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Suzhou, früher sicher zurecht als "Venedig des Ostens" vielgerühmt, kann man inzwischen getrost mehrere Klassen tiefer einstufen. Die Stadt Suzhou befindet sich im Südosten der Provinz Jiangsu. Sie grenzt im Norden an den Yangtze, im Osten an Shanghai und im Westen an den Taihu See. Die Stadt liegt in einem der wasserreichsten und fruchtbarsten Gebiete Chinas, was schon früh zur Bekanntheit und zum Wohlstand der ca. 2500 Jahre alten Stadt beigetragen hat. Hohe Beamte, wohlhabende Bürger und reiche Kaufleute kaufen hier Land und bauten sich ansehnliche Wohnsitze und zahlreiche Gärten. In Suzhous Blütezeit, nach Fertigstellung des Kaiserkanals, zählte die Stadt über 200 öffentliche Gartenanlagen. Auch heute noch können viele der Gärten besichtigt werden. Sie symbolisieren die Gartenbaukunst der Song-, Yuan-, Ming- und Qing - Dynastie.
Die Städte Suzhou und Hangzhou gelten in China seid vielen Jahrhunderten als "Das Paradis auf Erden".

Attraktionen und Sehenswürdigkeiten in Suzhou
 
Der Zhuozheng Yuan ( Garten des Demütigen Politikers )
   
Der Zhuozheng Yuan gehört zu den vier berühmten Gärten Suzhous, die heute staatliche Kulturdenkmäler Chinas sind. Zum Vergleich: Die anderen drei sind, der Sommerpalast in Peking, die Kaiserliche Sommerresidenz in Chengde und der Liuyuan in Suzhou.
 
Die Gartenanlage aus der Ming Dynastie um 1540, ließ der Zensor Wang Xiancheng nach seinem Rückzug aus dem politischen Leben anlegen, um seine Unzufriedenheit mit der Politik zum Ausdruck zu bringen.
 
Durchquert man den Garten mit seinen vielen von Lotusblüttern bedeckten Teichen, der schönen Bonsai-Baumschule und all den Brücken, Pavillions und berdachten Wandelgngen, scheint es als schreite man durch ein altes chinesisches Gemälde.
 
Der Garten der Harmonie (Yi Yuan)
   
Der Garten der Harmonie (Yi Yuan) im Stadtzentrum entstand erst um 1880. Hier kopierte und kombinierte man Elemente aus verschiedenen anderen Gärten. Die Pavillons, in denen wertvolle Malereien und Kalligraphien zu sehen sind, gewöhren jeweils unterschiedliche Ausblicke nach Norden und Süden auf spezifische Pflanzen und Landschaftsformen. Ein Wandelgang durchzieht die Anlage in nord-südlicher Richtung.
 
Der Shizi Lin (Löwenwald)
   
Der sogenannte Löwenwald Garten wurde in der Yuan Dynastie vor ca. 600 Jahren angelegt. Da in diesem Garten viele Felsen und Steine in Form eines Löwen zu sehen sind, erhielt er den Beinamen " Löwenwald". Der unter Denkmalschutz stehende Garten weist viele Pagoden Seen und künstliche Hügel auf. Letztere bestehen aus schönen Taihu-Steinen und sind zahlreich an den Teichen im Zentralen und Südwestteil des Gartens zu sehen wo von von einem auch ein schöner Wasserfall donnernd herabstürzt.
 
Der Westgarten (Xi Yuan)
 
Der Westgarten (Xi Yuan) war ursprünglich mit dem Liu Yuan verbunden. Zu Beginn des 17. Jhs. entstand hier ein buddhistischer Tempel (Jie Chuang L Si), der beim Taiping-Aufstand niederbrannte, gegen Ende des 19.Jhs. aber neu errichtet wurde (heute auch als Xi Yuan Si, Westgarten-Tempel, bezeichnet). Auf der Rückseite der Da Xiong Bao Dian (Kostbare Halle des Groen Helden) zeigt ein kunstvoll ausgeführtes Relief Guanym, die Verkörperung der Barmherzigkeit, wie sie, auf einer Schildkröte stehend, von zahlreichen himmlischen Wesen und Jöngern des Buddha umgeben wird. Weiter westlich erhebt sich - mit insgesamt 48 Rumen - die Halle der 500 Luohan (Luohan Tang). Jede dieser 500 Luohan-Plastiken ist als Einzelstck gestaltet, entbietet eine differenzierte Mimik und Gestik, und man sagt, da die Herstellung der vergoldeten Terrakotten ber 20 Jahre in Anspruch genommen habe. Besonderes Interesse verdient im brigen auch die Figur des legendenumwobenen Mönchs Ji GONG, der im Ling Yin-Kloster von Hangzhou lebte. Je nach Standort des Betrachters wechselt sein Gesichtsausdruck.
 
Der Liuyuan(Garten des Verweilens)
   
Der Liuyuan befindet sich im Westen der Stadt, nur wenig außerhalb der alten Stadtmauer. Die 1522 angelegte Gartenanlage zhlt heute zu den 4 unter Denkmalschutz stehenden Gärten Chinas. Die Gebäude und Gartenanlagen des Liuyuan verwarlosten zwischen 1900 und 1950 sehr und wurden erst später von der Stadt wieder instand gesetzt. Er besteht aus mehreren Segmenten aus verschiedenen Jahren. Der Haupt-, zentrale und älteste Teil des 4 ha großen Gartens ist ein ein schöner von Felsen umringter Teich. Das gesamte Areal kann man wöhrend eines Spaziergangs durch einen 700m langen berdachten Wandelgang besichtigen und die Athmosphäre genießen. Dabei entdecken Sie einen idyllischen Pfirsischhain, einen kurios geformten 6,5m hohen Steinmonolithen sowie viele wunderschöne Bauten und Mauern mit kunstvollen Fenstergittern.
 
Nordtempel-Pagode
   
Die Nordtempel-Pagode (Bei Si Ta) im Norden der Altstadt, ein Ziegel- und Holzbau aus der Zeit der Südlichen Song-Dynastie (1127-1279), wurde nach einem Brand (1570) zur Zeit des KANGXI-Kaisers (reg. 1661-1722) erneuert. Den 76 m hohen, achteckigen Turm gliedern Zwischendächer und umlaufende Galerien.
Vom obersten der neun Geschosse hat der Besucher einen weiten Blick ber Suzhou und die Umgebung der Stadt.
 
Der "Pavillon der brandenden Wogen" (Canglang Ting)
   
Dieser Garten unterscheidet sich im Grundriss von den anderen. Die meisten Gärten in Suzhou sind von einer hohen Mauer eingeschlossen und weisen in der Mitte einen Teich auf, doch der Canglang-Pavillon ist von einem Wassergraben eingefasst. Die Hauptmerkmale dieses Gartens sind der Steingarten, eine verwinkelte Galerie und die Gitterwände.