

Fläche: 9.596.960 qkm.
Bevölkerungszahl: 1.306.313.810 (2005).
Bevölkerungsdichte: 136 pro qkm.
Hauptstadt: Beijing (Peking). Einwohner: 7.480.600 (2005). Die größte chinesische Metropole ist Shanghai mit 14.608.500 Einwohnern (2005). Es gibt etwa 50 weitere Städte, in denen über 1 Mio. Menschen leben.
Geographie: China ist flächenmäßig das drittgrößte Land der Welt. Im Norden grenzt es an Kasachstan, die Mongolei und die Russische Föderation, im Osten an Nordkorea, das Gelbe Meer und das Ostchinesische Meer (mit Macau an der Südostküste), im Süden an Vietnam, Laos, Myanmar, Indien, Bhutan und Nepal und im Westen an Pakistan, Indien, Afghanistan, Kirgisistan und Tadschikistan. China besteht aus 22 Provinzen, 5 autonomen Gebieten und 4 regierungsunmittelbaren Städten. Die landschaftliche Vielfalt reicht vom Hochland im Westen mit über 8000 m hohen Bergen, bis zu den Tiefebenen im Osten. Etwa ein Drittel des Landes ist Gebirge. Die bekanntesten Gebirgsketten sind der Himalaja, die Altai-Berge, die Tianshan-Berge und die Kunlun-Berge. An der Grenze zu Nepal liegt der 8850 m hohe Mount Everest. Im Osten und Westen davon liegen die Qinghai-Hochebene und die Tibet-Hochebene; letztere ist über 4000 m hoch und wird das »Dach der Welt« genannt. Am Fuß der Tianshan-Berge liegt die Turfan-Tiefebene, die mit 154 m unter dem Meeresspiegel Chinas tiefsten Punkt bildet. Der Gelbe Fluß (Huang He) und der Yangtse Kiang (Chang Jiang) sind die bekanntesten Flüsse. Nur 10% der Fläche eignen sich für die Landwirtschaft. Die Küste hat eine Gesamtlänge von 18.000 km.
Staatsform: Sozialistische Volksrepublik. Verfassung von 1982, letzte Änderung 1999. Einkammerparlament: Quanguo Renmin Daibiao Dahui (Nationaler Volkskongreß mit 2985 Sitzen). Staatsoberhaupt: Hu Jintao, seit 2003. Regierungschef: Wen Jiabao, seit 2003. Der Nationale Volkskongress (NVK) ist das mächtigste staatliche Organ. Die Abgeordneten werden alle 5 Jahre von den Provinzparlamenten, den autonomen Gebieten und Städten sowie der Volksbefreiungsarmee gewählt. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ist das oberste, politische Machtzentrum. Das oberste Entscheidungsgremium ist der Ständige Ausschuss des Politbüros mit dem Generalsekretär der Partei und weiteren sechs Mitgliedern.
Sprache: Amtssprache ist Mandarin. Neben zahlreichen regionalen Dialekten sprechen größere Gruppen Kantonesisch, Fukienesisch, Xiamenhua und Hakka. Die autonomen Regionen haben ihre eigenen Sprachen, wie z. B. Tibetisch und Mongolisch. Übersetzer- und Dolmetscherdienste sind gut. Englisch wird teilweise in Geschäftskreisen sowie in Geschäften, Hotels und von Reiseleitern gesprochen.
Religion: Die wichtigsten Religionsrichtungen sind der Buddhismus, der Taoismus, der Konfuzianismus und der Islam. Christliche, hinduistische und lamaistische Minderheiten.
Ortszeit: MEZ + 7. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in China.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter + 7 Std. und im Sommer + 6 Std.
Netzspannung: Landesweit 220 V, 50 Hz. Je nach Region sind aber Adapter für zweifache bzw. dreifache Flachstecker erforderlich, deshalb werden Mehrfachadapter empfohlen.
Post- und Fernmeldewesen:
Telefon: Teilweise internationale Direktdurchwahl. Das Telefonnetz ist veraltet. Oft ist es einfacher, Auslands- als Inlandsgespräche zu führen. In den großen Hotels ist internationale Direktdurchwahl möglich. Ortsgespräche sind in der Regel kostenlos. In den Großstädten gibt es inzwischen öffentliche Kartentelefone, von wo ebenfalls ins Ausland telefoniert werden kann.
Landesvorwahl: 86.
Mobiltelefon: GSM 900 mit Empfangs-/Sendebereich in Beijing, Guangzhou (Kanton) und Shanghai und in den meisten anderen Stadtgebieten im Südosten und Osten, einschließlich Chengdu and Chongqing. Netzanbieter sind China Mobile (Internet: www.chinamobile.com) and China Unicom (Internet: www.netchina.com.cn).
Fax: Größere Hotels bieten immer häufiger Faxdienste an, jedoch kann man meist nur Faxe empfangen. Die Kosten sind im allgemeinen hoch. Faxe können auch von Internetcafés aus verschickt werden.
Internet/E-Mail: Netzanbieter: Eastnet China Ltd. (Internet: www.eastnet.com.cn). Internetcafés in größeren Städten.
Post: Post nach Europa benötigt ca. eine Woche. Alle Postsendungen sollten mit der Aufschrift
The People's Republic of China (»Volksrepublik China«) versehen sein. Große Postämter haben von 08.00-19.00 Uhr geöffnet, kleinere kürzer. Briefmarken sind in Hotels erhältlich, dort können Postkarten und Briefe auch aufgegeben werden.
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Gesetzliche Feiertage: 1./2. Jan. 2005 Neujahr.
9. - 11. Febr. Chinesisches Neujahr.
1. - 3. Mai Tag der Arbeit. 1. - 3. Okt. Nationalfeiertage.
1./2. Jan. 2006 Neujahr.
29.-31. Jan. Chinesisches Neujahr.
1. Mai Tag der Arbeit. 1. Okt. Nationalfeiertage.
Anmerkung: Zusätzlich zu den oben aufgeführten Daten treten folgende Feiertage regional auf:
8. März Internationaler Frauentag.
4. Mai Tag der Jugend. 1. Juni Internationaler Tag der Kinder.
1. Aug. Tag der Streitkräfte.
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Gesundheit:
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Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen
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Impfschein
erforderlich
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Gelbfieber
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Nein
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1
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Cholera
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Nein
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Nein
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Typhus & Polio
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2
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-
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Malaria
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3
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-
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Essen & Trinken
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4
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-
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[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben.
[2]: Impfschutz gegen Poliomyelitis und Typhus sind sinnvoll.
[3]: Malariarisiko durch die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax besteht in Fujian, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hainan, Sezchuan, Xizang und Yünnan. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum nimmt Richtung Süden hin zu und tritt in Hainan und Yunnani auf. Das Malariarisiko in Anhui, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Shandong, Shanghai und Zheijiang ist gering, lokale Ausbrüche erhöhen jedoch das Risiko. In den Regionen nördlich 33° nördlicher Breite besteht das Übertragungsrisiko von Juli bis November in Höhen unter 1500 m, zwischen 33° und 25° nördlicher Breite von Mai bis Dezember und in den Regionen südlich 25° nördlicher Breite das ganze Jahr über.
[4]: Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Schweinefleisch, rohe Salate, Mayonnaise und Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Gemüse und Obst schälen.
Vorsichtsmaßnahmen: Tollwut kommt vor. Asien gilt als der Kontinent mit den meisten Tollwuterkrankungen. Überträger sind u.a. Hunde (Hauptüberträger), Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen landesweit im Süßwasser vor; zu einer weiteren Zunahme in letzter Zeit ist es besonders in den zentralen und östlichen Landesteilen Hubei, Honan, Jiangxi, Anhui, Jiangsu sowie in den Regionen am Jangtse gekommen. Das Schwimmen oder Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind ungefährlich.
Hepatitis A und B kommen vor (letztere vor allem im Westen des Landes), Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz ist gegen Hepatitis A und bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch gegen Hepatitis B sinnvoll.
Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von April bis Oktober vor allem in den zentralen und östlichen Provinzen (Ausnahmen: Xizang (Tibet), Xinjiang und Quinghai). Besonders in der Provinz Guandong in Südchina kommt es zu einer Zunahme der Infektionen mit der Japanischen Enzephalitis.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt an der südlichen Küste vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
HIV / Aids wird auch in China zu einem Problem und evtl. zu einer Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Zu diesen zählen Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen sowie Bluttransfusionen.
Zecken kommen landesweit vor.
Geringes Infektionsrisiko durch Pest. Vorkommen v.a. in Qinghai und Xizang.
Gesundheitsvorsorge: Die medizinische Versorgung ist preiswert, entspricht insbesondere außerhalb der großen Städte jedoch nicht westlichem Standard. Heilmethoden der traditionellen chinesischen Medizin (z. B. Akupunktur) sind weit verbreitet. Zahlreiche westliche Medikamente sind allerdings nicht erhältlich und die Verständigung kann ohne chinesische Sprachkenntnisse sehr problematisch sein. Eine Reiseapotheke sollte vor allem Mittel gegen Darm- und Erkältungskrankheiten und Einwegspritzen enthalten. Arzt- und Krankenhausrechnungen müssen in der Regel sofort nach der Behandlung in bar bezahlt werden. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen.
Vogelgrippe: In China werden immer wieder neue Fälle der Vogelgrippe gemeldet. Nach dem Verenden von mehr als tausend Wildgänsen durch Influenza A(H5N1) im Mai am Qinghai-See, dem größten Salzwassersee Chinas in der gleichnamigen Provinz, breitet sich die hochpathogene Vogelgrippe im Westen Chinas aus und greift trotz vorbeugender Massenimpfungen auch auf Nutztiere über. Ein größerer Ausbruch mit 13.000 Tieren wird im Juni von einer Farm aus Tacheng im NW der Xinjiang-Provinz, unmittelbar an der Grenze zu Kasachstan, gemeldet. Ein neuer Ausbruch bei wilden Wasservögeln wurde Ende Juni in Changji, 30 km westlich von Urumqi, Provinzhauptstadt von Xinjiang, registriert; hier sind über 120 Tiere betroffen. Offenbar wird der Erreger in dieser Region von Zugvögeln verbreitet, die im Frühjahr in großen Scharen über den Himalaya aus ihren Winterquartieren im Süden einfliegen. Presseberichte über menschliche Erkrankungen in dieser Gegend wurden bisher nicht bestätigt. China hatte seit dem letzten Auftritt der Seuche im Juli vorigen Jahres in der Provinz Anhui (O) weder Ausbrüche bei Tieren noch Erkrankungen beim Menschen gemeldet. Im Zusammenhang mit der Vogelgrippe wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden. Nähere Informationen zum Thema Vogelgrippe gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
HIV-Test und andere: Für Arbeits- und Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") mit Befunden von Röntgenaufnahme des Thorax, EKG und Labor (inklusive Syphillis-Test) sowie ein HIV-Test in chinesischer und englischer Sprache verlangt (Formular auf Anfrage über die Botschaft).
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Währung: 1 Renminbi Yuan = 10 Jiao = 100 Fen.
Währungskürzel: RMB¥, CNY (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 10, 5, 2 und 1 ¥ sowie 5, 2 und 1 Jiao. Münzen sind in Nennbeträgen von 1 ¥ und 1,5 Jiao sowie 5, 2 und 1 Fen im Umlauf.
Geldwechsel: Der RMB ¥ wird außerhalb Chinas nicht gehandelt. Ausländische Währungen und Reisechecks können in allen internationalen Banken und Hotels gewechselt werden. In den Hotels und den sogenannten
Friendship Stores kann man die für Besucher importierten Luxusartikel (wie Spirituosen) in Devisen bezahlen.
Kreditkarten: Eurocard/MasterCard, Visa, Diners Club und
American Express werden in internationalen Hotels und größeren Geschäften angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Die Gründung des Chinesischen Bankvereins hat die Verwendung von Kreditkarten der staatseigenen Banken in China vorangetrieben. Dennoch gibt es in China gerade mal knapp 43.000 Geldautomaten.
Reiseschecks: Sollten in US-Dollar ausgestellt sein.
Devisenbestimmungen: Reisende, die ihren Wohnsitz in China haben: Die Einfuhr der Landeswährung ist auf 6.000 RMB ¥ in bar pro Person begrenzt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist auf den Gegenwert von 1.000 US$ in bar pro Person begrenzt. Deklarationspflicht für höhere Beträge.
Reisende, die ihren Wohnsitz außerhalb von China haben: Die Einfuhr der Landeswährung ist auf 6.000 RMB ¥ in bar pro Person begrenzt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist auf den Gegenwert von 5.000 US$ in bar pro Person begrenzt. Deklarationspflicht für höhere Beträge.
Die Ausfuhr der Landeswährung ist für alle Reisenden auf den Gegenwert von 6.000 RMB ¥ in bar pro Person begrenzt. Fremdwährungen können in Höhe der angegeben, eingeführten Beträge ausgeführt werden. Deklarationspflicht für höhere Beträge.
Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr, 14.00-17.00 Uhr.
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Flugzeug: Für Langstrecken im Binnenverkehr ist das Flugzeug unentbehrlich. Die
Civil Aviation Administration of China (CAAC) ist die Dachorganisation zahlreicher regionaler Fluglinien wie
China Northern, China Eastern, China Southern, Great Wall oder
Yunnan Airlines, die über 80 Städte mit Beijing verbinden. Es gibt regelmäßige Flüge von Beijing und Guangzhou (Kanton) nach Hongkong. Flugtickets werden normalerweise von den Reiseleitern gekauft und sind in den Reisekosten enthalten. Individualreisende können durch das örtliche
CITS-Büro buchen, das eine geringe Provision verlangt, oder die Flugtickets im Büro der Fluggesellschaft kaufen. Im Mai, September und Oktober wird Vorausbuchung empfohlen. Touristen bezahlen einen Zuschlag für Bahnfahrkarten (70%) und Flugtickets (100%). Check-In-Schalter öffnen 90 Min. und schließen 30 Min. vor Abflug. Alle Provinzhauptstädte sind mit dem Flugzeug erreichbar.
Flughafengebühren: Beijing: 50 RMB ¥.
Shanghai: 50 RMB ¥. Kinder unter 2 Jahren sind von den Gebühren befreit.
Schiff: Fährverkehr auf allen größeren Flüssen. Die Küstenfähren verkehren zwischen Dalian, Tianjin (Tientsin), Qingdao (Tsingtao) und Shanghai.
Victoria Cruises (Internet:
www.victoriacruises.com) bietet ganzjährig Fahrten auf dem Yangtse Kiang zwischen Chongquing und Shanghai über Wuhan und Shashi an.
Bahn: Das Eisenbahnstreckennetz hat eine Gesamtlänge von 52.000 km. Züge sind Hauptverkehrsmittel im Fracht- und Personenverkehr in China und meist sicher und pünktlich. Die Hauptstrecken führen von Beijing nach Guangzhou, Shanghai, Harbin, Chengdu und Urumqi. Es gibt Direktverbindungen von Beijing über Guangzhou nach Hongkong und von Beijing nach Tianjin. Es gibt vier Klassen: Holzsitz, Polstersitz, Hartlieger und Weichlieger (harte oder gepolsterte Betten). Preisnachlässe für Kinder werden praktisch berechnet: Kinder, die kleiner als 1 m sind, fahren kostenlos; Kinder unter 1,30 m bezahlen 25% des Fahrpreises. Auf den großen Bahnhöfen gibt es spezielle Schalter mit englischsprachigem Personal.
Gepäckbestimmungen: Erwachsene max. 20 kg, Kinder max. 10 kg und Diplomaten max. 35 kg.
Bus/Pkw: Rechtsverkehr. Ca. 80% der chinesischen Ortschaften sind an das Straßennetz angeschlossen, außer Motno und Tibet. Die Straßen sind nicht immer gut, Fahrzeuge sollten absolut verkehrstüchtig sein. Man unterschätzt leicht die Entfernungen. China ist ein Agrarland, und Autowerkstätten entsprechen nicht westlichem Standard. Von Beijing nach Shanghai sind es 1461 km und von Beijing nach Nanjing (Nanking) 1139 km.
Fernbus: Busverbindungen zwischen den größeren Städten, die Busse sind jedoch oft überfüllt.
Mietwagen nur mit Chauffeur sind erhältlich. Selbstfahren von Mietwagen ist problematisch, weil die Autovermietungsfirmen den Reisepaß des Fahrers einbehalten und Ausländern nur in Sonderfällen das Fahren gestattet ist. Autofahren ist in China nur Mitgliedern einer Reisegruppe erlaubt, die über eine Sondergenehmigung verfügen.
Stadtverkehr: Die offiziellen Reiseleiter bemühen sich darum, daß die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel reibungslos verläuft.
Busse sind sehr preisgünstig, jedoch oft überfüllt.
U-Bahnnetze gibt es in Beijing, Shanghai und Tianjin. Wegen der Austragung der Olympischen Spiele 2008 in Beijing soll bis dahin das U-Bahn-System stark erweitert werden. Eine Magnetschienenbahn verbindet den Flughafen Schanghai Pudong (PVG) mit der Metro-Linie 2 am Longyang-Bahnhof (Fahrzeit: 8 Min.) am Stadtrand von Shanghai. In zahlreichen anderen Städten gibt es
Straßenbahnen oder Oberleitungsbusse.
Taxis gibt es in den Großstädten und sind leicht zu finden. Über den Kilometerpreis gibt ein Aufkleber außen an der Autotür Auskunft. Man sollte darauf achten, daß der Taxameter eingeschaltet ist. Es gibt eine Grundgebühr und einen streckenabhängigen Preis. Wenn möglich, sollte der Preis vor Fahrtantritt ausgehandelt werden. Die Taxifahrer verstehen jedoch in den seltensten Fällen eine Fremdsprache. Deshalb sollten sich Reisende von ihrem Hotel eine chinesisch geschriebene Adresse des Fahrzieles geben lassen und für die Rückfahrt eine Visitenkarte des Hotels. Man kann Taxis auch ganztags mieten.
Motorrad-Taxis, Motorrad-Dreiräder und
Fahrrad-Rikschas stehen an Bahnhöfen und Busbahnhöfen zur Verfügung.
Fahrräder können u. a. in größeren Hotels und bestimmten Geschäften gemietet werden. Fahrradfahrer müssen langsam fahren und ständig klingeln.
Fahrzeiten: von Beijing zu folgenden größeren chinesischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
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|
Flugzeug
|
Bahn
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|
Tianjin
|
0.50
|
1.40
|
|
Wuhan
|
1.45
|
16.00
|
|
Xi'an
|
1.55
|
22.00
|
|
Nanjing
|
1.40
|
15.00
|
|
Shanghai
|
1.50
|
20.00
|
|
Chengdu
|
2.25
|
60.00
|
|
Kunming
|
3.20
|
80.00
|
|
Guangzhou
|
3.00
|
37.00
|
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Urumqi
|
4.00
|
95.00
|
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Urlaubsorte & Ausflüge: China besteht aus 26 Provinzen mit eigenen Dialekten und markanten regionalen Unterschieden. Insgesamt 23 Sehenswürdigkeiten in China wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Reiserouten werden normalerweise nach besten praktischen Gesichtspunkten von
CITS (s.
Kontaktadressen) geplant, die auch Reiseleiter stellen. Die
CITS-Führer sind sehr hilfsbereit. Auch für Individualreisende wird Reisen in China immer einfacher. Auskünfte von den Fremdenverkehrsämtern (s.
Kontaktadressen).
Beijing (Peking) und der Nordosten: Beijing ist symmetrisch angelegt und besteht aus drei ineinandergesetzten Rechtecken. Das innerste Rechteck ist die »Verbotene Stadt«, früher die Residenz der Ming- und Qing-Kaiser und heute ein Park mit Museum. Im mittleren Rechteck befinden sich Parkanlagen und die Wohnstätten hoher Regierungsbeamter. Im äußeren Rechteck liegen die Vorstadt, die Märkte und die alten Wohnviertel. Eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten ist der
Kaiserpalast in der Verbotenen Stadt: ein architektonisches Meisterwerk mit prachtvollen Sälen, sechs Hauptpalästen, zahlreichen Nebengebäuden und Gärten.
Mei Shan (»Kohlenhügel«) ist ein hochgelegener Park mit atemberaubender Aussicht.
Beihai-
Park ist einer der schönsten Parks Beijings. Der
Tiananmen-Platz (»Platz des Himmlischen Friedens«) ist der größte öffentliche Platz der Welt; er ist von Museen, Parkanlagen und der Universität umgeben. Der
Himmelstempel ist ein herausragendes Beispiel für die chinesische Architektur des 15. Jahrhunderts. Die Olympischen Spiele 2008 werden in Beijing ausgetragen. Der
Sommerpalast, die Sommerresidenz der Kaiser der Qing-Dynastie, auch als
Museum Gardenbekannt, mit seinen schönen Parkanlagen liegt nur knapp 20 km von Beijing entfernt am Kunmingsee.
Ein Teil der beeindruckenden
Großen Mauer ist ebenfalls leicht von der Hauptstadt erreichbar: in der Nähe von Badaling kann man sich einen Eindruck dieses 5400 km langen Bauwerkes aus Granit und Backstein verschaffen, das 2600 Jahre alt und eines der sieben Weltwunder ist.
In den
Ming-Grabstätten sind 13 Kaiser der Ming-Dynastie (1368-1644) beigesetzt. Zwei Grabstätten hat man freigelegt, eine davon ist für Besucher zugänglich.
Pingyao oder "Schildkrötenstadt" in der Provinz Shanxi südwestlich von Beijing ist eine alte Stadt mit Befestigungsmauer, deren historische Gebäude erstaunlich gut erhalten sind.
Die
Höhle des Peking-Menschen, im Dorf Zhoukoudian am Fuße des Longgu Berges, 42 km südwestlich von Beijing, weist Überreste einer prehistorischen Kultur auf, die Feuer und Steinwerkzeuge bereits 690.000 Jahre v. Chr. einsetzte.
Beidaihe, ein kleiner Badeort an der Küste, 277 km von Beijing entfernt, mit Stränden, Tempeln und Parkanlagen, ist ein beliebtes Urlaubsziel der Beijinger. Sehenswert sind der Yansai-See und das mächtige
Shan Hai Guan-Tor am Beginn der
Großen Mauer. Chengde ist ein Bergurlaubsort, der schon unter den Qing-Kaisern beliebt war. Es gibt zahlreiche Tempel und Parkanlagen, und auch die Ruinen des Sommerpalastes der Qing-Kaiser sind sehenswert. Der kaiserliche Garten des ehemaligen Palastes ist ein Meisterwerk chinesischer Landschafts- und Gartenbaukunst.
Die acht
Äußeren Tempel am Fuße der Hügel nordöstlich des Palastes sind Beispiele für die architektonischen Stile der verschiedenen Volksstämme (Han, Mongolen und Tibeter). Die über 22 m hohe Buddha-Statue im
Tempel des Allgemeinen Friedens gilt als die größte Holzskulptur der Welt.
Dalian ist Chinas drittgrößte Hafenstadt. Die Stadt war früher von der Sowjetunion besetzt und hat daher eine interessante Mischkultur. Hafenrundfahrten und Ausflüge in die Wohngebiete, zu den Parkanlagen, dem Xinghai- und dem Tiger Beach Park, und den im Süden gelegenen Stränden werden angeboten.
Harbin, die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang, hat russischen Charakter. Hier konzentriert sich die Industrie des Nordostens. Es gibt einige Parkanlagen und Kriegsdenkmäler. Das berühmte Eisskulpturen-Festival findet jeden Januar statt.
Hohhot, was auf Mongolisch "die grüne Stadt" bedeutet, ist die Hauptstadt der Autonomen Region der Inneren Mongolei und wahrscheinlich die farbigste Stadt Chinas. Es werden mongolische Rodeos unter orientalischen Kuppeln veranstaltet, außerdem Ausflüge in die Grassteppe mit Reitkunstvorführungen und zu den Dörfern, in denen diese Volksstämme wohnen.
Shenyang, einst kaiserliche Hauptstadt, ist heute eine große Industriestadt. Die Ruinen des
kaiserlichen Palastes und zwei interessante Grabmäler bieten sich zur Besichtigung an.
Die nördlichen Provinzen: Lanzhou ist eine Oase an der alten Seidenstraße. Die malerische Stadt hat sich ihren Charme weitgehend bewahrt. Man kann Bootsfahrten auf dem Gelben Fluß zu den buddhistischen
Bilingisi-Höhlen unternehmen.
Dunhuang ist eine 2000 Jahre alte Stadt am Rand der Wüste, einstmals eine wichtige Karawanserei an der Seidenstraße. Die ältesten buddhistischen Schreine Chinas befinden sich in den
Magao-Höhlen. Die antiken handgeschnitzten Schreine sind ein Nationalschatz und spiegeln tausend Jahre der Buddhaverehrung wider (4.-14. Jh.).
Turpan und
Urumqi, kleine exotische Städtchen, liegen im fernen Nordwesten des Landes am Rand der großen Wüste Xinjiang (Takla-Makan). Diese größtenteils islamischen Städte sind nicht nur vom Stadtbild her anders als die meisten chinesischen Städte. Anders sind auch der Kleidungsstil der Bewohner, ihre Lebensart und die freien Märkte, die außerhalb der staatlichen Planwirtschaft operieren. Mit der faszinierenden Geschichte kann man sich in den Museen beider Städte vertraut machen.
Tibet (Xizang): Tibet, als »Dach der Welt« bekannt, ist erst seit 1980 für Besucher zugänglich. Am einfachsten ist es, Tibet als Teilnehmer an einer organisierten Reise zu bereisen. Wer individuelles Reisen dennoch vorzieht beziehungsweise mehr Flexibilität wünscht, kann zu bestimmten Zeiten auch an einem
FIT-Program (Foreign Individual Tourists), einem kürzeren und gelockerten Programm teilnehmen. Mehr Informationen dazu auf der Website von
Tibet Tourism Bureau / Shanghai Office
(Internet:
www.tibet-tour.com/tourindex/tourist/fit.htm).
Lhasa liegt auf einer Höhe von 3700 m. Der Name bedeutet »Stadt der Sonne«, obwohl es sechs Monate im Jahr außerordentlich kalt ist. Bevor Lhasa im 7. Jh. die Hauptstadt Tibets wurde, hatte das Gebiet Shannan schon eine Geschichte von rund 800 Jahren. Es war der Sitz von 32 tibetischen Königen. Die isolierte Lage Tibets, der außergewöhnliche, von alters her überlieferte Lebensstil und die religiösen Bräuche sind die Hauptattraktionen des Landes. Die berühmteste Sehenswürdigkeit Tibets ist der
Potala, der ehemalige Palast des Dalai Lama. Das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert ist heute ein in der Welt einzigartiges Museum; in ihm gibt es ein unterirdisches Labyrinth von Verliesen und Folterkammern, große juwelenbesetzte Buddhas, prunkvolle Schätze und 10.000 Kapellen mit Wanddekorationen aus Totenschädeln und Gebeinen. Andere sehenswerte Gebäude sind das
Drepung-Kloster und der
Jokhang-Tempel mit einem goldenen Buddha. Die Höhenlage macht manchen Reisenden zu schaffen.
Anmerkung: Es ist ratsam um Erlaubnis zu fragen, bevor man in buddhistischen Tempeln fotografiert.
Die mittleren Provinzen: Chengdu ist die Haupstadt der Sezchuan-Provinz und ein bedeutendes landwirtschaftliches Zentrum. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Schreine aus der Tang-Dynastie, alte Parkanlagen und Bambuswälder, buddhistische Tempel und ein uraltes buddhistisches Kloster. Chengdu ist der Ausgangspunkt für Ausflüge nach
Emei Shan und zu den heiligen Bergen Gongga und Siguniang.
Wuhan am Yangtse ist eine Industriestadt, doch auch hier gibt es buddhistische Tempel, einladende Parkanlagen und Seen.
Xi'an zählte einst zu den größten Städten der Welt. Es war die Hauptstadt von 11 Dynastien. Neben Beijing ist sie die größte Touristenattraktion Chinas. Die berühmteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist das
Qin-Shi-Huangdi-Grabmal mit seiner Terrakotta-Armee aus über 6000 lebensgroßen Terrakotta-Soldaten und ihren Pferden. Sie wurden mit Kaiser Qin beerdigt, der China vereinte. Außerdem gibt es zahlreiche Grabmäler, Glockentürme, Pagoden, Pavillons und Museen, u. a. ein archäologisches Museum, in dem die Funde aus der neolithischen Stadt Banpo (heute in Xi'an) zu bewundern sind. Xi'an war früher Ausgangspunkt der »Seidenstraße«.
In der Nähe der Industriestadt
Zhengzou, dem Knotenpunkt der Region, liegen die Städte
Luoyang und
Kaifeng, ehemalige Hauptstädte alter Dynastien und daher historisch interessant. In der Nähe von Luoyang befinden sich die
Longmen-Höhlen (»Drachenhöhlen«). Hier liegen über 1300 Höhlen mit über 2100 Grotten und Felsnischen, mehreren Pagoden, unzähligen Inschriften, etwa 100.000 Buddhastatuen und -abbildungen und einem Buddhaschrein aus dem 5. Jahrhundert.
Die östlichen Provinzen: Fuzhou an der Südostküste ist eine reizvolle Stadt an den Ufern des Flusses Min. Die Geschichte der Stadt läßt sich mindestens bis in die Tang-Dynastie vor 2000 Jahren zurückverfolgen. Zahlreiche Parkanlagen, Tempel und mehrere heiße Quellen beleben das Stadtbild.
Hangzhou, ca. 190 km südlich von Shanghai, ist eine der sieben alten chinesischen Hauptstädte. Von Marco Polo wurde sie als »schönste und großartigste Stadt der Welt« und als einer der zwei größten Häfen der Welt beschrieben. Heute ist Hangzhou ein wohlhabendes Industrie- und Agrarzentrum, jedoch noch immer von Besuchern wegen seiner Schönheit geschätzt. Die Seidenfabriken und der Zoo sind sehenswert. Der wahrscheinlich interessanteste Ausflug führt in das Gebiet des Sees westlich der Stadt, in dem man zwischen Trauerweiden und Pfirsichbäumen, schön geschwungenen Brücken, Steingärten und bunten Pagoden wandelt. Hier trifft man auf die
Pagode der Sechs Harmonien sowie Grabmäler und heilige Hügel, Klöster und Tempel, wie z. B. den
Linying-Tempel.
Nanjing, eine weitere ehemalige chinesische Hauptstadt, liegt in herrlicher Landschaft am Ufer des Yangtse und am Fuß des Zijinshan (Purpurberg). Zu den größten Attraktionen zählt das
Grab des Ming-Kaisers. Hier liegt Zhu Yuanzhang begraben, der Gründer der Ming-Dynastie und der einzige Ming-Kaiser, der außerhalb Beijings beerdigt wurde. Reste der Stadtmauer aus dieser Periode sind noch zu sehen. Das
Mausoleum von Chinas erstem Präsidenten, Dr. Sun Yatsen, steht ebenfalls hier. Die
Yangtse-Brücke mit ihrem Aussichtsdeck ist sehenswert, ebenso wie das
Observatorium auf dem Purpurberg oder die Gräber der südlichen Tang-Dynastie, die als »
Unterirdischer Palast« bekannt sind.
Shanghai ist eine der größten Städte der Welt. Die Stadt an der Mündung des Yangtse ist Chinas führendes Industrie-, Handels- und Einkaufszentrum. Außerdem gibt es eine interessante Altstadt, geschäftige Hafenanlagen, herrliche Gärten und Parkanlagen, Museen, Paläste, Pagoden und Tempel zu bewundern. Der kleine
Yu-Yuan-Garten ist über 400 Jahre alt und wurde mit vielen liebevollen Details, Pavillons, Steingärten und Seen nach Plänen antiker Gartenbaukunst angelegt. In den Garten gelangt man durch den
Tempelbasar des Stadtgottes. Einer der bekanntesten buddhistischen Tempel Shanghais ist der
Tempel des Jade-Buddha, die Nachbildung eines Palastes aus der Song-Dynastie, mit einer 2 m hohen Statue aus weißer Jade mit Edelsteinen verziert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das
Museum für Kunst und Geschichte mit Ausstellungsstücken aus allen Dynastien; die
Teppichfabrik, in der man Teppiche kaufen und verschiffen lassen kann; die
Jadewerkstatt und der
Kinderpalast, der einst einem reichen Geschäftsmann gehörte und heute den Kindern der Stadt zur Verfügung steht. Flußfahrten auf dem Huangpu sind ideal, um Shanghai vom Wasser aus kennenzulernen.
Suzhou ist eine der ältesten und schönsten Städte des Landes, deren Gründung über 2500 Jahre zurückliegt. Hier erwarten Besucher schön angelegte Gärten und Seidenfabriken. Über 400 historische Stätten und Anlagen sind geschützt, darunter finden sich so wohlklingende Namen wie »Pavillon der sanften Wellen«, »Garten des bescheidenen Verwalters« und der wunderschöne »Garten zum Verweilen«. Der große Kanal und der Tigerberg sind ebenfalls einen Besuch wert.
Wuxi, nicht weit von Suzhou, ist eine Industriestadt und gleichzeitig Ferienort am Nordufer des Tai-Sees. Hauptanziehungspunkte sind die Gärten, Parkanlagen und Sanatorien am Seeufer, außerdem auch die
Hui-Shan-Tonfigurenfabrik. Wuxi ist fast völlig vom Yangtse umschlossen, und eine Reihe von Bootsfahrten werden angeboten.
Jinan ist als die »Stadt der Quellen« bekannt, außerdem gibt es hier buddhistische Relikte, Parkanlagen und Seen. Die quadratische
Pagode der vier Tore, südöstlich von Jinan, ist die älteste Steinpagode Chinas (6. Jahrhundert).
Qingdao ist einer der beliebtesten Ferienorte an der Küste und zugleich Heimat der bekannten Tsingtao-Brauerei, Überbleibsel der deutschen Kolonisation. Im
Qingdao-Aquarium sind seltene Fischarten zu sehen.
Die südlichen Provinzen: Changsha, in der Nähe von
Shaoshan gelegen, ist vor allem eine Stadt der Kultur und Bildung. In Shaoshan gibt es Sehenswürdigkeiten aus Maos Jugendzeit.
Guangzhou (Kanton) ist eine subtropische Großstadt an der Südküste und wichtigstes Außenhandelszentrum des Landes. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen Parkanlagen, Museen und Tempel. Ausflüge zu den nahegelegenen Bergen bieten sich an. Hier gibt es heiße Quellen, und die Aussicht ist herrlich.
Die zauberhafte Landschaft
Guilins ist auf zahlreichen Gemälden und Wandteppichen dargestellt: steile felsige Hügel erheben sich pompös aus der Ebene; rundherum schlängeln sich kleine Flüsse zwischen den Reisfeldern.
Kunming ist eine moderne Stadt mit einigen verstreuten Tempeln und hübschen Parkanlagen am See. Die Stadt hat ganzjährig ein angenehmes Klima. Wanderungen am etwas südlich gelegenen Dian-See lohnen sich. An seiner westlichen Seite findet man den heiligen Berg Xi Shan. Weiter außerhalb der Stadt liegt der »Versteinerte Wald« bei
Shilin, ein beliebtes Ausflugsziel, auch bei Einheimischen. 80 km östlich des Steinwaldes liegt eine Karsthöhlengruppe, die
Höhlen von Alu. In den Höhlen sind zahlreiche Stalagmiten, Steinblumen, Steinvorhänge und andere bizarr geformte Tropfsteine zu sehen.
Die 35.000 qkm große tropische Insel
Hainan liegt im Südchinesischen Meer und wird als »Hawaii von morgen« gepriesen. In der Hauptstadt
Haikou gibt es unzählige Hochhäuser. Im
International Finance Shopping Center fühlt man sich wie in jeder anderen Großstadt. Hier sind edelste Mode und Accessoires erhältlich. Das historische China läßt sich in Haikou nur in der Altstadt wiederfinden. Am Südzipfel der Insel liegt ein internationaler Flughafen. Die im Süden der Insel gelegene Stadt
Sanya ist mittlerweile eine bekannter Urlaubsort. Hier gibt es wunderschöne Strände, Palmen und kristallklares Wasser.
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Essen & Trinken: Die chinesische Küche ist weltweit für ihre Vielfalt bekannt. Die Mahlzeiten werden oft mit gedünstetem Reis serviert. Zu den Spezialitäten gehört
Dim Sum (zumeist gedünstete Häppchen in kleinen Bambuskörbchen, die auf Teewagen durch das Restaurant geschoben werden, von denen sich der Gast bedient). Die im Westen bekannte kantonesische Küche ist nur eine regionale Geschmacksrichtung. Insgesamt gibt es acht verschiedene Schulen der chinesischen Küche, die nach ihren Herkunftsorten benannt sind: Anhui, Fujian, Guangdong, Hunan, Jiangsu, Shandong, Szechuan und Zhejian. Um einen groben Überblick über die chinesischen Küche zu geben, unterteilt man sie am besten in vier Regionen:
Nordchinesische Küche: Die Küche Beijings, auch Mandarin oder Shandong genannt, ist sehr abwechslungsreich. Der Schwerpunkt liegt auf Teigwaren und würzigen Soßen; als Garmethode wird Fritieren bevorzugt. Am bekanntesten sind
Peking-Ente, wobei die knusprige Entenhaut in hauchdünnen Reismehlpfannkuchen mit Gurke, Frühlingszwiebeln und
Hoi Sin-Pflaumensoße serviert wird, und
chinesisches Fondue. Dabei wird rohes Fleisch oder Gemüse in kochend heißer Hühnerbrühe in einem gußeisernen Topf gegart und mit diversen würzigen Soßen serviert. Eine weitere Spezialität sind
Shuijiao, mit Schweinefleisch, Schnittlauch und Frühlingszwiebeln gefüllte Teigtaschen.
Südchinesische Küche: Die kantonesische Küche basiert auf Ankochen, Dünsten und kurzem Anbraten, um den natürlichen Geschmack zu erhalten. Neben Hühner-, Schweine- und Rindfleisch werden Schlangen, Hunde, Katzen und Schildkröten verarbeitet. Es gibt
Cha Siu Bao (mit Schweinefleischstückchen gefüllte Teigklöße),
Har Gau (gedünstete Garnelenklößchen) und
Shiu Mai (gedünstetes Schweinehack mit Garnelen). Die Hakka-Küche ist meist einfach, ausgezeichnet schmeckt in Salz gebratenes Huhn.
Ostchinesische Küche: Die Küche von Shanghai und Zhejiang ist reichhaltig, süß und wird oft mit sauer eingelegten Früchten und Gemüsen zubereitet. Spezialitäten sind scharfe, saure Suppen, Meeresfrüchte, Nudeln und Gemüse. Gerichte aus Shanghai bestehen hauptsächlich aus geschnetzelten Zutaten, die in Sojasoße geschmort oder in Sesamöl mit viel Knoblauch und Pfeffer gebraten werden.
Westchinesische Küche: Gerichte aus Sezchuan sind mit Chilis scharf gewürzt; eine Spezialität ist gegrilltes Fleisch und Huhn in würziger Sojasoße mit Erdnüssen.
Getränke: Chinesischer Tee, zumeist grüner Tee, oftmals mit Ingwer, Jasmin- oder Rosenblüten aromatisiert, ist weltberühmt. Beliebte chinesische Weine und Spirituosen sind
Zhian Jing (heiß servierter Reiswein),
Liang Hua Pei (starker Pflaumenbranntwein),
Kaolian (Whisky) und
Mao Tai (Reisschnaps). Die beliebtesten Biersorten sind
San Miguel und
Tsingtao.
Nachtleben: Das abendliche Unterhaltungsprogramm ist generell vorher festgelegt, und die Mehrzahl der Besucher folgt einer vorausbestimmten Besichtigungstour. Die Reiseführer sind hilfsbereit und freundlich. Die meisten Touren schließen im voraus arrangierte Restaurantbesuche sowie Opern-, Ballett- und Theaterabende mit ein. Karaoke (auf Schildern mit OK abgekürzt) ist eine beliebte Form der Abendunterhaltung.
Einkaufstips: Die Preise sind von der Regierung vorgeschrieben. In Geschäften und Kaufhäusern kann man nicht handeln, auf Märkten hingegen ist es durchaus üblich. Für Antiquitäten, die über 100 Jahre alt sind, ist eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich; diese ist durch ein amtliches rotes Wachssiegel gekennzeichnet. In den Geschäften gibt es preiswerte Souvenirs. Manche Artikel sind schwer erhältlich. Die besten Mitbringsel findet man in den regionalen Fabriken, Geschäften und Hotels, die sich auf Kunsthandwerk spezialisiert haben. Empfehlenswert sind Jadeschmuck, Stickereien, Kleidung aus Seide oder Kaschmirwolle, Schriftrollen, Kalligraphien, Gemälden und Schnitzereien aus Bambus, Stein und Holz. In Großstädten wie Beijing und Shanghai gibt es auch große Kaufhäuser mit breitgefächertem Angebot.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-So 09.00-19.00 Uhr.
Veranstaltungskalender: 5. Jan.-5. Febr. 2005 Harbin Eis und Schnee-Festival, Harbin.
5. Febr. Laternen-Festival, landesweit.
9. Febr. Chinesisches Neujahr, landesweit.
24. Febr. Laternen-Festival, Xi'an.
Febr./März (1) Tibetisches Neujahr. (2) Butteröl-Laternen-Festival in Lhasa.
Mai/Juni (1) Saga Dawa-Festival in Tibet. (2) Gyantse Pferderennen in Tibet.
5.-13. Jun. Internationales Film-Festival, Shanghai.
10.-14. Jun. Internationales Drachenboot-Festival, Yueyang.
22. Jun. Drachenboot-Festival, versch. Orte.
23.-28. Juli Fackel-Festival, Kunmimg.
6. Jul.-4. Aug. Internationaler Touristenmonat am Berg Wutai, Berg Wutai.
Aug. Shoton-Festival in Tibet.
Sept. (1)Badefest in Tibet. (2) Erntedankfest in Tibet.
10. Sept. Antike Kultur-Festival, Xi'an.
26. Sept. Formel 1 Grand Prix, Shanghai.
10. Okt. Geburtstag von Konfuzius, Qufu.
Nov./Dez. Traditionelles Kungbu-Festival in Tibet.
31. Dez. Karneval und Countdown für das neue Jahr, neue Territorien.
Diese Angaben stellen nur eine sehr kleine Auswahl an Veranstaltungen dar. Weitere Informationen über Veranstaltungen sind bei den Fremdenverkehrsämtern erhältlich (s.
Kontaktadressen).
Land & Leute: Kulturelle Unterschiede können u. U. zu Mißverständnissen zwischen Bevölkerung und Besuchern führen. In Hotels, Speisewagen und Restaurants sind Verbesserungsvorschläge oft erwünscht; sie werden dann sorgfältig geprüft. Chinesen sind im allgemeinen reserviert. Es gilt: Höflichkeit vor Vertraulichkeit. Man sollte sich mit kritischen Bemerkungen über die politische Führung Chinas zurückhalten und keine Sympathie für Taiwan zeigen. Der volle Name des Landes ist »Volksrepublik China«, und er sollte auch im Schriftwechsel benutzt werden. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Manchmal wird ein ausländischer Gast mit Applaus begrüßt. Darauf applaudiert man zurück. In China wird der Familienname zuerst genannt, Wong Man Ying wird beispielsweise als
Mister Wong angesprochen. Bei einer Einladung sollte man immer ein wenig vor der vereinbarten Zeit eintreffen und ein kleines Geschenk wie Obst, Pralinen oder ein Andenken aus der eigenen Heimat mitbringen. Briefmarken sind ebenso ein beliebtes Geschenk. Beim Besuch von Freunden freuen sich die Kinder über kleine Geldgaben. Es ist üblich, Gegeneinladungen auszusprechen. Während einer Mahlzeit prostet man sich bei jedem neuen Gang zu
. Es können bis zu 12 Gänge serviert werden und obwohl es nicht als Beleidigung aufgefaßt wird, wenn man nur wenig ißt, gilt es als höflich, jeden Gang zu probieren. Wenn man zu einem chinesischen Fest eingeladen ist, sollte man sich vorher nach dem traditionell vorgeschriebenen Gastgeschenk erkundigen. Zurückhaltende Alltagskleidung ist angemessen, freizügige Kleidung sollte vermieden werden. Bei einigen gesellschaftlichen Anlässen und in manchen Restaurants wird gepflegte Kleidung erwartet. Rauchen ist in der Regel gestattet, und Nichtraucherzonen sind gekennzeichnet.
Fotografieren: Auf Flughäfen ist das Fotografieren verboten. Auch in einigen Tempeln besteht Fotografierverbot. Bevor militärische und industrielle Einrichtungen oder Regierungsgebäude fotografiert werden, sollte man eine Genehmigung einholen.
Trinkgeld: Offiziell verboten und manchmal als Beleidigung aufgefaßt.
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Klima: Regional unterschiedlich. Kontinentalklima herrscht im allgemeinen vor, mit sehr heißen Sommern und sehr kalten Wintern. Im Norden und der mittleren Region regnet es viel. Die Sommer sind heiß, die Winter kalt. In Südchina ist es im Winter milder. Die südöstliche Region hat viel Regen, fast tropische Sommer und kühle Winter. In den Küstengebieten feuchtes Klima durch den Einfluß des Monsuns.
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