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Shanghai (dt. Schanghai) – Überblick
 
Die Hafenstadt Shanghai ist die bedeutendste Industriestadt Chinas und von der Einwohnerzahl die zweitgrößte Stadt nach Chongqing. Shanghai liegt im Mündungsgebiet des Jangtsekiang am Huangpu-Fluss. Der Name Shanghai bedeutet übersetzt "über dem Meer". (Shang = über, Hai = Meer). Shanghai liegt an der Ostküste Chinas.
 
Klima: subtropisches Klima, sehr heiße und schwüle Sommer, sehr milde Winter. Deshalb ist die Zeit von September bis November und April bis Juni wohl die beste Reisezeit. In den Monaten Juli und August ist es fast unerträglich heiß in Shanghai. Die Durschnitsstemperatur liegt bei 15,4 Grad Celsius.
 
Geographische Lage: Shanghai grenzt an die Provinzen Zhejiang und Jiangsu. Shanghai liegt südlich des Mündungsgebiets des Yangtze-Flusses (chin. Pinyin:Changjiang).
 
Administrativer Status: regierungsunmittelbare Stadt
 
Bedeutung des Namens: Der Name Shanghai besteht aus zwei Schriftzeichen, dem Zeichen für "hoch", (chines. shang) und dem Zeichen für "Meer" (chinesisch "hai")
 
Touristen-Informationen:
 
Innenstadt: Der Bund (waitan) in Shanghai liegt am Ufer des Hangpu-Flusses und ist eines der Wahrzeichen Shanghais. Vom Bund aus gelangt man zur Nanjing-Lu, der Einkaufsstraße Shanghais. Einen Besuch wert ist auch das französische Viertel Shanghais, der Yuyuan-Garten in der Altstadt Shanghais und die ehemalige Residenz von Chinas Staatsgründer Sun Yatsen.
 
Geschichte Shanghais
 
 In vielen Berichten über Shanghai ist zu lesen, Shanghai sei bis zum 1. Opiumkrieg 1842 nur ein kleines Fischerdorf gewesen. Aber bereits zu dieser Zeit war Shanghai eine für damalige Verhältnisse große Stadt. Bereits vor 7000 Jahren gab es die ersten Siedlungen in der Gegend um Shanghai, erwähnt wurde die Stadt erstmals im 10. Jahrhundert. n. Chr. Bereits im 16.Jahrhundert bekam Shanghai eine Stadtmauer als Schutz vor Piraten. Die Bedeutung als Hafen wuchs langsam und ab Mitte des 17. Jahrhunderts hatte Shanghai bereits über 200.000 Einwohner.
 
Die Entwicklung zur Metropole mit Weltbedeutung begann jedoch erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts, nach den Opium-Kriegen und unter europäischem Einfluss. Die Stadt wurde auf dem Handel mit Seide, Tee und Opium von den westlichen Kolonialmächten aufgebaut. Shanghai wurde zum Inbegriff für Sünde und Korruption mit seinen zahllosen Opiumhöhlen, Spielhöllen und Bordellen. In Shanghai entstanden Bezirke, in denen die Ausländer von der chinesischen Welt und auch von den chinesischen Gesetzen unbehelligt unter sich leben konnten. Noch heute kann man in Shanghai z.B. das ehemalige französische Viertel besichtigen und einen guten Eindruck vom Einfluss der europäischen Kultur erhalten.
 
In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Shanghai als Ursprungsort für viele Modernisierungsbewegungen bekannt, die von gebildeten Chinesen, die westliche Ideen in sich aufgenommen hatten, gegründet wurden. Shanghai war auch der Ursprung der 30. Mai-Bewegung von 1925 und vor allem auf Grund dieser Bewegung gründet sich sein Ruf als Keim vieler Modernisierungsbemühungen bzw. regierungskritischer Bewegungen.
 
Ein großer Einschnitt in der chinesischen Geschichte war die Gründung der Kommunistischen Partei Chinas in Shanghai 1921. Unter den Gründungsmitgliedern war auch Mao Zedong, der aber in den ersten Jahren keine entscheidende Rolle in der Partei gespielt hat.
 
Der große europäische Einfluss und die Opiumhöhlen verschwanden erst 1949 nach der Besetzung durch die Volksbefreiungsarmee. Die Stellung als Wirtschaftsmetropole ging verloren, erst recht während der Kulturrevolution und der Quasi-Isolierung Chinas vom Ausland bis in die 70er Jahre.
 
Seine Stellung als Weltmetropole erhielt Shanghai nach dem Einleiten der Reform- und Öffnungspolitik durch Deng Xiaoping nach dem Tode Maos zurück. Vor allem ab den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Shanghai als das Wirtschaftszentrum Chinas ausgebaut und konnte anderen Zentren wie Guangzhou (Kanton) und Hongkong den Rang ablaufen.
 
Shanghai Sehenswürdigkeiten
 
Französisches Viertel
Östlich der Huaihai Lu erstreckt sich das ehemalige Französische Viertel aus der Kolonialzeit. Große (vor allem japanische) Kaufhäuser sind hier zahlreich. Verlässt man die Hauptstraße in Richtung Yan´an Lu, gewinnt man noch einen kleinen Eindruck vom romantisch verklärten Flair der Kolonialzeit. Einige Villen und kleinere Appartementhäuser im Kolonialstil sind hier unter anderem erhalten geblieben. Auf der Xinhua Lu findet man nette Bars und Restaurants, sowie Boutiquen die zum Shopping einladen.
 
Shanghai Foreign Language Bookstore
Es gibt einen kleinen Foreign Language Bookstore am Bahnhof, der diesen Namen aber nur schwer verdient. Die große Version befindet sich in der Fuzhou Lu. Dort kann man sich mit englischsprachiger Literatur, Reiseführern bzw. mit Lehrbüchern für die chinesische Sprache eindecken - vor allem für ausländische Studierende ist der Buchladen interessant.
 
Residenz von Sun Yatsen
Sun Yatsen gilt als der Gründer der Republik China. Sowohl von Taiwan als auch von der Volksrepublik China wird ihm diese Rolle zugestanden, obwohl er sich während des Sturzes der Qing-Dynastie gerade im Ausland aufhielt. In dieser Residenz wohnte er mehrere Jahre und koordinierte seine Aktivitäten. Nach seinem Tod lebte hier seine Frau bis 1937.
 
Nanjing Lu
Die Nanjing Lu (östlicher Teil) ist DIE Einkaufstraße in Shanghai. Sie endet direkt am Shanghaier Bund, dem Wahrzeichen Shanghais. Auch wenn sie nicht mehr die einzige "goldene Meile" in Shanghai ist, so war sie doch die erste und hat wenig von ihrem Flair verloren. Tagsüber ist sie stets überfüllt. Schon frühmorgens begegnet man hier Frühsport betreibende Chinesen - Rückwärtsgehen ist eine beliebte Sportvariante. Des Weiteren gibt es in der Nanjing Lu (fast) alle westlichen Luxuswaren zu kaufen. Das ehemalige Cathay Hotel liegt direkt am Bund.
 


Bund von Shanghai
Der Bund ist das Wahrzeichen Shanghais. Er liegt am Ufer des Huangpu-Flusses. An diesem Ort entstanden die ersten europäischen Bauten in Shanghai und hier lag das Zentrum des "European Settlement" in Shanghai.
Überwältigend ist der Blick von der westlichen Seite in der Innenstadt Shanghais in Richtung Pudong-Area - ein Panorama, das als Sinnbild für den Ruf Shanghais als wirtschaftliche Metropole steht. Empfehlenswert ist ein Ausflug mit dem Boot auf dem Huangpu-Fluss. Für ca. 50 Yuan werden Fahrten mit einer Dauer von ca. einer Stunde angeboten. Eine gute Möglichkeit, um Photos zu schießen oder einfach zu relaxen und sich auf Deck frischen Wind um die Nase wehen zu lassen.
 
Shanghai Museum
Das Shanghai Museum liegt an der Fuzhou Lu, einer Parallelstraße zur Nanjing Lu. Hier werden über 120.000 Objekte aus chinesischer Kunst und Kultur ausgestellt. Es finden regelmäßig zeitlich begrenzte Sonderaustellungen statt. Für einen schnellen Besuch sollte man mindestens einen halben Tag einplanen.
 

Shanghai - Anreise und Hotels
 
Shanghai Ankunft
Shanghai besitzt zwei Flugäfen, den Shanghai International Airport im Bezirk Pudong, 42 km, sowie den Hongqiao Airport 18 km von der Innenstadt entfernt. Internationale Flüge kommen normalerweise in Pudong an, lediglich Flüge aus Korea und Japan fliegen teilweise noch den Hongqiao-Flughafen an. Wer in Pudong ankommt, kann gleich weiterschweben - nämlich mit dem Transrapid in die Innenstadt, der die Strecke in wenigen Minuten zurücklegt
 
Für die Ankunft und den Umgang mit chinesischen Taxifahrern am Flughafen Hongqiao gelten die gleichen Regeln wie in Peking. Am Pudong-Flughafen entfällt diese Hürde wegen des Transrapids.
 
Geld kann man ebenfalls direkt am Flughafen wechseln.
 
Hotels in Shanghai
Auch in Shanghai gibt es Hotels für alle Preisklassen. Billig sind vor allem einige Hotels mit dormitories in der Innenstadt bzw. Hotels der Universitäten in Shanghai. Ein besonderes Hotel in Shanghai ist das "Peace Hotel" (Cathay Hotel) in der Nähe des Shanghaier Bund. Dieses Hotel war seit 1930 die exclusivste Unterkunft für Ausländer in Shanghai und eines der berühmtesten Kolonialshotels.