

Fläche: 3.287.590 qkm.
Bevölkerungszahl: 1.080.264.390 (2005)
Bevölkerungsdichte: 328 pro qkm.
Hauptstadt: Neu-Delhi. Einwohner: 10.928.000 (2005).
Geographie: Indien grenzt im Nordwesten an Pakistan, im Norden an China, Nepal und Bhutan und im Osten an Bangladesch und Myanmar. Die Westküste des riesigen Subkontinents liegt am Arabischen Meer, die Ostküste am Golf von Bengalen und im Süden liegt der Indische Ozean. Sri Lanka liegt südöstlich von Indien, die Malediven liegen in südwestlicher Richtung im Indischen Ozean. Die nordöstlichsten indischen Bundesstaaten und Hoheitsgebiete sind durch einen Landstreifen mit der Hauptmasse Indiens verbunden. Das Land lässt sich grob in drei Regionen aufteilen: das Himalaya-Gebirge, welches mit einer Länge von 3500 km die Nord- und Ostgrenze Indiens bildet, das Flussnetz und -delta des Ganges, das den ganzen Norden durchzieht und das im Süden anschließende Hochland des Dekhan mit den Randgebirgszügen der Westlichen und Östlichen Ghats.
Staatsform: Bundesrepublik (im Commonwealth) seit 1950. Verfassung von 1950. Zweikammerparlament: Haus des Volkes (Lok Sabha; 545 Mitglieder) und Rat der Staaten (Rajya Sabha; max. 250 Mitglieder). Staatsoberhaupt: APJ Abdul Kalam, seit 2002. Regierungschef: Manmohan Singh, seit 2004. Wahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre durch ein Wahlmänner-Kollegium. Unabhängig seit 1947 (ehemalige britische Kolonie).
Sprache: Hindi, die Nationalsprache, wird in der Devanagri-Schrift geschrieben und von ca. 30% der Bevölkerung gesprochen. Daneben gibt es 14 gleichberechtigte Regionalsprachen, u. a. Bengali, Gujarati, Marathi, Punjabi, Sanskrit und Urdu im Norden sowie Tamil und Telegu im Süden. Englisch ist weit verbreitet.
Religion: 81,3% Hindus, 12% Muslime (8% Sunniten, 3% Schiiten), 2,3% Christen, 1,9% Sikh, 0,9% Buddhisten und andere Glaubensrichtungen.
Ortszeit: MEZ + 4:30 Std. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Indien.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter + 4:30 Std. und im Sommer + 3:30 Std.
Netzspannung: 220 Volt, 50 Hz; starke Spannungsschwankungen, verschiedene Steckerformen. Einige Gegenden haben Gleichstrom. Mit Stromausfällen muss gerechnet werden.
Post- und Fernmeldewesen:
Telefon: Internationale Direktdurchwahl ist weit verbreitet. Wo nicht vorhanden, müssen Anrufe über die Vermittlung angemeldet werden.
Landesvorwahl: 91.
Mobiltelefon: GSM 900. Netzbetreiber: Airtel (Internet: www.airtelworld.com) und BPL Mobile (Internet: www.bplmobile.com). Der Sende-/ Empfangsbereich für Mobilfunk beschränkt sich auf die größeren Städte.
Fax: Die meisten 5-Sterne-Hotels sowie die Büros des Overseas Communication Service bieten Faxdienste an.
Internet/E-Mail: Internetanbieter sind VSNL (Internet: www.vsnl.net.in) und Narmada(Internet: www.narmada.net.in). Internetcafés sind landesweit vorhanden.
Telegramme: Können in großen Hotels und in Telegraphenämtern größerer Städte rund um die Uhr aufgegeben werden.
Post: Luftpost nach Europa benötigt etwa eine Woche. Briefmarken werden oft auch in Hotels verkauft.
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Gesetzliche Feiertage: 21. Jan. 2005 Idu'z Zuha/Bakrid (Opferfest).
26. Jan. Tag der Republik.
10. Febr. Muharram (Islamisches Neujahr).
20. März Sri Rama Navami (Geburtstag von Sri Rama).
24. März Mahavir Jayanti.
25. März Karfreitag.
24. April Buddhas Geburtstag.
23. Mai Milad-Un-Nabi (Geburtstag des Propheten). 15. Aug. Tag der Unabhängigkeit.
2. Okt. Mahatma Gandhi's Geburtstag.
12. Okt. Vijaya Dasami/Dussera.
2. Nov. Diwali.
3. - 5. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
26. Nov. Guru Nanaks Geburtstag.
25. Dez. Weihnachten.
10. Jan. 2006 Idu'z Zuha/Bakrid (Opferfest).
26. Jan. Tag der Republik.
31. Jan. Muharram (Islamisches Neujahr).
26. Febr. Mahavir Jayanthi.
15. März Holi.
6. April Sri Rama Navami (Geburtstag von Sri Rama).
11. April Milad-Un-Nabi (Geburtstag des Propheten).
14. April Karfreitag.
13. Mai Buddha Purnima. 15. Aug. Tag der Unabhängigkeit.
2. Sept. Vijaya Dasami/Dussera.
2. Okt. Mahatma Gandhi's Geburtstag.
21. Okt. Diwali.
22.-24. Okt. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
26. Nov. Guru Nanaks Geburtstag.
25. Dez. Weihnachten.
Anmerkung: Fast alle indischen religiösen Feste und Feiertage werden nach dem Mondjahr berechnet, ihr Datum ändert sich daher von Jahr zu Jahr. Zusätzlich zu den oben genannten Feiertagen gibt es zahlreiche weitere religiöse Festivals, die in manchen Bundesstaaten als Feiertage gelten. Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt erhältlich.
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Gesundheit:
|
|
Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen
|
Impfschein
erforderlich
|
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Gelbfieber
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Nein
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1
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Cholera
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2
|
2
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Typhus & Polio
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Ja/3
|
-
|
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Malaria
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4
|
-
|
|
Essen & Trinken
|
5
|
-
|
[1]: Alle Reisenden, die über 6 Monate alt sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet oder Trinidad & Tobago einreisen, benötigen eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber. Wer auf dem Seeweg oder per Flugzeug ohne Impfbescheinigung ankommt, wird 6 Tage in Quarantäne gehalten, falls der Reisende: (a) innerhalb der letzten 6 Tage ein Infektionsgebiet verlassen hat, (b) einen Transitaufenthalt in einem Infektionsgebiet hatte (ausgenommen, der Transit erfolgte per Flugzeug und der Transitraum wurde nicht verlassen; es liegt jedoch im Ermessen der Gesundheitsbehörden, ob diese Ausnahmeregelung anerkannt wird), (c) mit einem Schiff ankommt, das innerhalb der letzten 30 Tage von einem im Infektionsgebiet liegenden Hafen ausgelaufen ist oder dort angelegt hat (ausgenommen, das Schiff ist zuvor nach WHO-Standards desinfiziert worden) und (d) mit einem Flugzeug aus einem Infektionsgebiet einreist und nicht gemäß Indian Aircraft Public Health Rules von 1954 oder WHO-Standards desinfiziert worden ist.
[2]: Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Landesweit besteht ein erhöhtes Cholera-Infektionsrisiko. Dennoch ist die Infektionsgefahr bei Touristen sehr gering.
[3]: In Indien besteht ein erhöhtes Polioerkrankungsrisiko. Reisenden wird empfohlen, nur mit gültigem Polioimpfschutz einzureisen. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging , Rucksacktourist u.a.) kann Impfschutz gegen Typhus sinnvoll sein.
[4]: Malariarisiko ganzjährig landesweit in Gebieten unter 2000 m Höhe mit Ausnahme in Teilen der Bundesstaaten Himachal Pradesh, Jammu und Kaschmir sowie Sikkim. Die gefährlichere Malariaart Plasmodium falciparum soll stark chloroquinresistent sein.
[5]: Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen oder zur Eiswürfelbereitung abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch ist vielerorts erhältlich und sollte auch nur mit keimfreiem Wasser angerührt werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- oder Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß essen. Der Genuss von Schweinefleisch, Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Vorsichtsmaßnahmen: Tollwut kommt vor. 80 % der weltweit gemeldeten Tollwut-Todesfälle stammen aus Indien. Das wachsende Tollwutrisiko ergibt sich durch die zunehmende Anzahl von streunenden Hunden. Überträger sind u.a. auch Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Immer wieder werden aktuell Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis in der Hauptstadt Delhi in den Stadtteilen im Stadtzentrum, Shahdara Nord, Sadar Paharganj, Shahdara Süd, Civil Lines und Central gemeldet. Betroffen sind überwiegend junge Erwachsene. Für Besucher der oben genannten Stadtteile empfiehlt sich eine Meningitis ACWY-Impfung.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt besonders in der Umgebung von Bangalore vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
Zeckenbissfieber tritt landesweit auf.
Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht in fast allen ländlichen und vorstädtischen Gebieten (nicht im höher gelegenen Nordwesten); Ausbrüche vor allem in der Regenzeit (Monsun) in Distrikten folgender Staaten: Bihar, Karnataka, Kerala, Tamil Nadu, Uttar Pradesh, West-Bengal; für Hoteltouristen nur geringe Gefahr.
HIV/Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen bergen ggf. ein erhebliches lebensgefährliches Risiko.
Die Pest kommt in Maharashtra und Gujarat vor.
Gesundheitsvorsorge: Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach - besonders auf dem Land und in kleinen und mittleren Städten - technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. In den Großstädten ist die medizinische Versorgungslage deutlich besser, z. T. mit hohem Standard. Persönliche Medikamente bringt man am besten in ausreichender Menge mit. Es gibt staatliche Kliniken in den Städten und Privat- und Fachärzte in den Stadtrandgebieten. Der Abschluss einer weltweit gültigen Reisekrankenversicherung und Rückholversicherung wird dringend empfohlen.
Bei der Ausreise: Viele Länder verlangen Belege über Schutzimpfungen von Besuchern, die aus Indien einreisen.
HIV-Test: Für Langzeitaufenthalt und Studium ist ein negativer HIV-Test in englischer Sprache erforderlich.
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Währung: 1 Rupie = 100 Paise.
Währungskürzel: Rs, INR (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 500, 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Rupien; Münzen in den Nennbeträgen 5, 2 und 1 Rs sowie 50, 25 und 10 Paise.
Anmerkung: Banknoten im Wert von 1 und 2 Rupien und Münzen zu 5 Paisen werden nicht mehr hergestellt, sind jedoch noch vielfach im Umlauf.
Geldwechsel: Der Umtausch darf nur bei Banken oder offiziellen Wechselstuben erfolgen. Man sollte beim Geldumtausch darauf achten, keine beschädigten Geldscheine zu bekommen, da u. U. die Annahme verweigert wird. Bargeld in US-Dollar, Euro oder britischen Pfund Sterling ist am einfachsten zu wechseln. In allen Großstädten und internationalen Flughäfen gibt es Wechselstuben und/oder Automaten, wo rund um die Uhr Geld gewechselt werden kann.
Kreditkarten: American Express, Diners Club, Eurocard, MasterCard und
Visa werden angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks: Werden in größeren Hotels und zahlreichen Geschäften angenommen und können bei den Banken eingewechselt werden. Reiseschecks sollten in US-Dollar oder britischen Pfund Sterling ausgestellt sein.
Devisenbestimmungen: Die Einfuhr der Landeswährung ist untersagt. Die Ausfuhr der Landeswährung ist ebenfalls verboten, es sei denn, die Weiterreise erfolgt nach Nepal (keine Banknoten in den Nennbeträgen 100 Rs oder darüber), Bangladesch, Pakistan oder Sri Lanka (bis zu 20 Rs pro Person).
Für die Einfuhr von Fremdwährungen, die einen Wert von 10.000 US$ in Bargeld und/oder in Reisechecks/Bargeld übersteigen, besteht Deklarationspflicht. Ausfuhr bis zur Höhe des deklarierten Betrags. Beim Geldumtausch muss ein Beleg gegengezeichnet oder eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt werden. Diese Belege müssen bei der Ausreise vorgelegt werden, um Rücktausch zu ermöglichen.
Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 10.00-14.00 Uhr, Sa 10.00-12.00 Uhr.
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Flugzeug: Linienflüge:
Die nationale Fluggesellschaft im Inlandverkehr heißt
Indian Airlines (IC) (Internet:
www.indian-airlines.nic.in).Außerdem gibt es die folgenden privaten Fluggesellschaften:
Alliance Air (CD), Gujarat Airways (G8),
Jagson Airlines,
Jet Airways (9W) und
Sahara India Airlines (S2). Das Flugnetz verbindet über 70 Städte.
Billigflüge:
Air Deccan (Internet:
www.airdeccan.net) verbindet zahlreiche Städte im Süden Indiens.
Ermäßigungen: Indian Airlines bietet verschiedene vergünstigte Flugtickets für Ausländer an sowie für Inder, die im Ausland leben. Alle Tickets sind ganzjährig erhältlich und müssen in harter Währung (wie US-Dollar oder Euro) bezahlt werden.
Discover India ist beispielsweise vom ersten Flug an wahlweise 15 oder 21 Tage gültig und bietet unbegrenzte Inlandflüge in der Touristenklasse der
Indian Airlines. Flughäfen dürfen nur zum Umsteigen ein zweites Mal angeflogen werden.
Das Ticket
India Wonder Fares ist 7 Tage gültig und ist je nach Wahl in Nordindien, Westindien, Südindien oder Ostindien gültig. Ausführliche Informationen über Fahrpreisermäßigungen von
Indian Airlines (Internet:
www.indian-airlines.nic.in). Auch
Jet Air und
Sahara bieten Sondertariffe an. Weitere Informationen erteilt die jeweilige Fluggesellschaft.
Schiff: Fähren fahren von Kalkutta, Vishakapatnam und Chennai nach Port Blair auf die Andaman-Inseln sowie von Kochin und Calicut zu den Lakshadweep-Inseln. Der Fahrplan ist saisonbedingt und generell während des Monsuns eingestellt. Eine besonders schöne Bootsfahrt führt durch die »Backwaters« in der Umgebung von Kochi in Kerala. Verschiedene örtliche Touren sind möglich. Zum Beispiel Calicut - Cochin und Allepey - Kottayam.
Bahn: Indiens nationales Eisenbahnnetz wird von
Indian Railways (Internet:
www.indianrail.gov.in) betrieben, und ist das größte Asiens und das zweitgrößte der Welt. Die gesamte Schienenstrecke beträgt 62.000 km, und es gibt über 7000 Bahnhöfe und über 11.000 Lokomotiven, von denen etliche noch mit Dampf betrieben werden. Zugreisen sind relativ preiswert. Schnellzüge verbinden alle größeren Städte, Nahverkehrszüge den Rest des Landes. Alle Fernzüge verfügen über Speisewagen und bieten unter anderem 1. und 2. Klasse (klimatisiert), sowie 1.Klasse Schlafwagen an. Hauptrouten:
Mumbai-Ahmadabad (5 x täglich),
Mumbai-Bangalore-Mysore (2 x täglich),
Mumbai-Kalkutta (3 x täglich),
Mumbai-Chennai (3 x täglich),
Mumbai-New Delhi (4 x täglich),
Mumbai-Patna (5 x täglich),
Mumbai-Pune (5 x täglich);
Kalkutta-Allahabad (3 x täglich),
Kalkutta-New Jalpaiguri-Darjeeling (historische Schmalspurbahn, 1 x täglich),
Kalkutta-Chennai (3 x täglich),
Kalkutta-New Delhi (3 x täglich);
Delhi-Agra (Taj Express, 5 x täglich),
Delhi-Ahmedabad (4 x täglich),
Delhi-Allahabad (5 x täglich),
Delhi-Jaipur (5 x täglich),
Delhi-Chennai (3 x täglich);
Chennai-Ernakulam-Kochi (1 x täglich).
Sonderzüge: Die Luxuszüge
Palace-on-Wheels und
Royal Orient sind im Stil der Salonwagen indischer Maharajas ausgestattete Züge mit Dampflok, die den Indienreisenden zu faszinierenden Destinationen in Gujarat und Rajasthan bringen. Alle Waggons sind mit Salon, Badezimmern, zwei Toiletten und kleiner Kochnische sowie vier Kabinen mit je zwei nebeneinanderliegenen Betten ausgestattet. Die Waggons weisen Klima- und Stereoanlage sowie ein Funktelefon auf, mit dem man jederzeit den Service rufen kann. Zusätzlich hat der Zug einen Speisewagen, eine Bar, eine Aussichtsplattform und ein vollständig eingerichtetes Erste-Hilfe-Abteil. Reisekosten, alle Mahlzeiten, Elefanten- und Kamelritte, Bootsfahrten, Besichtigungsfahrten mit Führer und Eintrittsgebühren sind im Fahrpreis inbegriffen. Buchungen und nähere Informationen von der Generalvertretung der Indischen Eisenbahnen Asra-Orient (Adresse s. u.). Die
Deccan Queen fährt von Mumbai (ehemals Bombay) nach Pune. Der neue
Shatabdi Express verbindet Neu-Delhi mit Kanpur.
Der Taj Express fährt täglich von Neu-Delhi nach Agra und zurück. Weitere Auskünfte erteilt auch das Fremdenverkehrsamt.
Bergzüge: Die gemächlichen Bergzüge, die im 19. Jahrhundert gebaut wurden, verbinden viele Hill Stations und Bergregionen. Die Route Kalkutta-Darjeeling ist besonders malerisch, auf dieser Zugstrecke überquert man 500 große und kleine Brücken (Fahrtzeit 8 Std.) und hat hervorragende Möglichkeiten, die Landschaft zu fotografieren, da das Fahrttempo langsam und gemütlich ist.
Die Züge des
Rajdhani Express sind Luxus-Schnellzüge, die Delhi mit Mumbai, Kalkutta, Chennai, Bangalore, Bhubhaneswar, Guwahati, Jammu Tawi, Secunderabad, Thiruvananthapuram, Ahmedabad, Ajmer und weiteren Städten verbinden. Der
Konkan Express verbindet die Bundesstaaten Marharshtra, Goa, Karnatka und Kerala. Die Fahrtstrecke führt durch 72 Tunnel und über viele Brücken.
Ermäßigungen: Der
Indrail Pass gilt für unbegrenzte Zugfahrten innerhalb der Gültigkeitsdauer und muß in ausländischer Währung bezahlt werden (US-Dollar oder Euro). Kinder zwischen 5 und 12 Jahren haben Anspruch auf den
Child Indrail Pass und bezahlen ungefähr die Hälfte. Kinder unter 5 Jahren fahren umsonst.
Indrail-Pass-Benutzer müssen für Reservierungen, Schlafwagen, Verpflegung im Schnellzug und ähnliches extra bezahlen, können dies aber schon vom Wohnsitzland aus tun. Es gibt drei Klassen: klimatisiert mit Schlafwagon; 1. Klasse mit Liege oder klimatisiertem Sesselwagon; 2. Klasse.
Gültigkeitsdauer: Der
Indrail Pass ist ein Jahr lang gültig, innerhalb dieses Zeitraums fängt die Gültigkeitsdauer vom Datum der ersten Zugfahrt an und endet je nach Paß 1-90 Tage später. Platzreservierungist dringend erforderlich, speziell bei Nachtfahrten, und kann schon im Reisebüro im Heimatland, andernfalls am Bahnhof oder in Reisebüros in Indien gemacht werden. Reservierungen werden der Reihe nach bearbeitet, daher sollte man auf vielbefahrenen Strecken 2-3 Monate im voraus buchen. Buchungen werden bis zu 12 Monate im voraus entgegengenommen. Verlängerungen des
Indrail Pass sind nur unter ganz außergewöhnlichen Umständen möglich, können auf Anfrage beim Büro des
Railway Divisional oder
Zonal Headquarter bewilligt werden, und erläuternde Dokumente oder Unterlagen müssen beigefügt werden. Der
Indrail Pass kann bei der Generalvertretung der Indian Railways,
Asra Orient, erworben werden: Kaiserstr. 50, D-60329 Frankfurt/M. Tel: (069) 256 27 20, 25 30 98. Fax: (069) 23 20 45. (E-Mail:
info@asra-orient.com; Internet:
www.asra-orient.com)
Bus/Pkw: Bus: Ein umfangreiches Busnetz verbindet alle Landesteile und ist besonders nützlich in den Bergregionen ohne Bahnverkehr. Der öffentliche Verkehr ist jedoch oft überfüllt und nicht besonders komfortabel. Nähere Auskünfte erteilen die regionalen Fremdenverkehrsämter.
Ashok Travels & Tours (ATT) bietet Bustouren ab Delhi und Agra, von Bangalore nach Tirupati, von Chennai nach Tirupati, von Bangalore über Mysore und Ooty zurück nach Bangalore, von Kolkata über Siliguri und zurück nach Kolkata sowie von Mata nach Vaishnodevi. Weitere Informationen gibt es online unter www.theashokgroup.com.
Mietwagen: In den bekanntesten und meistbesuchten Gegenden können staatlich zugelassene
Tourist Cars mit Chauffeur (und oft auch Klimaanlage) gemietet werden, die Kosten sind etwas höher als beim normalen Taxi. Es gibt
National Highways (Autobahnen) und
State Highways (Bundesstraßen) in allgemein gutem Zustand, außerdem Land- und Dorfstraßen, die gewöhnlich nicht befestigt sind. Die Landstraßen werden von Autos, Bussen, Lastwagen, Rikschas und Auto-Rikschas, Fahrrädern, Mopeds, Kühen und Fußgängern benutzt, was das Vorwärtskommen oft recht schleppend macht. Hupen und Fahrradklingeln spielen eine große Rolle im Straßenverkehr.
Unterlagen: Ein Carnet de Passage mit voller Versicherung und die grüne Versicherungskarte werden von Personen verlangt, die ihr eigenes Auto mit nach Indien bringen. Ein internationaler Führerschein ist ebenfalls erforderlich. Eine zeitlich begrenzte Fahrlizenz kann aber auch von den örtlichen Behörden gegen Vorlage eines gültigen Ausweises und Führerscheins ausgestellt werden.
Verkehrsbestimmungen:
Linksverkehr.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
in Ortschaften: 50 km/h.
Stadtverkehr: In den größeren Städten stehen
Taxis und
Rikschas (meist dreirädrige Motor-Rikschas, manchmal auch Fahrrad-Rikschas) zur Verfügung, der Fahrpreis wird pro Kilometer berechnet.
Rikschas sollten nur von Reisenden mit starken Nerven benutzt werden, da der zum Teil abenteuerliche Verkehr hautnah miterlebt wird. Nicht alle Taxis haben Taxameter; man sollte darauf bestehen, daß der Taxameter, falls vorhanden, eingeschaltet wird. Die Tarife ändern sich von Zeit zu Zeit, es kommt daher oft vor, daß der verlangte Preis nicht mit der Summe auf dem Zähler übereinstimmt; die Fahrer sollten jedoch die neuesten Listen auf Anfrage vorlegen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind zwar billig, jedoch oft überfüllt.
Mumbai Electric Supply & Transport (BEST) betreibt ein ausgezeichnetes Nahverkehrsnetz in Mumbai, die Stoßzeiten sollte man jedoch vermeiden und sich besonders in den Bussen vor Taschendieben in Acht nehmen. In Kalkutta gibt es eine U-Bahn.
Fahrzeiten: von Delhi zu anderen Städten in Indien (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
|
|
Flugzeug
|
Schiff
|
Bahn
|
Bus/Pkw
|
|
Mumbai
|
1.50
|
-
|
a17.30
|
28.00
|
|
Kalkutta
|
2.00
|
-
|
b18.00
|
30.00
|
|
Chennai
|
3.00
|
-
|
32.00
|
45.00
|
|
Hyd'bad
|
1.55
|
-
|
24.00
|
40.00
|
|
Agra
|
0.40
|
-
|
3.15
|
4.30
|
|
Jaipur
|
0.40
|
-
|
5.15
|
6.00
|
|
Jammu
|
1.50
|
-
|
16.00
|
14.45
|
|
Triv'rum
|
c5.00
|
-
|
60.00
|
62.00
|
|
Patna
|
1.30
|
-
|
16.00
|
22.00
|
|
Port Blair
|
c5.05
|
d
|
-
|
c
|
Anmerkung: [a] Schnellzug (nicht täglich), der normale Zug braucht 23 Std. [b] Schnellzug (nicht täglich), der normale Zug braucht wesentlich länger. [c] Aufenthalt in Chennai nicht berücksichtigt. [d] Bootsfahrt von Chennai 3-4 Tage.
Weitere Informationen (einschließlich Landkarten, Fahrpläne der Schnellzüge und ausführlichere Zeittafeln) vom Indischen Fremdenverkehrsamt.
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Aktueller Hinweis: Von den Folgen des starken Seebebens am 26.12.2004 waren auch Teile Südindiens betroffen, so die Küste des Bundesstaates Tamil Nadu sowie die Andamanen und Nikobaren, daneben Teile der Küste Keralas und Andhra Pradeshs. Die touristische Infrastruktur in den betroffenen Gebieten hat heute wieder Vor-Tsunaminiveau erreicht.
Urlaubsorte & Ausflüge: Indien ist ein Land mit einer abwechslungsreichen und bewegten Geschichte; es gibt keinen Besucher, dessen Phantasie von den majestätischen Palästen, Tempeln und großartigen Städten altehrwürdiger Kulturen nicht beflügelt wird.
Hill Stations (Bergstationen) bieten eine willkommene und erfrischende Erholung von der Hitze der Ebenen - zumindest Simla muß man gesehen haben. Ebenfalls interessant sind Mussoorie, Ranikhet, Nainital (in der Nähe von Delhi) und Darjeeling, ein beliebtes Urlaubsziel in der Nähe von Kalkutta, wo man den Mount Everest und die gesamte Bergkette des Kanchenjunga sehen kann. Die bekanntesten Hill Stations sind im Text vermerkt, ebenso die schönsten Berggegenden zum
Trekking.
Der Norden: Delhi besteht aus zwei Stadtteilen:
Neu-Delhi, Hauptstadt und Regierungssitz, ist eine moderne Stadt mit breiten, schattigen Alleen, weitläufigen Parkanlagen und Kolonialbauten des englischen Architekten Lutyens; das alte
Delhi dagegen ist eine jahrhundertealte Stadt mit engen, gewundenen Gassen, Tempeln, Moscheen und Märkten. Besondere Beachtung verdienen das »Rote Fort«, die
Jama-Masjid-Moschee (größte Indiens) und der hohe Turm der
Qutab Minar. Außerdem sollte man sich die
Chandni-Chowk (einst reichste Straße der Welt, in der man auch heute noch zahlreiche Gold- und Silberschmieden findet), die von Jai Singh erbaute Sternwarte
Jantar Mantar sowie die Gedenkstätte von Mahatma Gandhi am Ufer des Flusses Yamuna nicht entgehen lassen. Delhi zieht die besten Musiker und Tänzer des Landes an und bietet dadurch die Gelegenheit, der Musik von
Sitar, Sarod und
Tabla zu lauschen, zu der oft Tänze aufgeführt werden. Am Janpath, einer der Hauptstraßen Delhis, findet man eine Vielfalt an Ständen, die einheimische Ware anbieten. Wer Zeit hat, sollte dem
Hotel Imperial am Janpath einen Besuch abstatten. Die altmodisch romantische Atmosphäre verleiht ihm einen ganz besonderen Charme.
UTTAR PRADESH: Östlich von Delhi liegt der Bundesstaat
Uttar Pradesh, durch den der heilige Ganges fließt. An seinem Ufer liegt
Varanasi, das religiöse Zentrum Indiens. Die Stadt selbst ist ein Labyrinth gewundener Gassen, voller farbenfroh gekleideter Pilgerscharen und Sadhus (Heilige Männer), die den Göttern Opfergaben darbieten. Delhi liegt an der Spitze des »Goldenen Dreiecks« - einer Region mit zahlreichen historischen Stätten und Baudenkmälern. 200 km südöstlich von Delhi liegt
Agra mit dem weltbekannten
Taj Mahal. Dieses prunkvolle Mausoleum wurde 1643 von dem Mogul-Herrscher Shah Jahan für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal als Zeichen seiner Liebe errichtet. Er wurde später von seinem Sohn im naheliegenden imposanten »Roten Fort« eingekerkert. Andere Wahrzeichen sind der Akbar-Palast, Jahangir Mahal, der achteckige Turm Mussumman Burj und die Perlenmoschee. Besonders interessant ist
Fatehpur Sikri, die 35 km von Agra gelegene verlassene Stadt des Mogulkaisers Akbar. Sie war nur 12 Jahre Hauptstadt Akbars, bis sie wegen Wassermangels verlassen wurde.
RAJASTHAN: Am südwestlichen Punkt des »Goldenen Dreiecks« liegt
Jaipur, das Tor zum Wüstenstaat
Rajasthan. Jaipur ist eine Stadt mit breiten Alleen und zahlreichen Palästen und ist wegen der charakteristischen Farbe ihrer Gebäude als »Rosa Stadt« bekannt. Dem Palast der Winde
Hawa Mahal sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Hier konnten die Frauen des Hofes das Treiben der Stadt beobachten, ohne selbst gesehen zu werden. Das königliche Observatorium
Jantar Mantar ist ebenfalls sehenswert. Wer die Pracht der alten Herrscher Indiens genießen möchte, kann sich im
Rambagh Palace umsehen, der heute ein Hotel beherbergt. Etwas außerhalb liegt der besonders schöne
Amber Palace(Bernstein-Palast). In der Nähe von Ajmer liegt die kleine Stadt
Pushkar, wo alljährlich Anfang November einer der größten Kamelmärkte der Welt abgehalten wird. Im Anschluß gibt es eine Art Jahrmarkt mit Kamel- und Pferderennen, Riesenrad und anderen Attraktionen, die Tausende von
tribal people (Angehörige von verschiedenen ethnischen Gruppen) aus der Umgebung anziehen. Im Südwesten liegt
Udaipur, bekannt durch das auf einer Insel im See gebaute
Lake Palace Hotel; im Norden, inmitten der Wüste Rajasthans, liegt
Jodhpur, eine Stadt mit engen, gewundenen Gassen und einer imposanten Festung. Die Oase
Jaisalmer war Halteplatz auf der alten Karawanenstraße nach Persien.
MADHYA PRADESH: Südlich des »Goldenen Dreiecks« liegt der Bundesstaat
Madhya Pradesh. Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten finden sich in der Nähe seiner Nordgrenze. Die große Festung von
Gwalior erhebt sich ca. 160 km von Agra entfernt. Im Osten liegt
Khajuraho mit seinen berühmten erotischen Tempelverzierungen.
HIMACHAL PRADESH: Die Landschaft reicht von den kahlen Felsen und reißenden Bächen der Täler von Spiti und Lahaul im Norden bis zu den Obstgärten von Kangra und Chamba. In
Manali führt eine Wanderung am Fluß Bhaga entlang nach
Keylong und dann weiter zum
Bara-Shigri-Gletscher oder über den Baralacha-Paß nach
Leh (s. u.).
Kulu liegt in einem schmalen Tal zwischen dem Himalaya und dem Fluß Beas und ist berühmt für seine Tempel und religiösen Feste. Unvergleichlich ist die Aussicht vom Rohtang-Paß. Von der Stadt
Dharamsala im Kangra-Tal dringt man zum Bharmaur-Tal und über den Indrahar-Paß zu noch höhergelegenen Bergpässen vor.
Chamba liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Flusses Ravi und ist nach den aromatischen Bäumen benannt, die hier zwischen reichverzierten Tempeln gedeihen. Gute Trekking-Pfade führen vom nahegelegenen
Dalhousie zum Gletschersee von
Khajjiar und zu den Pässen von Sach und Chini.
Simla, ehemals die Sommerhauptstadt der Briten, liegt hoch in den Bergen und lädt zu Treks ins Kulu-Tal über den Jalori-Paß und weiter zu den Tälern von Kalpur und Kinnaur ein. Im nahegelegenen
Kufri gibt es ein Wintersportzentrum mit Eisbahn und Skipisten. In
Kulu und
Manali gibt es preiswerte Hotels, Blockhäuser, Ferienhäuser und Berghütten. Weniger bekannt sind die
Hill Stations Dalhousie, Dharamsala, Nahan, Paonta Saheb, Keylong, Chamba und Kangra. Ganz im Norden liegt die riesige Bergregion
KASCHMIR, die früher eine beliebte Urlaubsregion war. Heute sollten die unmittelbaren Grenzregionen zwischen Indien und Pakistan gemieden werden. Die Stadt
Jammu ist das Tor nach Kaschmir. Zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten dieser von Seen und Bergen umrahmten Stadt gehören die Tempel von
Rambireshwar und
Raghunath.
Der Westen: Mumbai (ehemals Bombay): Die größte Metropole Westindiens und Hauptstadt des Bundesstaates
Maharashtra ist
Mumbai mit seiner Mischung aus geschäftigem Hafen und moderner Industrie, unzähligen kleinen und großen Märkten und glasverkleideten Wolkenkratzern. In den Mumbai-Filmstudios werden mehr Filme produziert als in Hollywood. Der
Mahalaxmi-Course ist einer der besten Pferderennplätze Indiens. Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist das
Gateway to India, hier beginnen Ausflugsschiffe ihre 10 km lange Fahrt durch den Hafen zur
Elephanta-Insel mit ihren Höhlentempeln aus dem 8. Jahrhundert, deren Wände mit faszinierenden großen Felszeichnungen geschmückt sind. Bekannteste
Strände: Juhu Beach (überfüllt) mit 5-Sterne-Hotelkomplex. Strände außerhalb Mumbais: Madh, Marve, Manori mit preiswerten Hotels, Tithal, Ubhrat, Hajira, Diu (Unionsterritorium), Daman (Unionsterritorium), Chorwad, Dahanu, Dwarka. Preiswerte Hotels und Ferienhäuser.
Hill Stations: Mahabaleshwar, Panchgani, Panhala, Matheran, Lonavla, Khandala, Erangal, Saputara. Südöstlich von Mumbai liegen mehrere schöne Bergstationen, im besonderen Matheran, Mahabaleshwar und Puna mit seinen friedlichen
Bund Gardens.
Maharashtra: Östlich von Mumbai liegt
Aurangabad, Ausgangspunkt für Abstecher zu zwei der bekanntesten in Felsen gemeißelten Tempel der Welt. Die buddhistischen Höhlentempel von
Ajanta sind mindestens 2000 Jahre alt. Insgesamt 30 Höhlen dringen tief in die steilen Wände der Felsschlucht ein und sind mit hervorragend erhaltenen Zeichnungen des damaligen täglichen Lebens geschmückt. Die Zeichnungen in den Höhlen von
Ellora erzählen religiöse Geschichten der Hindus, Buddhisten und Dschainas. Der Tempel von
Kailasa ist ebenfalls sehenswert.
GUJARAT: Im Nordwesten liegt der Bundesstaat
Gujarat, bekannt durch feine Seidenstoffe, als Geburtsort
Mahatma Gandhis und als letzter Zufluchtsort der asiatischen Löwen tief im
Gir-Wald. Im Januar 2001 ereignete sich in Gujarat ein schweres Erdbeben, das rund 20000 Todesopfer forderte; der Wiederaufbau zerstörter Städte und Siedlungen wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Ahmedabad, im Osten des Bundesstaates, ist die Textilhauptstadt Indiens und produziert die weltbekannten Seidenstoffe. Ahmedabad ist auch der Sitz des von Gandhi gegründeten
Sabarmati-Ashram, in dem seine Ideologie der Gewaltlosigkeit noch heute lebendig ist. Gandhis Geburtsort ist das Fischerdorf
Porbandar, 320 km weiter westlich.
GOA: Weiter südlich liegt
Goa. Die 100 km lange, palmengesäumte Küste birgt einige der schönsten Strände des Subkontinents. Goa war bis 1961 eine portugiesische Kolonie - die charmante Mischung romanischer und indischer Kultur ist noch heute spürbar.
Panaji ist die Hauptstadt des Bundesstaates und eine der ruhigsten und schönsten Städte Indiens. Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale.
Old Goa ist mit dem Bus erreichbar und weist eine erstaunliche Vielzahl architektonischer Stilrichtungen auf. Sehenswerte Gebäude sind die Basilika, das Kloster und die Kirche des Franz von Assisi. Im nahegelegenen
Ponda steht der 400 Jahre alte Tempel von
Shri Mangesh. Der luxuriöse Hotelkomplex in
Aguada, das Taj-Urlaubsdorf und die Aguada-Einsiedelei sind nur eine kleine Auswahl der vielfältigen Unterkunftsmöglichkeiten in Goa. Goa hat mehrere Naturschutzgebiete, einschließlich
Bondla in den Bergen der
Western Ghats, wo Wildschwein und Sambar in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden können. Der Bundesstaat kann sich einer eindrucksvollen Vielfalt portugiesischer und indischer Gerichte sowie farbenprächtiger Feste rühmen, darunter der Karneval
Mardi Gras
Der Süden: Der Süden Indiens ist bisher am wenigsten von ausländischer Kultur beeinflußt worden.
Chennai (Madras), Haupstadt des Bundesstaates
Tamil Nadu, ist Indiens viertgrößte Stadt und die Wiege der historischen Drawiden-Zivilisation, die eine der ältesten Schriften der Welt entwickelten. Dieses bekannte Zentrum der Tempelbildhauerei ist auch die Heimat des klassischen Stils der indischen Tänze. Trotz einer Ausdehnung von 130 qkm gibt es in der Metropole nur wenige mehrstöckige Gebäude, und Chennai hat eher das Flair einer Marktstadt. Empfehlenswert ist ein Besuch im
Fort St. George, wo die Geschichte von Chennai festgehalten ist; auch der
Kapeleeswar-Tempel mit seinen reichverzierten, imposanten Türmen ist interessant.
Strände: Covelong, Fisherman's Cove, Urlaubsort direkt am Wasser. Mamallapuram (Chennai): Bungalows und Tempel direkt am Strand. Kanya Kumari, Tiruchendur, Rameswaram, Karikal (Unionsterritorium), Pondicherry (Unionsterritorium).
Hill Stations: Ootacamund (Udagamandalam), Kodaikanal. Silvery Lake: Hotels und Ferienhäuser. Yercaud, Coonoor, Kotagiri.
TAMIL NADU: Im Süden gibt es mehrere wichtige religiöse Zentren, besonders
Kanchipuram mit unzähligen Tempeln und den eindrucksvollen
Gopurams oder Stadttoren, die mit Götterstatuen verziert sind. Im Landesinneren liegen
Madurai mit einem großen, geschäftigen Tempel und Thanjavur. Tiruchirapalli ist einen Besuch wert; das Wahrzeichen der Stadt ist eine imposante Festung auf felsiger Anhöhe. Weiter südlich an der Küste liegen
Pondicherry, eine hübsche Stadt in typisch-französischer Bauart, sowie die Hafenstadt
Rameswaram. KERALA: Im Südwesten liegt der Bundesstaat
Kerala mit seinen zahlreichen Badeorten. Einer der schönsten ist
Kovalam mit feinsandigen Stränden und einem modern eingerichteten Touristenkomplex mit luxuriösen Bungalows und einem fünfstöckigen Hotel mit Swimmingpool. Die regionale Hauptstadt
Trivandrum mit dem bekannten
Padmanabhaswamy-Tempel liegt nur wenige Kilometer entfernt. Tiefer im Landesinneren liegt das
Periyar-Wildreservat mit seiner vielfältigen Tier-und Pflanzenwelt.
Cranganorre, Alleppey und
Kochi sind weitere Urlaubsorte in Kerala.
Hill Stations: Ponmundi, Munnar. Die 36
Lakshadweep-Inseln liegen ca. 400 km von der Küste Keralas entfernt - ein tropisches Inselparadies mit Korallenriffen und türkisblauen Lagunen im Arabischen Meer. Die für den Besuch der Inseln erforderliche Sondergenehmigung ist in Kochi erhältlich, von wo aus dreimal die Woche Flüge zu den Inseln aufbrechen. Nur zwei der zehn bewohnten Inseln,
Bangaram Island, sind für den Tourismus geöffnet.
KARNATAKA: Nördlich von Kerala liegt der Bundesstaat
Karnataka mit relativ leeren Stränden in
Karwar, Mahe und
Udipi. Die Hauptstadt
Bangalore, eine reiche Stadt mit vielen reizvollen Gartenanlagen und Parks, ist Zentrum der elektronischen und technischen Industrie. Südwestlich liegt
Mysore, wo vor allem Räucherstäbchen hergestellt werden. Einen Besuch des prunkvollen
Maharaja-Palasts sollte man sich nicht entgehen lassen, am Eingang gibt man seine Schuhe ab und gleitet barfuß über edle Marmor- und Mosaikfußböden. Sonntag abends wird der Palast bei Musikbegleitung spektakulär angestrahlt. Karnataka hat eine Anzahl bedeutender religiöser und historischer Stätten, einschließlich der bizarren Ruinen in
Hampi nördlich von Bangalore und der riesigen Statue von Gott Bahubali in
Sravanabelagola, nördlich von Mysore.
Strände: Ullal, Udupi (Hindu-Wallfahrtsort), Mahe, Mangalore.
Hill Station: Mercara.
ANDRA PRADESH: Nordöstlich von Karnataka liegt der Bundesstaat
Andra Pradesh mit der Hauptstadt
Hyderabad. Visakhapatnam, Indiens viertgrößter Hafen, liegt 220 km weiter östlich.
Strände: Mypad, Machilipatnam, Manginipundi, Bheemunipatnam.
Hill Station: Horseley Hills.
Der Osten: Kolkata (Kalkutta) ist die größte Stadt Indiens, Hauptstadt des Bundesstaates
Westbengalen und Handelszentrum des Ostens. Die Stadt wurde im 17. Jahrhundert als britischer Handelsposten eingerichtet und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer pulsierenden Großstadt. Das koloniale Erbe bleibt erhalten in den Gebäuden der Chowringhee- und der Clive-Street, die heute Jawaharlal Nehru Road und Netaji Subhash Road heißen. Kalkutta ist ein Zentrum zahlreicher kreativer und intellektueller Aktivitäten; einige der besten Filmproduzenten des Landes sind hier zuhause. Das
Indische Museum der Stadt ist das beste Asiens. Andere Sehenswürdigkeiten sind die
Viktoria-Gedenkstätte aus weißem Marmor, das
Octherlony-Institut und das Hauptquartier der Rama-Krishna-Bewegung. Auf der anderen Seite des Flusses liegen der
Kali-Tempel von Dakshineshwasar und der Botanische Garten.
Strand: Digha, preiswerte Hotels, Ferienhäuser.
Hill Stations: Kalimpong, Mirik.
BIHAR und ORISSA: Weiter westlich liegt der Bundesstaat
Bihar mit dem religiösen Zentrum
Bodhgaya, einem heiligen Ort für Hindus und Buddhisten. Hauptstadt des Bundesstaates ist
Patna, das im November, wenn Rindermarkt ist, eher wie eine Kleinstadt wirkt.
Hill Station: Netarhat.
Der Staat
Orissa hat drei Tempelstädte. Die bedeutendste ist
Bhubaneswar. Hier standen einmal nicht weniger als 7000 Tempel, leider sind nur 500 davon erhalten geblieben. Der größte Tempel,
Lingaraja, ist dem Hindugott Shiva gewidmet. Nach einer kurzen Fahrt Richtung Süden kommt man nach
Puri, einer der vier heiligsten Städte Indiens, die wegen ihrer Strände auch als Ferienort geschätzt wird. Im Juli und August findet in Puri eines der aufsehenerregendsten Festspiele Indiens statt, das
Rath Yatra oder »Wagenfest«: Götterstatuen auf riesigen hölzernen Triumphwagen werden durch die Straßen gezogen und von Pilgern verehrt. Weiter nördlich an der Küste liegt
Konarak, bekannt für seine abgelegene »Schwarze Pagode« - ein riesiger, dem Sonnengott gewidmeter Tempel in Form eines von Pferden gezogenen Triumphwagens. Diese Skulptur ist ebenso bewundernswert wie die Darstellungen in Khajuraho und zählt zu den besten Indiens.
DARJEELING: Das weltbekannte Teeanbaugebiet
Darjeeling erstreckt sich über einen Bergabhang, der tief ins Tal abfällt, und bietet einen herrlichen Blick auf den
Kanchenjunga, mit 8586 m dritthöchster Berg der Welt. Hier liegt das Hauptquartier des
Himalayan Mountaineering Institute. Darjeeling ist auch die Heimat des als
Sherpa Tenzing bekannten Mount-Everest-Bergsteigers Tenzing Norgay.Eine der malerischsten Bahnfahrten der Welt ist die Reise mit der »Spielzeugeisenbahn« von Kalkutta nach Darjeeling. Der letzte Teil der Reise führt durch Urwald, Teegärten und Pinienwälder. Eine zweieinhalbstündige Busfahrt führt nach
Kalimpong, einer Marktstadt am Fuße des Himalaya. Besonders ins Auge fallen die fünf Gipfel des mächtigen Kanchenjunga, es gibt aber auch sanfte Hügel und Täler mit Nadelwäldern, türkisfarbenen Seen und sanft rauschenden Bächen. Kurze und lange Treks sind möglich zu den
Tiger Hills (herrliche Aussicht) und den Gipfeln von
Phalut,
Sandakphu,
Singalila und
Tanglu.
SIKKIM: Der Bergstaat
Sikkim im Norden ist ein Wunderland mit Farnen und Blumen, Vögeln und Schmetterlingen, Orchideen und Bambus, Eichen- und Nadelwäldern, umgeben von sanft dahinrauschenden Flüssen, Terrassenfeldern und üppigem Rhododendron. Tief im Herzen der Region liegen Sikkims berühmte Klöster, deren weiße Gebetsfahnen sich vom strahlendblauen Himmel abheben. Die Hauptstadt und
Hill Station Gangtok ist Ausgangspunkt für Abstecher in den geheimnisumwobenen Norden und Osten der Region, zum heiligen
Yaksum, Pemayangtse und zu den Bergen in der Nähe von
Bakkhim und
Dzongri. ASSAM und MEGHALAYA: Noch weiter östlich liegen die Bundesstaaten
Assam und
Meghalaya. Assam hat als Teeanbaugebiet Weltruf und ist außerdem für seine Nationalparks bekannt, die von der Hauptstadt
Guwahati aus erreichbar sind. Im
Manas-Tigerreservat gibt es außer Tigern auch Wasserbüffel, Elefanten und Goldene Langur-Affen in Grasland, Regenwald und Flußlandschaft; im
Kaziranga-Nationalpark lebt das seltene einhörnige Indische Nashorn.
Shillong ist die Hauptstadt Meghalayas, eine
Hill Station und die Heimat des Khasi-Volkes.
ANDAMAN- und NICOBAR-INSELN: Im Golf von Bengalen liegen die
Andaman- und Nicobar-Inseln, ein üppig bewaldeter Archipel mit exotischen Pflanzen und einer großen Vielzahl von Korallen und tropischen Fischen.
Port Blair ist die Hauptstadt und von Chennai aus per Schiff oder Flugzeug erreichbar. Für die Inseln gelten besondere Einreisebedingungen, manche Gegenden erfordern eine Sondereinreisegenehmigung. Viele der Inseln sind weiterhin für ausländische Besucher nur begrenzt zugänglich, um die Eingeborenen, die auf einigen Inseln völlig abgeschieden von der Zivilisation leben, zu schützen. Für weitere Informationen siehe
Reisepaß/Visum.
Trekking: Im weiteren folgt eine Beschreibung der wichtigsten Trekking-Regionen in Indien. Für praktische Informationen über Trekking siehe
Sozialprofil/Sport.
Jammu und Kaschmir bieten einige der bekanntesten Trekking-Routen in Indien. Wegen der vorherrschenden politischen Spannungen wird von Reisen und Trekkingtouren in dieser Region jedoch dringend abgeraten. Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage in Indien sind von den Auswärtigen Ämtern in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.
Aravalli-Berge: Die Aravallis sind Überbleibsel der ältesten Bergkette des Subkontinents und erinnern eher an große Felsbrocken; sie sind so karg, daß nur Akazien und Dattelpalmen in der Nähe von Oasen wachsen.
Mount Abu ist die größte
Hill Station der Region und liegt auf einer isolierten, von grünen Wäldern umgebenen Hochebene. Von hier aus können Tagesausflüge zu verschiedenen interessanten Tempeln unternommen werden. Der
Arbuda-Devi-Tempel ist aus Fels gehauen, die Aussicht über die umliegenden Berge ist ausgezeichnet. Guru Shikhar, Gaumukh und Achalgarh Fort sind ebenfalls innerhalb eines Tages erreichbar.
Satpura-Range: Diese Bergkette erstreckt sich entlang des mittleren Indiens, liegt größten Teils in Madhya Pradesh und stellt die nördliche Grenze des Dekhan dar. Von
Pachmarhi, einer
Hill Station, sind Treks zu den Gipfeln Mahadeo und Dhupgarh möglich.
GARWHAL: Diese Region liegt hoch im Garhwal-Himalaya und wird oft in den Geschichten und Legenden der indischen Götter erwähnt. In den üppigen Tälern und hochaufragenden, schneebedeckten Bergspitzen entspringen der lebensspendende »Ganga« und mehrere andere große Flüsse.
Mussoorie, sehr beliebt bei den Briten der Kolonialzeit, ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Abstecher in die Täler von Gangotri und Yamounotri. Die Quelle des Ganges in Gaumukh ist ebenfalls von hier aus erreichbar.
Rishikesh liegt nördlich der heiligen Stadt
Haridwar, von hier aus gelangt man zum heiligen Schrein
Badrinath. Der Weg dorthin führt durch das atemberaubende »Tal der Blumen«, besonders sehenswert während der Blüte im August. Weitere Wanderziele sind der Hemkund-See, das Mandakini-Tal und Kedarnath, einer der 12
Jyotirlinge des Gottes Shiva. Der faszinierende Tempel ist besonders sehenswert.
KUMAON: Diese Region reicht vom Himalaya im Norden bis zu den grünen Gebirgsausläufern von Terai und Bhabar, besteht aus den drei nordöstlichen Himalaya-Provinzen von Uttar Pradesh.
Almora ist einer der bekanntesten Treffpunkte und eine ideale Basis für Treks durch Pinien- und Rhododendronwälder mit fantastischem Ausblick auf schneebedeckte Berge. Der
Pindiri-Gletscher und das
Someshwar-Tal können von hier aus erreicht werden.
Nainital ist eine von großen Obstgärten umgebene
Hill Station, von hier aus bieten sich kurze Ausflüge in das
Bhim-Tal, Khurpa-Tal und zum
Binayak-Wald an.
Ranikhet ist der Ausgangspunkt für Treks zum Kausani. Die
Western Ghatsverlaufen vom Fluß Tapti bis zur Südspitze des Subkontinents parallel zur Westküste Indiens, ein Großteil liegt in Karnataka. Weiter südlich in Karnataka liegt
Coorg auf einer grünen Kuppe in bergiger Landschaft.
Madikeri ist der Ausgangspunkt vieler Treks durch dieses Gebiet. Die
Upper Palani Hills in Tamil Nadu sind Ausläufer der Ghats. Zwei kürzere Wanderpfade führen von
Kodaikanal zum
Pillar Rock und der
Green Valley View. Courtallam, ebenso in Tamil Nadu, ist von dichter Vegetation und Kaffee- und Gewürzplantagen umgeben.
Mahabaleshwar: Im Norden der Bergkette der Western Ghats ist die höchste
Hill Station in diesem Gebiet und eine ideale Basis für Treks nach
Lonavla, Khandala, Matheran und zum malerischen
Bhor Ghat mit seinen Wasserfällen, Seen und Wäldern.
Nilgiris: Die Berge im Westen von Tamil Nadu, von denen auch ein Teil in Kerala liegt, sind mit ihrer mäßigen Höhe und dem milden Klima ideal zur Erholung von der Hektik der Städte. Sie sind wegen ihrer violetten Schattierung als
Blue Mountains bekannt und übersät mit Orangengärten, Teeplantagen, bewaldeten Abhängen und stillen Seen. Von
Ootacamund (Ooty im allgemeinen Sprachgebrauch) aus kann man zu den
Wenlock Downs, den
Kalahatti-Fällen und zum
Mudumali-Wildreservat trekken.
Coonor ist günstig für Abstecher zum
Droggs Peak und
Lambs Rock, während
Kotagiri, die älteste der genannten Bergstationen, durch ihre geschützte Position viele schattige Wanderwege zum Erforschen der erholsamen Nilgiris bietet.
Tier- und Pflanzenwelt: Die geographische Vielfalt des Subkontinents Indien spiegelt sich auch in der Tierwelt wieder: es gibt über 350 Säugetierarten und 1200 verschiedene Vogelarten. Jede Region hat etwas Besonderes zu bieten: das Hangul-Rotwild findet man nur in den Tälern von Kaschmir, das Nashorn an wenigen Stellen des Flusses Brahmaputra im Osten, die schwarzen Langur-Affen in den Westlichen Ghats, und im Westen ist die Heimat der letzten asiatischen Löwen.
Der Bengalische Tiger und der Indische Elefant sind trotz drastischer Reduzierung ihrer Bestände noch in den meisten Regionen zu finden.
Über 200 Parks und Wildreservate bieten gute Gelegenheiten, fast alle Tierarten aus nächster Nähe zu sehen. Im Anschluß eine Aufzählung der wichtigsten Schutzgebiete. Unterkunft sollte im voraus gebucht werden, entweder beim Verkehrsamt des jeweiligen Bundesstaates oder bei der Leitung des Reservats.
NORDINDIEN
Dachigam Wildlife Sanctuary(Kaschmir). Weites Tal, Berghänge. Die einzige Heimat des seltenen Hangul-Rotwilds; Leoparden, Schwarz- und Braunbären, Reiher.
Govind Sagar Bird Sanctuary (Himachal Pradesh). Vogelschutzgebiet mit Kranichen, Enten, Gänsen und Krickenten.
Corbett National Park (Uttar Pradesh). Ausläufer des Himalaya in der Nähe von Dhikala; Salwälder und -ebenen; Tiger, Elefanten, Cheetal (geflecktes Rotwild), Nilgai (indische Antilope) und verschiedene Vogelarten. Hervorragende Angelgründe im Fluß Ramganga.
Dudhwa National Park (Uttar Pradesh). Nepalesische Grenze; Tiger, Faultiere und Panther.
Naina Devi National Park - Tal der Blumen (Uttar Pradesh). Dieser »Dachgarten« liegt auf einer Höhe von 3500 m. Sondergenehmigung erforderlich.
Sariska National Park (Rajasthan). Ca. 200 km von Delhi entfernt. Wald und offene Ebenen; Sambar (größtes indisches Rotwild), Nilgai (indische Antilope), Blackbuck, Panther, Tiger; gut in der Dunkelheit.
Ranthambhore (Sawai Madhopur/Rajasthan). Bewaldete Hügel, Ebenen und Seen; Simbar, Chinkara (indische Gazelle), Tiger, Faultiere, Krokodile und Zugvögel.
Keoladeo Ghana Bird Sanctuary (Rajasthan). Indiens schönster Vogelpark, viele einheimische Wasservögel, Zugvögel aus Sibirien und China, Kraniche, Gänse, Störche, Reiher sowie Schlangen.
Bandhavgarh National Park (Madhya Pradesh). Dieser Park in den Vindhyan-Bergen hat eine große Anzahl verschiedener Tiere, einschl. Panther, Sambar und Gaur.
Kanha National Park (Madhya Pradesh). Salwald und Grasland; einzige Heimat der Barasingha (Sumpf-Rotwild); Tiger, Cheetal, Gaur.
Shivpuri National Park (Madhya Pradesh). Offener Wald am See; Chinkara, Chowsingha (vierhörnige Antilope), Nilgai, Tiger, Leoparden, Wasservögel.
OSTINDIEN
Namdapha National Park (Arunachal Pradesh). Tiger, Leopard, Gaur.
Kaziranga National Park (Assam). Elefantengras und Sümpfe; Nashörner, Wasserbüffel, Tiger, Leoparden, Elefanten, Rotwild, viele Vogelarten. Elefantenritte im Park möglich.
Manas Wildlife Sanctuary (Assam). An der Grenze nach Bhutan, Regenwald, Grasland und Flußbänke; Nashörner, Wasserbüffel, Tiger, Elefanten, Langur-Affen, Wasservögel. Fischen ist erlaubt.
Nameri National Park (Assam). Tiger und Wasservögel. Fischen erlaubt.
Palamau Tiger Reserve (Bihar). Bewaldete Hügel; Tiger, Leoparden, Elefanten, Sambar, Dschungelkatzen, Rhesusaffen, gelegentlich Wölfe.
Hazaribagh National Park (Bihar). Hügellandschaft mit Salwald; Sambar, Nilgai, Cheetal, Tiger, Leoparden, gelegentlich Muntjaks (Rotwild).
Sundarbans Tiger Reserve (Westbengalen). Mangrovenwälder; Tiger, Rotwild, Krokodile, Delphine, zahlreiche Vogelarten. Mit gemieteten Booten zu erreichen.
Jaldapara Wildlife Sanctuary (Westbengalen). Tropischer Wald und Grasland; Nashörner, Elefanten, zahlreiche Vogelarten.
Simlipal Tiger Reserve (Orissa). Riesiger Salwald; Tiger, Elefanten, Leoparden, Sambar, Cheetal, Muntjaks und Chevrotain.
Chilika Sanctuary (Puri). Zahlreiche Vogelarten, Delphine.
SÜDINDIEN
Periyar Wildlife Sanctuary (Kerala). Großer künstlicher See; Elefanten, Gaur, wilde Hunde, Schwarze Langur-Affen, Otter, Schildkröten, viele Vogelarten einschließlich des Nashornvogels. Rundfahrten per Boot.
Vedanthangal Water Birds Sanctuary (Tamil Nadu). Einer der größten Brutplätze in Indien. Kormorane, Reiher, Störche, Pelikane, Lappentaucher und viele andere.
Point Calimere Bird Sanctuary(Tamil Nadu). Vor allem für Flamingos bekannt, aber auch Reiher, Krickenten, Brachvögel, Regenpfeifer, Blackbuck und Wildschweine.
Pulicat Bird Sanctuary (Andhra Pradesh). Flamingos, graue Pelikane, Reiher, Seeschwalben.
Dandeli National Park (Karnataka). Bisons, Panther, Tiger und Sambar. Von Goa aus leicht erreichbar.
Jawahar National Park (einschließlich
Bandipur und
Nagarhole National Parks/Karnataka und der Wildschutzgebiete von
Mudumalai/Tamil Nadu und
Wayanad/Kerala). Riesige Mischwälder; größte Elefantenherde Indiens, Leoparden, Gaur, Sambar, Muntjaks, Rieseneichhörnchen. Einheimische Vogelarten.
WESTINDIEN
Tadoba National Park (Maharashtra). Teakwälder und See; Tiger, Leoparden, Nilgai, Gaur. Besuche auch nach Einbruch der Dunkelheit.
Sasan Gir National Park (Gujarat). Bewaldete Ebenen und See; letzte Heimat des asiatischen Löwen; Sambar, Chowsingha, Nilgai, Leoparden, Chinkara und Wildschweine.
Nalsarovar Bird Sanctuary (Gujarat). See; Zugvögel; einheimische Vögel einschließlich Flamingos.
Little Rann of Kutch Wildlife Sanctuary (Gujarat). Wüste; Khur-Herden (Indiens Wildesel), Wölfe, Karakal.
Velavadar National Park (Gujarat). Delta-Grasland; große Blackbuck-Herden.
Krishnagiri Uparan National Park (Maharashtra). Früher als Bolivri bekannt. Kanheri-Höhlen, Vihar, Tulsi und Powai-Seen, Wasservögel. Löwen-Safaripark in der Nähe.
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Essen & Trinken: Das unvergeßliche Aroma Indiens besteht nicht nur aus Jasmin und Rosen, sondern auch aus den Düften der Gewürze der indischen Küche - besonders bei der Curry-Zubereitung. Das Wort »Curry«, eine englische Ableitung von
Kari, heißt nichts weiter als »würzige Soße«. In Indien versteht man unter Curry daher weit mehr als die im Westen erhältliche Gewürzmischung aus Gelbwurz, Kardamom, Ingwer, Koriander, Muskatnuß und Kreuzkümmel. Dem indischen Koch stehen an die 25 verschiedene, frisch vor Gebrauch geröstete und gemahlene Gewürze zur Verfügung, um die richtige Zusammensetzung oder
Masalas auszutüfteln. Die Zusammensetzungen variieren erheblich zwischen den verschiedenen Regionen. Obwohl nicht alle Hindus Vegetarier sind, gibt es eine außerordentlich große Vielzahl wohlschmeckender Gemüsegerichte. Im Norden sind Fleischgerichte häufiger:
Rogan Josh (Lammcurry),
Gushtaba (gewürzte Fleischbällchen in Joghurt) und das feine
Biryani (Huhn oder Lamm mit Reis, mit Zucker und Rosenwasser abgeschmeckt). Die Mughlai-Küche ist gehaltvoll, cremig, gut gewürzt und mit viel Nüssen und Safran versehen. Die sehr beliebten
Tandoori-Gerichte (mariniertes Huhn, Fleisch oder Fisch im Tonofen gebacken) und
Kebabs sind ebenfalls Spezialitäten des Nordens. Im Süden gibt es viele scharf gewürzte Gemüsegerichte. Besondere Spezialitäten sind
Bhaji (Gemüsecurry),
Biryani (Reisgericht mit Curry),
Dosa (hauchdünne, knusprige Pfannkuchen aus Linsenmehl mit schmackhafter Gemüsefüllung und Kokosnußsoße)
, Idli (Reismehlklöße),
Sambar (dünnflüssiger Gemüsecurry) und
Raita (Joghurt mit geraspelter Gurke und Minze). Kokosnüsse spielen eine große Rolle in der südindischen Küche. An der Westküste gibt es eine große Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten,
Bombay Duck (mit Curry gewürzter oder gebratener Bombloe-Fisch) und
Pomfret (indischer Lachs) sind nur zwei Beispiele. Fisch ist auch ein wichtiger Bestandteil der bengalischen Küche:
Dahi Maach (mit Curry - besonders Kurkuma und Ingwer - gewürzter Fisch in Joghurtsauce) und
Mailai (Krabben mit Curry und Kokosnuß). Während Reis die Hauptbeilage im Süden ist, wird im Norden sehr oft flaches Brot angeboten:
Pooris, Chappatis und
Nan. Überall in Indien, vom vornehmsten Hotelrestaurant bis hin zum billigen Imbißstand, kann man
Dhal (scharfe Linsensuppe) und
Dhai (Joghurt als Beilage) bestellen; letzteres ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern hilft auch, die mitunter sehr stark gewürzten Gerichte zu »entschärfen« - viel besser als ein Glas Wasser oder Bier.
Nachspeisen sind indische Süßigkeiten, deren Hauptzutaten oft angedickte Milch, Zucker, Honig,
Ghee, Nüsse und Sirup sind; besonders unwiderstehlich sind u. a.
Kulfi (indisches Eis),
Rasgullas (mit Rosenwasser abgeschmeckte Quarkbällchen),
Gulab Jamun (Mehl, Joghurt und gemahlene Mandeln) und
Jalebi (in Fett gebackenes, spiralförmiges Sirupgebäck). Natürlich gibt es auch ausgezeichnetes Obst, je nach Region und Jahreszeit wie z. B. Orangen, Bananen, Mangos, Granatäpfel, Melonen, Aprikosen, Äpfel, Papayas, Ananas und Erdbeeren. Um die Verdauung zu fördern und den Mundraum zu neutralisieren kaut man nach dem Essen
Pan (in Betelblatt eingewickelte Gewürze wie Anis und Kardamom).
Samosas, Pakora, Dosa und
Vada sind als kleine Zwischenmahlzeiten an jeder Straßenecke erhältlich; in den größeren Städten werden auch europäische Süßigkeiten angeboten. Europäische Gerichte guter Qualität sind auch vielerorts zu finden.
Getränke: Tee ist das beliebteste Getränk, und viele Teesorten aus Indien sind weltweit bekannt. Wenn man nicht ausdrücklich »Tray Tea« bestellt, wird dem Tee automatisch Milch und Zucker beigefügt. Kaffee erfreut sich zunehmender Beliebtheit, vor allem im Süden.
Nimbu Pani (Limonensaft mit Soda),
Lassi (Buttermilch) und Kokosmilch direkt aus der Nuß sind angenehme Durstlöscher. In den Restaurants wird am Tisch bedient; je nach Region und Stil des Restaurants können alkoholische Getränke zum Essen bestellt werden. Hotelbars findet man in den größeren, »internationalen« Hotels. Auf Anfrage erhält man von den indischen Botschaften, Konsulaten oder Fremdenverkehrsämtern ein
All India Liquor Permit, diese Genehmigung wird zusammen mit dem Visum ausgestellt und ermöglicht den Einkauf alkoholischer Getränke in Gujarat, Hargana und Andhra Pradesh, in denen z. Zt. Einschränkungen für den Alkoholkauf gelten. Das Fremdenverkehrsamt klärt über den neuesten Stand auf; hier kann man auch Auskünfte über alle anderen Ge- und Verbote erhalten, die in den jeweiligen Bundesstaaten bestehen. Besonders in den Großstädten gelten bestimmte Tage der Woche als »Trockentage«, in denen Alkohol nicht verkauft werden darf. Zumeist ausgiebig gezuckerte Sprudel- und Colagetränke, abgefülltes Wasser und europäische alkoholische Getränke sind überall erhältlich.
Nachtleben: Ein Nachtleben im westlichen Sinne ist in Indien schwer zu finden, nur in einigen großen Städten gibt es Nachtklubs und Diskotheken. Kulturelle Veranstaltungen mit Darbietungen indischer Tänze und Musik sind die üblichen Höhepunkte. Mumbai und Kalkutta sind die Metropolen der indischen Filmindustrie (auch
Bollywood genannt. Der Name stammt von der Abkürzung Bombay Hollywood), die Zahl der produzierten Spielfilme ist dreimal so hoch wie in den USA. Fast jede Stadt hat mindestens ein Kino, einige zeigen manchmal Filme in englischer Sprache. Musik und Tanz, Liebesdramen und Politik spielen, zusammen mit anderen Einflüssen, eine große Rolle in der indischen Filmkunst. In Großstädten führen Theater oft Bühnenstücke in englischer Sprache auf.
Einkaufstips: Die Traditionen und Methoden des indischen Kunsthandwerks sind seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben und dadurch vervollkommnet worden. Jede Region hat ihre eigene Spezialität und jede Stadt ihre eigenen Kunsthandwerker mit besonderen Fingerfertigkeiten. Seiden, Gewürze, Schmuck und viele andere typisch indische Waren sind weltbekannt. Handeln ist üblich, außer in
State Emporiums und einigen anderen Läden mit Festpreisen. State Emporiums sind die Kunstgewerbeläden einzelner Bundesstaaten, deren festgesetzte Preise der Unterstützung der Kunsthandwerker zugute kommen sollen.
Textilien: Die Stoffherstellung ist eine der wichtigsten Industrien; indische Seiden, Baumwollstoffe und Wollfasern zählen zu den besten der Welt. Unter den Seidenstoffen ist Brokat aus Varanasi der bekannteste, andere Variationen kommen aus Patna, Murshidabad, Kanchipuram und Surat. In Rajasthan werden bunte Batik-Baumwollstoffe hergestellt, während Chennai für einen Stoff bekannt ist, bei dem sich die Farben nach einigen Wäschen vermischen, was als besonderer Effekt geschätzt wird. Landesweit wird das Himroo-Tuch angefertigt, eine Mischung aus Seide und Baumwolle. Kaschmirwolle dürfte wohl das bekannteste Ausfuhrgut Indiens sein.
Teppiche: Indiens Teppichindustrie ist ebenfalls eine der größten der Welt, und viele Beispiele dieses alten und wunderschönen Handwerks sind in Museen ausgestellt. Kaschmirs Teppiche zeigen Muster persischen Ursprungs, sind aus reiner Wolle, Baumwollgarn oder Seide hergestellt, außerordentlich erlesen und sehr teuer. In Darjeeling findet man die unverkennbaren bunten tibetanischen Läufer.
Kleidung ist sehr preiswert und wird in vielen Geschäften auf Wunsch innerhalb kurzer Zeit nach Maß angefertigt oder geändert. Kleider gibt es aus Seide, Himroo, Baumwolle, Brokat, Chiffon und Chinons. Kleidung aus Rajasthan ist bunt und mit unzähligen kleinen Spiegeln besetzt; auch Taschen, Mützen und Geldgürtel in diesem Stil sind zu finden.
Schmuck ist traditionsreich, schwer (besonders aus Rajasthan) und überaus vielfältig. Indische Silberware ist weltberühmt. Man kann Schmucksteine direkt am Kaufort verarbeiten lassen. Außer Diamanten gibt es Lapislazuli, Rubine, Saphire, Mondsteine und Aquamarine. Hyderabad ist eines der Weltzentren für Perlen. Indische Frauen und Mädchen tragen oft eine große Anzahl Armreifen aus Silber, buntem Glas oder Plastik, die es auf jedem Markt in erstaunlicher Farben- und Größenvielfalt zu kaufen gibt.
Kunstgewerbe und Lederwaren: Auch hier hat jede Region ihre eigene Spezialität. Erhältlich sind Arbeiten aus Bronze, Messing (oft mit Silber eingelegt), Flechtwerk und Keramik. Kaschmir ist bekannt für die kunstvolle Verarbeitung von Pappmaché; die fertigen Produkte werden oft mit Blattgold dekoriert. Agras Spezialität sind Marmor- und Alabastereinlegearbeiten in Schachspielen und Schmucktellern. Indische Lederwaren wie Sandalen und Hausschuhe sind von ausgezeichneter Qualität.
Holzartikel: Statuen, Kästchen, Schalen und andere Gegenstände aus Sandelholz werden in Karnataka, aus Rosenholz in Kerala und Chennai, aus indischem Walnußholz in Kaschmir angefertigt.
Weitere Spezialitäten: Chutneys, Gewürze und Teesorten; Parfüm, Seifen, handgefertigtes Papier, Spielkarten aus Orissa und Musikinstrumente.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.30-18.00 Uhr in den großen Geschäften.
Anmerkung: Tierfelle, aus Tierhaut gefertigte Gegenstände, Antiquitäten und Kunstgegenstände, die älter als 100 Jahre sind, dürfen nicht ausgeführt werden.
Sport: Kricket ist Indiens Nationalsport und erregt hier ebenso lebhaftes Interesse wie Fußball in Europa, vor allem während der
Test Season im Winter, wenn die Nationalmannschaft in allen Großstädten zu sehen ist. Fast jede Stadt hat ihr eigenes Team.
Skilaufen wird immer beliebter, einige der schönsten Wintersportgebiete liegen im Norden (einschließlich Gulmarg und Kufri) inmitten herrlicher Landschaft.
Wildwasserfahren ist ein weiterer relativ neuer Sport, für den die Flüsse des Himalaya besonders nach der Schneeschmelze wie geschaffen sind.
Kamelritte: Safaris in die Thar-Wüste dauern zwischen einem und 15 Tagen und sind eine gute Gelegenheit, diese Gegend vom Kamelrücken aus kennenzulernen. Delhi ist das Landeszentrum für
Bergsteigen, weitere Informationszentren gibt es in den Aravalli-Hills und den Western Ghats.
Paragliding, Ballonfahrten und
Segelfliegen nehmen an Beliebtheit zu.
Autorennen ist ein beliebter Publikumssport. Das bekannteste und hindernisreichste Rennen ist die
Himalayan Car Rally. Viele der großen Hotels haben Swimmingpools und bieten weitere Wassersportarten wie
Segeln, Rudern und
Wasserskifahren an. Zum
Tauchen eignen sich vor allem die Andamanen.
Fischfang ist im Kanga-Tal und in Simla, Darjeeling, Orissa und im Himalaya möglich. Angelgeräte kann man bei den örtlichen Fischereibehörden ausleihen, die auch Auskünfte über die Saison und die benötigten Genehmigungen ausstellen.
Golfspieler werden zahlreiche Plätze finden, Hotels vermitteln Einzelheiten über die Benutzung/Mitgliedschaft. Die
Kalkuttaer Amateur-Golfmeisterschaften ziehen viele Golfspieler an; der Standard ist hoch; provisorische Mitgliedschaft ist vom
Royal Calcutta Golf Club erhältlich. Srinagar und Gulmarg haben ebenfalls gute Golfplätze und halten im Frühling und Herbst Turniere ab. Shillong soll den schönsten Golfplatz der Welt haben. Weitere Sportarten sind
Reiten in den Bergstationen und
Tennis und
Squash in Hotels und Privatklubs.
Fußball nimmt an Beliebtheit zu;
Polo und
Hockey haben den Indern viele Goldmedaillen eingebracht.
Indien ist das ideale Reiseziel für einen
Trekking-Urlaub - kürzere, leicht zu bewältigende Strecken können hier durchaus mit anspruchsvollerem Bergsteigen zu den schneebedeckten Gipfeln verbunden werden, man braucht nur Ausdauer für die langen Strecken und Anpassungsfähigkeit für die ständig wechselnde, atemberaubend schöne Landschaft. Der Himalaya - die höchste Bergkette der Erde - bildet mit einer Länge von 3500 km die Nord- und Ostgrenzen Indiens. Das Schauspiel der schneebedeckten Gipfel ist unvergleichlich: Gletscher, mit Fichten bewachsene Abhänge, Flüsse und üppige, mit wilden Blumen übersäte Wiesen. Die indische Halbinsel mit ihren grünen Wäldern und duftenden Orchideen bietet eine natürliche Schönheit ganz anderer Art (s.
Urlaubsorte & Ausflüge).
Ausrüstung: Zelt, Schlafsack, Schaum- oder Luftmatratze, Rucksack, Schirm (gleichzeitig Wanderstab), Sonnenhut, Sonnenbrille, Toilettenartikel.
Kleidung: Anorak, gefütterte Jacke, Pullover, wollene Unterwäsche (für die Hochlagen), Handschuhe.
Fußbekleidung: Leichte, flexible und bequeme Wanderschuhe (2 Paar für lange Wanderungen), mindestens 3 Paar Wollsocken, Fußpuder.
Erste Hilfe: Sterilisierte Watte; Bandagen; Wund-Desinfektionsmittel; Tabletten zur Wasserdesinfektion; Mittel gegen Husten, Erkältungen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen usw; Augentropfen, Creme gegen Sonnenbrand, ein wärmendes Getränk für Notfälle, Salz- und Mineraltabletten gegen Krämpfe.
Verschiedenes: Taschenlampe, Thermos/Wasserflasche, Insektenschutzmittel, Spiegel, Fettcreme, Lippensalbe, Wanderstock, extra Schnürsenkel, Nadel und Faden, Konserven und Trockennahrung.
Unterkunft und Verpflegung sollten unterwegs ausreichend erhältlich sein.
Genehmigungen für Sperr- und Schutzgebiete: s.
Einreise / Visum.
Jahreszeit: Je nach Region, das Fremdenverkehrsamt gibt genaue Auskünfte. Im allgemeinen ist es in den Bergen am angenehmsten zwischen April und Juni und von September bis November. In den Tälern von Lahaul, Pangi, Zanskar und Ladakh können auch während der Regenzeit (Juni bis August) Wanderungen unternommen werden, da hier nur geringer Niederschlag fällt.
Anmerkung: Bei Trekkingtouren in Indien sollte unbedingt darauf geachtet werden, daß ausreichend starke Funkgeräte mitgeführt werden, da andernfalls in Notfällen eine rechtzeitige Einleitung von Rettungsaktionen nicht sichergestellt ist.
Veranstaltungskalender: 13.-15. Jan. 2005 Internationales Drachen-Festival, Jaipur und Ahmedabad.
15. Jan. Jallikattu (waghalsige Stunts werden vorgeführt), Alanganallur.
24.-25. Jan. Bikaner Kamel-Festival (Kamelrennen, Kamelparaden und Kamelschönheitswettbewerbe).
6.-8. Febr. Goa-Karneval.
15.-28. Febr. Internationale Jogawoche, Rishikesh.
21.-23. Febr. Wüsten- Festival, Jaisalmer.
4.-13. März Gajamela Elefanten-Umzug, Paripally.
8. März Maha Shivrati, die Tempel von Shiva, landesweit.
24. März Elefanten-Festival, Jaipur.
25. März Holi (Festival der Farben), landesweit und besonders in Jaipur.
26. März Holla Mohalla (altes Sikh-Festival), in ganz Punjab.
3. Apr. Mahavir Jayanti Festival (Jain-Festival), versch. Orte.
26. März-12. Apr. Gangaur (Frühlings-Festival zu Ehren der Gottheit Gauri), Jaipur, Jodhpur, Udaipur Bikaner und Nathdwara.
9.-13 Apr. Sankat Mochan/Hanuman Jayanti (Geburtstag des Affenkönigs Hanuman), Varanasi (Benares).
13. Apr. Baisakhi, versch. Orte.
1. Mai Thrissur Pooram (Künstefest), Thrissur.
1.-3. Mai Moatsu Festival (Ende der Pflanzsaison), Chuchuyimlang.
1.-31. Mai Mumbai Mango Verrücktheit.
27. Apr.-5. Mai Fest der Edathua Kirche, Alappuzha.
4. Mai Banganga-Vollmondfest, Jaipur.
4. Mai Buddha Purnima (Geburtstag Buddhas), landesweit und besonders Mumbai (ehemals Bombay).
19. Juni Rath Yatra, (Hindu-Festvial und Prozession), Puri.
27.-28. Juni Hemis Festival, Leh.
2. Aug. Nag Panchami (Schlangentag), Mumbai.
15. Aug. Indischer Unabhängigkeitstag, Neu-Delhi.
28. Aug. Onam-Fest (Singen, Tanz, Bootsrennen), Trichur, Cheruthuruthy, Aranmulai und Kottayam.
7. Sept. Krishna Janmashtami (Krishnas Geburtstag), Mumbai (ehemals Bombay).
14. Sept. Neelemperur Ptayani, Neelemperur.
18. Sept. Ganesh Chaturthi (Festival des Elefanten-Gottes Ganesh), Poona.
18.-20. Sept. Tarnetar-Fest, Tarnetar.
13.-22. Okt. Kullu Dussehra, Himachal Pradesh.
14.-22. Okt. Navarati (Hindu-Festival des Tanzes), Mumbai.
22-24. Okt. Dussehra (Hindu-Festvial), landesweit.
12. Nov. Diwali (Hindu-Festival der Lichter), landesweit und besonders Mumbai (ehemals Bombay).
22.-26. Nov. Ganga Mahotsava (Waschungen im Ganges), Varanasi.
23.-26. Nov. Pushkar Kamelmesse, Ajmer.
Weitere Informationen sind bei den Fremdenverkehrsämtern (s.
Kontaktadressen) erhältlich.
Land & Leute: In Indien grüßt man sich bei formellen Anlässen mit gefalteten Händen, über die der Kopf gebeugt wird, und sagt
Namaste. Für indische Frauen ist es unziemlich, die Hand zum Gruß zu geben. Als Zeichen des Respekts berührt man die Füße älterer Leute zur Begrüßung. Beim Betreten heiliger Stätten wird man gebeten, die Schuhe auszuziehen. Die meisten Inder ziehen auch vor dem Betreten ihrer Häuser die Schuhe aus. In den meisten Gegenden ißt man mit der Hand, dabei wird ausschließlich die rechte Hand benutzt. Strikte, seit langer Zeit gültige Verhaltensweisen regeln vielerorts noch heute religiöse und gesellschaftliche Anlässe. Zahlreiche Hindus sind Vegetarier und viele, besonders Frauen, trinken keinen Alkohol. Sikhs und Parsis rauchen nicht. Es ist wichtig, diese Bräuche zu beachten. Kleine Geschenke als Anerkennung der gebotenen Gastlichkeit sind angebracht. Frauen sollten sich dezent kleiden, kurze oder sehr enge Kleider sollten vermieden werden, sie rufen nur unwillkommene Beachtung hervor. Ausgebildete englischsprachige Fremdenführer gibt es in allen Touristengegenden, manche sprechen auch deutsch, französisch, italienisch, spanisch, russisch oder japanisch. Die Gebühren sind festgelegt, das regionale Fremdenverkehrsamt gibt gern Auskunft. Offizielle Fremdenführer besitzen einen Ausweis des Ministeriums für Tourismus. Bestimmte, geschützte Sehenswürdigkeiten dürfen von inoffiziellen Fremdenführern nicht betreten werden.
Fotografieren: Es gibt Einschränkungen zum Schutz mancher Sehenswürdigkeiten und der Nationalparks. Genehmigungen für die Benutzung von Blitzlicht und Stativ in bestimmten Gebäuden erteilt die
Archaeological Survey of India, New Delhi. In den Naturschutzparks wird eine Gebühr erhoben. Brücken und militärische Einrichtungen darf man zumeist nicht fotografieren, auch auf Bahnhöfen sind Kameras offiziell nicht gern gesehen. Fotografieren in Stammesgebieten ist nicht gestattet. Näheres von den Fremdenverkehrsämtern.
Trinkgeld: Es ist üblich, Trägern, Kellnern, Fremdenführern und Fahrern Trinkgeld zu geben; dies ist normalerweise nicht in der Rechnung enthalten.
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Klima: Heiß und tropisch mit regionalen Unterschieden. Kühler von November bis Mitte März. Heißeste Zeit zwischen April und Juni. Monsun in den meisten Regionen im Sommer zwischen Juni und September.
Westlicher Himalaya: Srinagar ist am schönsten zwischen Mai und Oktober; im Winter ist es kalt und feucht. Simla liegt höher und ist daher kälter im Winter, und Orte wie Pahalgam, Gulmarg und Manali sind zu dieser Zeit normalerweise eingeschneit (Dezember bis März). In Ladakh kann es zu extremen Temperaturfällen kommen.
Nördliche Ebenen: Extremes Klima, warm im Binnenland von April bis Mitte Juni, fällt unter den Gefrierpunkt im Winter (Dezember/Januar). Heiß im Sommer mit Monsunregen zwischen Juni und September.
Mittleres Indien: Im Bundesstaat Madhya Pradesh ist die Hitze im Sommer erträglicher, Monsunregen sind hier am stärksten zwischen Juli und September. Im Winter nachts recht kalt.
Westliches Indien: Am angenehmsten von Oktober bis März, die Abende können ziemlich kalt sein. Mitunter sehr heiß im Sommer, Monsunregen fallen zwischen Mitte Juni und Mitte September.
Südwesten: Am schönsten zwischen November und März. Die Regenzeit fällt zwischen April und Juli. Sommertemperaturen ähnlich wie in Nordindien, jedoch sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Kühle Brisen an der Küste. Im Binnenland haben Mysore und Bijapur ein angenehmes Klima mit wenig Regen.
Südosten: Tamil Nadu hat nordöstliche Monsunregen zwischen Oktober und Dezember, Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sind das ganze Jahr über hoch. In den Bergen muß man in der Wintersaison mit Kälte rechnen. Hyderabad ist heiß, aber weniger drückend im Sommer und bedeutend kühler im Winter.
Nordosten: März bis Juni und September bis November sind die besten und trockensten Monate. Während des restlichen Jahres gibt es hier heftige Regenfälle, die man am besten meidet.
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