schöne Kapitelle, die, wie auch die Innendecken, mit feinen Ornamenten ausgeschmückt sind.
 
Der Sonnentempel lieg im Territorium der Festung von Garni, die einmal unerreichbar war, weil eine sehr günstige Lage und Festungmauer aus den riesigen Basaltblöcken hatte. Heute bei dem Tempel kann man die Reste der alten Festung und des Königpalastes sehen. Aber das interessanteste Bauwerk ist das Bad aus dem III Jh. n.Ch. Das Bad wurde mit der warmen Luft geheizt. Der Boden im Umkleideraum war mit dem Mosaik bedeckt. Die Motive sind aus der grichischen Mythologie: im Zentrum sind die Götter Ozean und Meer als Mann und Frau dargestellt. Hier kann man auch eine geheimnisvolle griechische  Schrift ,,gearbeitet, aber nichts bekommen,, lesen.
 
 
 
GEGHARD
 
Der Klosterkomplex Geghard ist das eigenartigste und bekannteste Denkmal des späten Mittelalters in Armenien. Der Komplex besteht aus der Hauptkirche Katoghike mit der Vorkirche, den verschiedenen Höhlen-mönchszellen, der Kapelle und der Muttergotteskirche, die als das älteste Bauwerk des Komplexes gilt. Der Klosterkomplex wurde in XII-XIII Jh. errichtet. Zuerst trug der Koplex den Namen Ajrivank (Höhlenkloster) später aber wurde in Geghard (Speer) umbenannt. Der Überlieferung nach, bohrte ein römischer Wächter mit diesem Speer eine Rippe von Christi durch. Jahrhunderte lang bewahrte man den Speer als Hl. Reliquie im Kloster auf, jetzt aber ist im Musem der Kathedrale von Edschmiatsin.
 
Das Kloster Airivank ist eigenartig. Es wurde im IV n. Ch. erbaut. Seit jener Zeit wurde das Kloster mehrmals von Araber erobert, zerstört und beraubt.
 
Der Komplex wurde im XII Jh. bei der Herrschaft der Fürsten Zakarian errichtet. Im Jahre 1215 wurde die Hauptkirche Katoghike, die mit den reichen und wunderlichen Ornamenten ausgeschmückt ist, gebaut. Die Vorkirche mit vier Säulen wurde 10 Jahre später angebaut. Am interessantesten ist das Dach mit der Lichtöffnung in der Mitte. Es stützt sich auf 4 Säulen - eine sehr komplizierte Konstruktion, und ist mit Tropfsteine verziert. Die nördliche Wand ist ein Fels, in dem 2 Eingänge gemacht sind. Die führen zum originellsten Teil des Kompexes – zu den zwei Kirchen im Fels.
 
Die erste Höhlenkirche Avasan (Wasserbecken) gehört zum Jahr 1240. Sie wurde an der Stelle einer Höhle mit der Quelle gebaut. Avasan ist eine Kreuzkuppelkirche. Die zweite Kirche der Hl. Muttergottes, die auch ein Grabmal ist, errichteten die Fürsten Proschjan, die das Kloster in der zweiten Hälfte des XIII Jh. abgekauft hatten. Vor dem Eingang zum Grabmal ist eine Loggia mit einer riesigen Säule, die durch Bögen mit den Wänden verbunden ist. Hier sind der Fürst Prosch und seine Familie begraben. Davon zeugt die achtzeilige Schrift an der südlichen Wand der Muttergotteskirche. Hier kann man die Wappe der Fürstenfamilie Proschjan sehen: ein Stierkopf hält auf die Kette zwei Löwen. Zwischen den Löwen ist ein Adler mit dem Lamm in den Krallen.
 
Das geräumigste Bauwerk ist die Höhlenkapelle aus dem Jahr 1288, die eine unwahrscheinliche Akustik hat. 
 
 
 
LAKE SEVAN
 
Wirklich ein Stückchen Himmel in den Gebirgen,, - rief begeistert der berühmte russische Schriftsteller Maksim Gorkij, als er Sewansee sah.
 
Sewansee ist einer von den süssen, hochgelegenen Seen der Welt. Ein grosses Tal etwa auf 2000 Meter ü.M ist mit dem Lebenswasser gefüllt. Die Gesammtfläche des Sees macht 1400 Quadratmeter. Einige Flüsse münden in den See und entspringt der Fluss Hrazdan. Im Sewansee gibt es verschiedene Fischarten: Forelle, Sig, Koghak. Fiele Gelehrte meinen, dass Sewansee im Krater eines erlöschenen Vulkans entstand. Die anderen Gelehrten versuchen zu beweisen, dass vor millionen Jahren die Vulkanslava die Flussströmung sperrte und als Ergebniss der grosse See entstand.
 
In der Umgebung des Sees gibt es viele Sehenswürdigkeiten aus den verschiedenen Epochen. Das Sewankloster befindet sich auf der Sewanhalbinsel, die einmal eine Insel war. Die Hauptkirche, den Hl. Apostel geweiht, und die kleine Muttergotteskirche wurden im Jahre 874 von der Fürstin Mariam, Tochter des armenischen Königs Aschot von der Familie Bagratiden, errichtet. In der Apostelkirche steht ein unwahrscheinlich schöner Kreuzstein aus dem XVI Jh. Das Sewankloster ist einer von den heiligen Orten der armenisch-apostolischen Kirche.
 
NORATUZ
Das Dorf Noratus befindet sich in der Region Gegharkunik, deren 1/3 der Sewansee einnimmt. Die Archäologen fanden hier Helme, keramische Waren und Schmücksachen aus den Bronze- und Eisenepochen. In der Mitte des Dorfes steht die Muttergotteskirche aus dem IX Jh. Ihre einzigste Kuppelhalle wurde im XI Jh. von Persern zerstört und in XV Jh. wiederaufgebaut.
Besonders bekannt ist der Friedhof von Noratus mit hunderten von wunderschönen Kreuzsteinen, viele von denen auf den Postamenten stehen. Diese Kreuzsteine stammen aus den XIII-VII Jh. Solche Dekmäler kann man nur in Armenien finden, wenn man so was auserhalb Armenien sieht, dann sind sie bestimmt von armenischen Meistern gemacht. Kreuzsteine dienten nicht nur als Grabsteine, sondern auch als Denkmäler zu einem bedeutensten Ereignis, z. B. Sieg in einer Schlacht oder Stadtsbegründung oder einfach als Gebäudesstein. Um feine Ornamente des Steines meisterhaft zu machen, braucht man eine grosse Meisterschaft. Die Steine kann man nicht wiederholen. Das Kreuz in der Mitte symbolisiert den Lebensbaum. Im Friedhof von Noratus steht ein kleines originelles Bauwerk aus dem XIII Jh.- die Kappele Grigor des Erleuchters. Das ist ein einschiffiger Bau, der im Innenraum zwei interessante Wandvorspränge hat. Die Apsiden haben Vogelformen. Ein Teil der Kreuzsteine von Noratus sind in die Gruppen gesammelt, die die Begrabungen einer Familie bedeuten. Die Ursache, warum so viele Kreuzsteine sich gerade bei diesem Dorf befinden, ist heute noch ein Geheimnis.
 
 
 
 
HAGHARTSIN
 
In den Urwälder der Region von Tavusch kann man ein Meisterwerk der armenischen Baukunst, ein Beispiel wie die Natur mit der Architektur harmonieren kann: das Kloster Hagharzin sehen.
 
Der Klosrekomplex wurde in der Schlucht des Flusses Hagharzinka, 18 km von der Stadt Dilijan entfernt, in X-XII Jh. gegründet. Auf dem Territorium des Klosters sind die Hauptgebäude: die Kirchen des Hl. Grigors, der Hl. Muttergottes, des Hl. Stephans, die Kappele, das Grabmal der Familie Bagratiden und sonstige Wirtschaftsgebäuden geblieben.
 
Die Grigorskirche stammt aus dem X Jh. Das ist ein einfacher Bau mit dem kreuzförmigen Gewölbe. Die Hauptkirche – die Muttergotteskirche, wurde im Jahre 1281, und die Stephanskirche im Jahre 1244 errichtet. Im XIII Jh. wurde die Vorkirche der Grigor des Erleuchterskirche erbaut.
Sehr interessant ist das Refektorium des Klosters, das aus dem Jahr 1248 stammt. Das ist eines von den zwei grossen mittelalterischen Refektorien, die erhalten sind. Das zweite befindet sich im Kloster Haghpat.
 
 
GOSHAVANK
Das Goschavankkloster liegt in der Region von Tavusch. Es wurde im Jahre 1188 von Mechitar Gosch, dem berühmten Gesetzschreiber und Fabeldichter des Mittelalters erbaut. Goschavank wurde an der Stelle gebaut, wo früher eine Kirche stand, die durch Erdbeben zerstört war.
 
Im Kloster sind die Kirche der Muttergottes, gebaut im Jahte 1196, Grigorskirche-1231, Grigor des Erleuchterskirche -1241, auch die Bibliothek, gebaut im Jahre 1291 und die Schule aus dem XIV Jh. geblieben. Auf dem Territorium des Klosters gibt es wunderschöne Kreuzsteine, darunter ein sehr interessanter Kreuzstein mit dem Namen ,,Stickerei,,von dem Meister Poghos Achbar (Bruder Poghos). Laut den Geschichtsangaben waren im Goschavank einmal die Universität und die Bibliothek, in der viele alte Handschrifte aufbewahtr wurden.
 
Während seiner Geschichte wurde das Kloster mehrmals von ausländischen Feinden erobert, zerstört und beraubt, später aber wiederaufgebaut. Gerade in Goschavank schrieb Mechitar Gosch sein erstes Buch ,,Gesetzbuch,,.
 
 
 
ODZOUN
 
Odzun, eines von den grössten Dörfer in Armenien, befindet sich in der Region Lori. Die Stadt Wanadzor ist das Zentrum dieser Region und ist 145 km. von Erewan entfernt.
 
Im Dorf Odzun steht ein sehenswürdiges Denkmal des frühen Mittelalters – die Kirche Odzun. Das ist eine dreischiffige Basilika. Das exakte Datum des Baues ist unbekannt, aber der architektonische Stil und die Konstruktionseigenschaften entsprechen dem VI Jh. Später wurde die Kirche renoviert und bis heute gut erhalten ist.
 
Nördlich von dem Bauwerk steht ein Denkmal aus dem VI Jh., das eine Anerkennung als vollendetes Muster der memolialen Bau- und Bildhauerkünste fand. Das Denkmal ist 8,5 m hoch.
 
KLOSTER HAGHBAT
 
 
6 km von der Stadt Alaverdi entfernt im Norden Armeniens liegt der grösste Klosterkomplex des mittelalterischen Armenies – das Kloster Haghbat. Der Komplex wurde im X Jh. von Aschot III Bagratuni errichtet. Im Jahre 991 wurde die Kirche des Hl. Zeichens mit berühmten Fresken über dem Hauptaltar, die bis heute zu sehen sind, erbaut. Der Architekt des Baues war Trdat, von wem auch die armenische Haupstadt Ani war. Haghbat hatte seine Bibliothek, die eine grosse Rolle bei der Schaffung und Aufbewahrung der armenischen Handschriften spielte.
 
Vielmals wurde das Kloster von ausländischen Feinden zerstört und verwüstet. Im XII Jh. versteckten die Mönche bei der seldschukischen Invasion einen Teil von Handschriften in den Höhlen. Diese Handschrifte kann man heute in Matenadaran sehen.
 
Im Kloster Haghbat befindet sich das grösste Refektorium, das eine Fläche von 340 Qudratmeter einnimmt. Im Jahre 1245 wurde ein Glockenturm mit ziehmlich komplizierter Konstruktion erbaut. Im Jahre 1257 errichtete Vater Hamazasp eine grosse Kapelle, die später Hamazasphaus gennant wurde. Zum Kloster gehören auch die kleine Grigorskirche (1005) und Muttergotteskapelle (XIII Jh). Die Vorkirche der Hl. Zeichenskirche gehört auch zur diesen historischen Periode. Einige Kreuzsteine stehen im hinteren Hof des Kloster. Der berühmteste von denen ist ,,Erlöserkreuzstein,, mit den Darstellungen der Kreuzigung und anderen biblischen Motiven.
 
Mit dem Kloster Haghbat ist auch der Name des talentvollen armenischen Dichters und Komponisten Sajat-Nova verbunden. Sajat-Nova wurde in Sanahin geboren, lebte und arbeitete aber als Musiker im Hof des georgischen Königs. Im Jahre 1775 wurde er nach Haghbat verbannt und lebte dort als Mönch bis zur Ende seines Lebens.
 
In einem klaren Tag kann man das Kloster von weitem sehen, bei dem Nebel hört man nur seine Glocken.
 
 
 
SANAHIN MONASTERY
Das Kloster Sanahin liegt im Dorf Sanahin der Region Lori, nicht weit von der Stadt Alawerdi. Es gehört zum X Jh. und besteht aus einigen Kirchen, Vorkirchen, Bibliothek, Kapellen und sonstigen Bauten. Die Hauptkirche – Erlöserskirche, wurde in 967-972 von der armenischen Königin Chosrovanusch errichtet. Das älteste Bauwerk ist Muttergotteskirche aus den 928-944 Jahren. Später, in X-XI Jh. wurden die Grigorskirche mit dem Skriptorium und Akademie des Grigor Magisters gebaut. Der Glokenturm und die Vorkirche wurden im XIII Jh. angebaut.
 
Matenadaran von Sanahin oder Skriptorium der alten Handschriften ist ein eigenartiger Bau des mittelalterischen Armeniens. Vier Halbsäulen der Halle sind mit schönen Mustern verziert. Jede Säule symbolisiert eine Wissenschaft. Sehr interessant ist die Akademie des Grigor Magiters, die zwischen zwei Kirchen steht. Viele berühmte Theologen und Gelehrten studierten und später auch unterrichteten in diesem Kloster.
 
 
 
MUSEEN
 
EREBUNI – Museum der Geschichte der Stadt Erewan
 
 Zum Unterschied von verschiedenen Städten der Welt, deren Herkunft auf mehrere Jahre zurückgehen oder in den Mythen und Legenden verewigt sind, hat die Stadt Erewan ihre ,,Geburtsurkunde,,, deren Echtheit nicht anzuzweifeln ist.
 
Bei den archäologischen Ausgrabungen im Jahre 1950 auf dem Hügel Arin-Berd in Jerewan, fanden die Archäologen eine Keilschift an einem Basaltstein, wo steht, dass Argischti I, der König des Staates Urartu und Sohn von Menua, diese Stadt zum Schrecken seinen Feinden errichtete. Das Wort ,,erebuni,, bedeutet ,,Sieg,,.
 
Heute ist Erewan 2790 Jahre alt. Das Museum Erebuni wurde im Jahre 1968 im Südosten der armenischen Hauptstadt, am Fuss des Hügels Arin-Berd errichtet. Einmal war hier die Festung Erebuni. Dieses Museum ist nur ein Teil des Komplexes, der auch archäologische Denkmäler und Funde aus Schengavit und Karmir-Blur aufnimmt.
 
Im Museum von Erebuni sind verschiedene Keilschrifte der Urartuperiode, Schmucksachen, Waffen und andere Exponate ausgestellt. Die Besucher können auf Hügel steigen und das ganze Panorama der Festung Erebuni sehen.
 
 
 
MATENADARAN
 
Armenische Sprache stellt ein Einzelzweig in der indoeuropeischen Sprachfamilie vor. Das armenische Alphabet wurde im Jahre 405 von Mesrop Maschtoz geschaffen. Es war der Grund für die Enwicklung der nationalen Sprache und Kultur. Die alte Historiker und Chroniker von Armenien liessen eine reiche Erbschaft der eigenartigen Handschriften. Im Matenadaran, das den Namen des berühmten Maschtozes trägt, bewahrt man mehr als 25000 Handschrifte auf, die sehr wertvoll für die Untersuchung der Sprache und Kultur der antiken Periode sind. Ausserdem, befinden sich viele Handschrifte in den Bibliotheken von Wien, Venetik, London, Jerusalem und anderen Städten.
 
Das wissenschaftliche Institut der alten Handschriften befindet sich im Gebäude von Matenadaran, und gilt mit Recht eine von den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten von Erewan. In der Haupthalle sind die kostbare Handschrifte aus den 5-6 Jh. verschiedener Inhalt: Bibel, historieche, theologische und philosophische Traktate, naturwissenschftliche Arbeiten ausgestellt. Einige Handschrifte sind mit feinen Miniaturen bemalt.
 
Auf dem Platz vor Matenadaran steht die Statue von dem Schöpfer des armenischen Alphabets Mesrop Maschtoz, von beiden Seiten – Statuen der anderen berühmten Gelehrten Armeniens: Movses Chorenatsi – berühmter Chronist und Historiker, Anania Schirakatsi – Mathematiker, Geograph und Astrolog, Frik – berühmter Dichter aus dem XIII Jh., Mechitar Gosch – Autor des ersten Gesetzbuches, Grigor Tatevatsi – hervorragender Philosoph und Toros Roslin – berühmter Miniaturmaler. Die Fresken an den Wänden der Vorhalle sind von dem talentvollen Maler Wahan Chatschaturjan bemalt. Die symbolisieren drei wichtigste Periode in der historischen Vergangenheit des armenischen Volkes.
  
 
 
STATUE DER MUTTER-ARMENIEN
 
Die riesige Frauenstatue auf einem 36 Meter hohen Postament, mit dem Schwert in der Hand und dem Schild beim Füsse symbolisiert den Kampf des armenischen Volkes für Frieden des Vaterlandes. Das Denkmal wurde im Jahre 1960 errichtet.
 
Von diesem Ort öffnet sich ein wunderschönes Panorama auf die Stadt Erewan. Die armenische Hauptstadt liegt auf 1220 Meter ü. M., am Ufer des Flusses Hrasdan, der aus dem Sewansee entsprigt. Das Panorama der Stadt ergänzt die Aussicht auf den biblischen Berg Ararat, der 50 km. von Erewan entfernt ist. Der Überlieferung nach, gerade auf diesen Berg landete Arche Noah nach der Sintflut.
 
 
 
CAFÉ POPLAVOK
 
Die Parks und grüne Zonen von Erewan, die das Zentrum der Hauptstatd umfassen und einen sogenannten ,,grünen Ring,, bilden, sind an vielen Freihimmelscafes und Restaurants reich.
 
Café ,,Poplavok,, oder ,,Aragast,, (Segel) ist eines von denen. Das ist ein beliebter und populärer Ort für Einwohner von Erewan. Abends spielt hier die Jazzband.
 
 
 
 DENKMAL DEM DAVID VON SASUN
 
Das Denkmal dem Held des armenischen Eposes David von Sasun steht auf dem Platz vor dem Bahnhof von Erewan. Der Bildhauer ist der berühmte armenische Künstler Erwand Kotschar. David von Sasun ist ein Sinnbild für den Sieg über die ausländischen Eroberer und Streben nach Unabhängigkeit. Die Gestalt dieses Helden ist ein Symbol der armenischen Hauptstadt.
 
 
 
 
VERNISAGE
Vernisage ist eine Messe von Bilder und verschiedenen Antiquitäten, die am Wochenende im Zentrum von Erewan, nicht weit von den Republikplatz stattfindet. Das ist eine farbenreiche Freihimmelsausstellung der angewandten Kunst. Hier kann man ausgezeichnete Gemälde der armenischen Meister, Sachen aus der Edel- und Halbedelsteine von meisterhaften Juwelire finden. Besonders interessant sind die Souvenirs und Schmucksachen aus Obsidian und dem schwarzen oder braunen vulkanischen Glas. Armenier nennes es ,,Teufelsnagel,,.
 
In der Vernisage kann man auch die Werke der zeitgenossischen armenischen Maler finden. Hier kann man auch eigenes Porträt bestellen.