
Fläche: 89.342 qkm.
Bevölkerungszahl: 5.759.730 (2005).
Bevölkerungsdichte: 64 pro qkm.
Hauptstadt: Amman.
Einwohner: 1.217.900 (2005).
Geographie: Jordanien grenzt im Westen an Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete im Westjordanland, im Norden an Syrien, im Nordosten an den Irak und im Süden und Westen an Saudi-Arabien. Im Nordwesten liegt das Tote Meer und im Südwesten das Rote Meer. Eine Hochebene erstreckt sich über 324 km von der syrischen Grenze bis zum Ras en Naqeb im Süden; die Hauptstadt Amman liegt 800 m ü. d. M., Teile des Hügellandes nordwestlich der Hauptstadt sind bewaldet. Das Tote Meer ist der tiefste Punkt der Erde (400 m u. d. M.). Der Jordan verbindet das Tote Meer mit dem See Genezareth in Israel. Etwa 80% des Landes, besonders der Osten, bestehen aus Wüste.
Staatsform: Parlamentarische Monarchie seit 1952. Verfassung von 1952, letzte Änderung 1992. Zweikammerparlament: Abgeordnetenhaus (80 Mitglieder) und Senat (40 Mitglieder). Staatsoberhaupt: König Abdullah Ibn al-Hussein, seit 1999. Regierungschef: Adnan Badran, seit April 2005. Unabhängig seit 1946 (ehemaliges britisches Mandatsgebiet).
Sprache: Amtssprache Arabisch, Englisch wird oft verstanden.
Religion: 92% sunnitische Muslime, christliche (6 %) und schiitische Minderheiten.
Ortszeit: MEZ + 1. Letzter Donnerstag im März bis letzter Donnerstag im September: MEZ + 2 (Sommerzeit in Jordanien = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) + 2 Std.).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer und im Winter jeweils +1:00 Std.
Netzspannung: 220 V, 50 Hz. Europäische Steckdosen weit verbreitet, dennoch Adapter empfohlen.
Post- und Fernmeldewesen:
Telefon: Selbstwählferndienst in den Städten; von Jordanien aus kann man die meisten Länder direkt anwählen.
Landesvorwahl: 962. Ortsnetzkennzahl für Amman »06«.
Mobiltelefon: GSM 900. Mobilfunkgesellschaften umfassen
Jordan MTS (Internet:
www.jmts-fastlink.com) und
MobileCom (Internet:
www.mobilecom.jo).
Faxeinrichtungen: Sind in den meisten guten Hotels vorhanden, die Hauptpost in Amman bietet auch einen Faxservice an.
Internet/E-Mail: Internetcafés findet man in Amman, Akaba, Irbid, Jerash und Jordan. Hauptanbieter:
Jordan Data Communications (Internet:
www.wanadoo.jo).
Telegramme: Der Telegrammdienst ist verhältnismäßig gut, Telegramme können von größeren Hotels und Postämtern versandt werden.
Post: Pakete sollten für die Zollkontrolle offen bleiben. Luftpost nach Europa benötigt 3-5 Tage, gegen Aufpreis wird eine Zustellung innerhalb von 24 Std. in 22 Länder angeboten. Öffnungszeiten der Postämter: Sa-Do 08.00-18.00 Uhr, Fr geschlossen (mit Ausnahme des Postamtes im Geschäftsviertel von Amman, Prince Mohammed-Street).
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Gesetzliche Feiertage: 1. Jan. 2005 Neujahr.
21. Jan. Eid al-Adha (Opferfest).
10. Febr. Islamisches Neujahr.
25. März Karfreitag.
28. März Ostermontag.
21. April Eid al-Mawlid al-Nawabi (Geburtstag des Propheten).
1. Mai Tag der Arbeit. 25. Mai Unabhängigkeitstag. 9. Juni Tag der Thronbesteigung von König Abdullah.
10. Juni Tag der Streitkräfte.
12. Sept. Isra wa al-Miraj (Himmelfahrt des Propheten).
Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
14. Nov. König Hussein-Gedenktag.
25. Dez. Weihnachten.
31. Dez. Neujahr.
1. Jan. 2006 Neujahr.
10. Jan. Eid al-Adha (Opferfest).
31. Febr. Islamisches Neujahr.
11. April Eid al-Mawlid al-Nawabi (Geburtstag des Propheten).
14. April Karfreitag.
17. April Ostermontag.
1. Mai Tag der Arbeit. 25. Mai Unabhängigkeitstag. 9. Juni Tag der Thronbesteigung von König Abdullah.
10. Juni Tag der Streitkräfte.
12. Sept. Isra wa al-Miraj (Himmelfahrt des Propheten).
14. Nov. König Hussein-Gedenktag.
22.-24. Okt. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
25. Dez. Weihnachten.
31. Dez. Neujahr.
Anmerkung: (a) Weihnachten und Ostern werden nur in christlichen Haushalten und Geschäftshäusern gefeiert. (b) Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
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Gesundheit:
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Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen
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Impfschein
erforderlich
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Gelbfieber
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Nein
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1
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Cholera
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Nein
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Nein
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Typhus & Polio
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Ja
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-
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Malaria
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Nein
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-
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Essen & Trinken
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2
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-
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[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und innerhalb aus einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet einreisen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere in Jordanien. Unabhängig von den offiziellen Bestimmungen wird allen Reisenden Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen. Ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr.
[2]: Größtes Infektionsrisiko stellen Darminfektionen dar. Die für alle tropischen Länder geltenden Hygieneregeln (z. B. Vorsicht bei Genuss von Nahrungsmitteln und Leitungswasser) sollten sorgfältig beachtet werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Vorsichtsmaßnahmen: Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Durch Sandmücken übertragene Leishmaniase kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. werden.
Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge: Die medizinische Versorgung in Amman ist gut, außerhalb Ammans entspricht sie je nach Gebiet nicht bzw. nur mit Einschränkungen westeuropäischem Standard. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
HIV-Test: Ausländer, die länger als 14 Tage im Land bleiben, müssen sich vor Ort einem HIV-Test unterziehen (außer Diplomaten). Mitgebrachte Bescheinigungen werden erfahrungsgemäß anerkannt, wenn sie von einem WHO Collaborating Laboratory erstellt wurden
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Währung: 1 Dinar = 1000 Fils.
Währungskürzel: JD, JOD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 20, 10, 5 und 1 JD, sowie 500 Fils. Münzen sind im Wert von 500, 250, 100, 50, 25, 20, 10, 5 und 1 Fils im Umlauf.
Kreditkarten: American Express, Visa, MasterCard und teilweise auch
Eurocard und
Diners Club werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks: Euro-Reiseschecks werden empfohlen.
Devisenbestimmungen: Die Einfuhr der Landeswährung ist unbegrenzt, vorausgesetzt, der Betrag wird bei der Ausreise nicht in eine Fremdwährung umgetauscht oder auf das Konto einer Person einbezahlt, die ihren ständigen Wohnsitz außerhalb Jordaniens hat. Die Ausfuhr der Landeswährung ist auf 300 JD beschränkt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt, Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis zum Wert des bei der Einreise deklarierten Betrages. Israelische Währung darf nicht nach Jordanien eingeführt werden, kann aber an der Grenze umgetauscht werden.
Öffnungszeiten der Banken: Sa-Do 08.30-12.30 und 15.30-17.30 Uhr. Ramadan: 08.30-10.00 Uhr, teilweise auch nachmittags geöffnet.
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Flugzeug: Royal Wings (Internet:
www.royalwings.com.jo) bietet tägliche Linienflüge zwischen Amman und Akaba sowie ab 26. Juni 2005 nach Alexandria in Ägypten an, außerdem kann man Jets und Hubschrauber mieten. Weitere nationale Fluggesellschaften sind
Arab Wings,
Jordan Aviation und
Royal Jordanian.
Bahn: Zur Zeit gibt es keinen zuverlässigen Passagierverkehr.
Bus/Pkw: Die Hauptverkehrsstraßen sind gut (4608 km gepflasterte Straßen), Wüstenstraßen sollte man meiden. Beim Befahren von Neben- und Wüstenstraßen gilt als Faustregel: nur absolut fahrtüchtige Fahrzeuge benutzen, ausreichend Wasser mitnehmen und allen Ratschlägen der Bevölkerung vor Ort folgen. Die Geschwindigkeitsgrenze liegt in Städten bei 60 km/h, auf Landstraßen bei 80 km/h und auf Autobahnen bei 120 km/h. Der
Buslinienverkehr ist preiswert und funktioniert reibungslos. Die
JETT-Busgesellschaft fährt von Amman diverse Orte an (Akaba und Petra täglich).
Alpha und
Petra sind weitere Busunternehmen, die eine Flotte von klimatisierten Fernbussen im ganzen Land betreiben. Buchungen werden unter Tel: 589 54 13 angenommen.
Taxi: Taxis sind gelb und stehen vor Hotels oder können auf der Straße gerufen werden. Taxis sind zwar mit Taxametern ausgestattet, dennoch sollte vorher der Preis ausgehandelt werden. Sammeltaxis fahren auf festgelegten Strecken zu allen Städten, können aber auch privat gemietet werden. Sammeltaxis nach Petra sollten im voraus gebucht werden. Taxis sind auch auf langen Strecken, zum Beispiel zwischen Amman und Aqaba, relativ günstig. Taxifahrer sprechen meist Englisch. Trinkgeld wird nicht verlangt, es ist jedoch üblich, zur nächst höheren Zahl auf dem Taxameter aufzurunden.
Mietwagen werden von großen internationalen sowie von einheimischen Verleihfirmen in Hotels, Reisebüros, am Queen Alia Airport, in Amman, an der Allenby-Brücke und an der Sheik-Hussein-Brücke angeboten. Man kann auch tageweise Fahrer buchen.
Anmerkung: In der Nähe der israelischen Grenze (auf grenznahen Straßen oder beim Segeln und Schwimmen im Roten Meer ohne Führer/Reiseleitung) sollte man seine Reise- und Ausweispapiere immer griffbereit haben.
Unterlagen: Internationaler Führerschein wird empfohlen. Fahrzeuge mit jordanischem Nummernschild dürfen nur von Inhabern jordanischer Führerscheine gefahren werden.
Stadtverkehr: In Amman verkehren sowohl Linienbusse als auch
Servis-Sammeltaxis, die festgelegte Strecken fahren. Die
Servis-Taxis sind staatlich zugelassen und haben Standardtarife, aber keine festen Haltestellen. Sie nehmen ihre Passagiere häufig an Endhaltestellen in den Außenbezirken oder im Zentrum auf und fahren dann direkt bis zum Zielort.
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Amman: In
Amman, seit 1921 Hauptstadt Jordaniens, lebt ein Drittel der Bevölkerung. Die Stadt liegt auf sieben Hügeln, die in der weitläufigen Stadt als natürliche Orientierungspunkte dienen. Amman bietet eine große Auswahl erstklassiger Hotels und Tourismuseinrichtungen, vor allem in den
Jabal- (Hügel-) Gebieten. Der größte
Souk (Markt) ist besonders farbenfroh. Überall in der Stadt stößt man auf Überreste der griechischen, römischen und osmanischen Besatzungszeiten. Am bedeutendsten ist das römische Amphitheater (2. Jh. n. Chr.) in der Stadtmitte, aber auch die
Jebel-el-Qalat-
Zitadelle, heute ein archäologisches Museum, die Nationalgalerie und das Volksmuseum für Trachten und Schmuck sind einen Besuch wert.
Nördlich von Amman: Jerash liegt weniger als eine Autostunde von Amman entfernt; die Strecke führt durch das reizvolle Hügelland von
Gilead. Die prachtvolle Stadt Jerash ist, Dank des Wüstenklimas, eine der besterhaltenen römischen Städte. Sie ist zu Recht für den Triumphbogen Kaiser Hadrians, das Hippodrom, den großartigen römischen Marktplatz in elliptischer Form, die Theater, Bäder und Torbögen, die römische Brücke und den weitläufigen Säulengang, der zum Artemistempel führt berühmt. In
Irbid, 77 km nördlich von Amman, findet man viele römische Grabmäler und Statuen. Enge Gassen voller Geschäfte und runder Hauseingänge prägen das Stadtbild. In
Umm Qais ganz im Norden stehen die Ruinen der biblischen Stadt
Gadara. Von hier genießt man einen atemberaubenden Blick über den See Genezareth. Obwohl die Stadt bei den Römern wegen ihrer heißen Quellen und vielen Theater beliebt war, war sie zur Zeit der arabischen Eroberung nur noch ein unbedeutendes Dorf. Die Ruinen sind jedoch beeindruckend: die Akropolis (218 v. Chr.), der römische Marktplatz, die Kolonnaden, deren Straßenzüge noch immer Spuren von Kampfwagen zeigen, das Nymphaeum und die Überreste der Basilika. Der Weg von Umm Qais nach Jerash, entlang der Nordwestgrenze, führt durch das üppige
Jordan-
Tal, vorbei an
Al Hammeh unweit der israelisch besetzten Golan-Höhen. Die Stadt ist für ihre heißen Quellen und ihr Mineralwasser bekannt.
Pella, wie Gadara einst Mitglied des römischen Decapolis, eines Wirtschaftsbündnisses von 10 Städten, war später jahrhundertelang unbewohnt. 1979 wurde mit Ausgrabungen begonnen, und einige römische Baudenkmäler sind bereits freigelegt worden. Auf der Spitze eines Hügels in der Nähe von
Ajlun steht die Burg
Qalaat al-Rabadh, die von den Arabern als Verteidigungsposten gegen die Kreuzritter erbaut wurde.
Östlich von Amman: In der Umgebung von
Azraq und vor allem südlich der Stadt erstreckt sich eine riesige Wüste, die einen Großteil Jordaniens ausmacht. In dieser unfruchtbaren Landschaft liegen die Oasen
Shaumari Park und
Azraq Wetland Park, die heute mit Hilfe des
World Wildlife Fund unterhalten werden. Wildtiere, die früher in Jordanien beheimatet waren, wie z. B. die Gazelle, wurden wieder eingeführt. In den Sumpfgebieten überwintern alljährlich zahlreiche Zugvögel. Im Wildreservat Shaumari haben die selten gewordenen Oryx-Antilopen ihren Lebensraum. Weitere 10 Reservate mit einer Gesamtfläche von über 4100 qkm sollen bald eröffnet werden. Initiator und Koordinator des Projekts ist die Königlich-Jordanische Gesellschaft für Naturschutz, die große Anstrengungen zum Schutz der einheimischen Tierwelt und zur Bekämpfung der Verschmutzung des verkehrsreichen Hafens von Akaba unternimmt.
Weitere Sehenswürdigkeiten im Wüstengebiet östlich von Amman sind die Wüstenschlößer, die im 7. Jahrhundert von den Omaijaden erbaut wurden, vor allem
Qasr al-Amra und
Qasr al-Kharanah. Die gut erhaltenen Gebäude wurden zum Schutz der Karawanen gebaut und dienten auch als Unterkunft für Jäger. Die Fresken und wunderschönen Räume sind gut erhalten.
Westlich von Amman: Salt, das biblische
Gilead, ist heute eine Kleinstadt inmitten fruchtbarer Landschaft, die viel von ihrem ursprünglichen Charakter als führende Stadt Transjordaniens behalten hat. 24 km westlich von Amman liegt
Iraq al-Amir, der einzige noch erhaltene hellenistische Palast im Nahen Osten.
Südlich von Amman: Das
Tote Meer liegt 400 m u. d. M. und ist damit der tiefste Punkt der Erde. Die biblischen Städte Sodom und Gomorrah sollen unter dem Wasser liegen. Da das Meer keinen Abfluß hat, ist das Wasser so stark salzhaltig, daß keine Lebewesen existieren und selbst Nichtschwimmer nicht untergehen können. Das Tote Meer liegt am südlichen Ende des Jordan und bildet eine natürliche Grenze zwischen Jordanien und den palästinensischen Autonomiegebieten im Westjordanland.
Es gibt drei Verbindungsstrecken zwischen Amman und Akaba. Die schönste ist die
Königsstraße.
Madaba und der nahegelegene Berg
Nebo, wo Moses begraben sein soll, waren beide blühende byzantinische Städte. Hauptattraktionen sind die alten Kirchen und guterhaltenen Mosaike; das größte stellt eine alte Landkarte des Palästina des 6. Jahrhunderts dar. Es gibt auch ein Museum und einen Familienbetrieb, der auf antiken Webstühlen Teppiche herstellt. Abseits der Königsstraße liegt
Mukawir, ein kleines Dorf in der Nähe der Ruinen der Burg Machaerus von Herodes Antipas, auch
Qasr al-Meshneque genannt, wo Salome tanzte und Johannes der Täufer geköpft wurde. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf das Tote Meer, manchmal sogar auf Jerusalem und den Ölberg. Das nahegelegene
Zarqa Main hat heiße Mineralquellen. Weiter südlich an der Königsstraße liegt das ganz von einer Stadtmauer umgebene
Kerak, eine wunderschöne mittelalterliche Stadt mit einer zum Teil restaurierten Kreuzritterburg, die damals 800 Menschen in sich bergen konnte. Weitere historisch und landschaftlich interessante Orte auf der Strecke nach Petra sind
Mutah, Mazar, Tafila, Edomite Qasr Buseirah und die beeindruckende Kreuzritterfestung
Shaubek. Petra kann als eines der Wunder des Nahen Ostens bezeichnet werden. Der weitläufige natürliche Talkessel versteckt sich in den Felsen, aus denen die Stadt mit ihren leicht rosagetönten Fassaden herausgeschlagen wurde. Sie war jahrhundertelang in Vergessenheit geraten und wurde erst 1812 wiederentdeckt. Hoch über einem Abgrund liegen die Tempel und Höhlen Petras, die bis vor kurzem noch von Beduinen bewohnt wurden. Der Großteil dieser einzigartigen Stadt waren im 6. Jahrhundert v. Chr. von den Nabatäern, einem arabischen Wüstenvolk, als Stützpunkt auf den Karawanenstraßen erbaut. Petra kann man nur per Pferd/Esel und zu Fuß erreicht werden. Ein Führer begleitet Besucher bis zum Eingang der Schlucht; von dort aus geht es dann zu Fuß weiter. Diese über 2 km lange und nur 2-3 m breite Schlucht schlengelt sich durch das etwa 200 m hohe Felsmassiv bis zur Stadt. Am Ende des Tunnels eröffnet sich Petra mit der beeindruckenen Fassade des 40 m hohen Schatzhauses (
Khazneh). Diese Stadt aus Felsenstraßen, Felsentreppen und aus dem Fels gehauenen Gräbern, Häusern und Tempeln bietet als besondere Sehenswürdigkeiten die Burg
Qasr al-Bint, die
Al-Habis-
Höhlen sowie einige interessante Museen. Etwas außerhalb, im weniger kommerziellen Teil Petras,
Al-Bari, liegen einige Grabstätten zwischen den Felsen. In der Nähe des
Siq befindet sich ein Rasthaus, für das man in der Saison rechtzeitig buchen sollte. Eine Alternative ist das 5-Sterne-Hotel in Petra (Petra Forum Hotel); im Bau ist zur Zeit auch ein neuer Hotelkomplex im Bereich des Parkplatzes, der sich kurz vor dem Schluchtanfang befindet. Letzte Station auf dem Weg nach Akaba ist
Wadi Rum, ca. 5 Autostunden südlich von Amman, das im wesentlichen aus einem Fort im
Beau-Geste-Stil und einigen Beduinenzelten besteht. Das Fort wurde zum Schutz des Tals in einer großen Wüstenebene erbaut und wird von der farbenfroh gekleideten Wüstenpolizei (Camel Corps) unterhalten. Wadi Rum wird auch mit dem berühmten englischen Orientalisten T. E. Lawrence, »Lawrence von Arabien«, in Verbindung gebracht. Viele Beduinen eines Stammes, der von Mohammed abstammen soll, leben noch heute in Zelten im Tal. Einige Reisebüros organisieren Ausflüge in die Wüste mit Übernachtung bei einem Beduinenstamm oder in Zelten im Tal, die Rundreisen umfassen rund 100 km.
Akaba liegt am nordöstlichen Ende des Golfs von Akaba und ist Jordaniens einziger Seehafen. In den letzten Jahren hat sich Akaba als Hafen wie auch als Touristenzentrum erheblich vergrößert, was teilweise auf den herrlichen Strand, die hervorragenden Wassersportmöglichkeiten und das Angebot an 5-Sterne-Hotels, aber auch auf die niedrige Luftfeuchtigkeit und das angenehme Klima zurückzuführen ist. Die Hotels stellen umfassende Freizeiteinrichtungen bereit, einschließlich Ausrüstungsverleih für Windsurfer, Taucher, Segler und Angler; viele haben auch einen Swimmingpool. Einige Hotels stellen Konferenzräume zur Verfügung und veranstalten Ausflüge nach Amman, Petra und Wadi Rum. Akaba hat das ganze Jahr Saison und bietet Tauchgründe von Weltformat mit Korallenriffen dicht am Strand bei einer Wassertemperatur von 20°C.
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Essen & Trinken: In Jordanien gibt es viele gute Restaurants. Die Regierungskontrolle der 4- und 5-Sterne-Restaurants ist inzwischen abgeschafft worden. Die meisten Restaurants bieten arabische und europäische Gerichte an. Zu den Spezialitäten gehören
Meze (kleine Vorspeisen wie
Hummus,
Ful,
Kibbeh und
Tabouleh), eine Auswahl unterschiedlicher
Kebabs;
Mahshi waraq inab (gefüllte Weinblätter mit Reis, Hackfleisch und Gewürzen),
Musakhan (Brathähnchen in Olivenöl und Zwiebelsoße gebacken auf arabischem Brot) und
Mensaf (gehacktes Lammfleisch in Joghurtsoße auf Reis), ein Gericht, das normalerweise mit der Hand gegessen wird. In der Regel gibt es als Vorspeise zahlreiche, meist vegetarische, Gerichte in kleinen Portionen, zum Nachtisch meist Wassermelone.
Getränke: Das Trinken von arabischem Kaffee (Mokka) ist ein nationales Ritual. Einheimische Bier- und Weinsorten sind ebenso erhältlich wie importierte Spirituosen. Während des Fastenmonats Ramadan ist das Trinken und Rauchen tagsüber verboten.
Nachtleben: In einigen größeren Städten gibt es Kinos, in Amman außerdem Nachtklubs und Theater. Viele 4- und 5-Sterne Hotels haben eigene Nachtclubs und Diskotheken.
Einkaufstips: Jede Stadt hat einen
Souk (Markt), das Angebot an guten Kunstgewerbeläden und Schmuckgeschäften ist groß. In Amman gibt es einen hervorragenden Gold- und Schmuckmarkt. Beliebte Mitbringsel sind Hebron-Glas, Perlmuttkästchen, Wasserpfeifen, Tonwaren, Backgammonspiele, bestickte Tischdecken, Rosenkränze mit Juwelen, Weihnachtskrippen aus Olivenholz, Gebetskissen aus Leder, Messing- und Kupferartikel sowie handbestickte Kaftane.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 09.00-13.00 und 15.00-20.30 Uhr.
Sport: Akaba bietet durch seine Lage am Roten Meer Möglichkeiten zum
Schwimmen, Bootfahren, Tauchen und
Wasserskifahren. Es gibt ein Tauchzentrum, das aber nur erfahrenen Tauchern mit Lizenz offensteht. Harpunen und Speere dürfen nicht benutzt werden, und das Abbrechen von Korallen und Muschelsammeln ist verboten. Die Hussein-Jugendstadt und mehrere Hotels in Amman haben Swimmingpools und
Tennisplätze. Auch der YMCA verfügt über Tennisplätze. In Akaba kann
Fußball und
Squash gespielt werden. Ein weiteres beliebtes Urlaubsgebiet ist das Tote Meer.
Veranstaltungskalender: 8.-15. April 2005 Amman Internationales Theater-Festival, Amman.
16. Apr. Amman Totes Meer Ultra-Marathon, Amman.
24.-26. Jul. Jordaniens internationale Rally, versch. Orte.
Juli - Aug. Jerash-Festival für Kultur und Kunst (zwei Wochen lang Aufführungen von jordanischen, arabischen und internationalen Folkloregruppen und Künstlern).
16. Okt.-14. Nov. Ramadan, (das Datum kann von Ort zu Ort unterschiedlich sein), landesweit.
Ein vollständiger Veranstaltungskalender ist vom Jordan Tourism Board(s.
Kontaktadressen) erhältlich.
Land & Leute: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Für Jordanier sind arabische Kultur und Gastfreundschaft von großer Bedeutung. Besucher werden herzlich aufgenommen, Jordanier sind gern Gastgeber und Berater und geben bereitwillig Auskunft über Kultur und Traditionen. Der Islam spielt im gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle. Arabischer Kaffee wird bei gesellschaftlichen Ereignissen oft und reichlich angeboten. Falls man die Tasse beim Zurückgeben nicht leicht dreht, wird sie automatisch nachgefüllt. Kleine Gastgeschenke werden gern angenommen. Frauen sollten sich zurückhaltend kleiden. Badekleidung gehört an den Strand oder Swimmingpool. Jordanische Frauen gehen vollständig bekleidet zum Schwimmen.
Fotografieren: Man sollte um Erlaubnis bitten, bevor man jemanden fotografiert. In manchen Orten ist Fotografieren generell nicht gestattet.
Trinkgeld: Auf Rechnungen werden normalerweise 10-12% Bedienungsgeld aufgeschlagen. Ein extra Trinkgeld liegt im Ermessen des Gastes.
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Klima: Heiße und trockene Sommer mit kühlen Abenden. Das Jordan-Tal, das unter dem Meeresspiegel liegt, ist im Winter warm und im Sommer sehr heiß. Der meiste Niederschlag fällt zwischen November und März.
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